Krisenmodus

Lebefrauen und Lebemänner

In der Redaktion von ZackZack ist immer etwas los. Den wöchentlichen Einblick gibt Benjamin Weiser.

 

Benjamin Weiser

Wien, 27. Februar 2021 | ZackZack, das ist Aufdecken von Korruption, Oligarchie und demokratiezersetzender Politik. Damit wird unser Medium verbunden. ZackZack ist aber auch Leben. Das gleichnamige Ressort, das (seit wenigen Monaten) aus zwei Kolleginnen und einem Kollegen besteht, leistet großartige Arbeit. Gestern wieder: Während Larissa mit Corona-Geschichten über gefährliche Vorerkrankungen oder über ein hoffnungsvolles Medikament schreibt, und damit im besten Sinne Bildungsarbeit leistet, wagen sich Julia und Markus wieder einmal auf die Straße. Dort bestreiten einfache Leute ihren Alltag. Menschen, die nicht in hunderttausenden Chats schreiben, wie sie sich mutmaßlich dieses Land unter den Nagel reißen können. Weil sie dafür keine Zeit haben.

So auch der Lieferdienst-Fahrer, den man schwer „Mitarbeiter eines Lieferdienstes“ nennen kann, denn er hat kaum arbeitsrechtlichen Schutz. Julia und Markus haben ihn im Alltag begleitet. Herausgekommen ist ein toller Dok-Film. Er zeigt den Preis der Bequemlichkeit, sich das Essen in die beheizte Altbauwohnung bringen zu lassen. Der Film tut dies nicht, indem die zwei ZackZackler lang und breit einordnen, sondern indem sie den Mann einfach reden lassen.

Es war immer eines unserer Gründungsziele, den Menschen, deren Alltags- und Lebensgeschichten eine Bühne zu geben. Das funktioniert mit guten Texten, vermehrt aber auch mit Bewegtbild. Bei unseren Dok-Filmen geht es allerdings nicht um bloße Sendezeit oder Reichweitenvergrößerung, einfach weil laut Mediengurus viel mehr ins Bewegtbildsegment investiert werden müsse. Der Inhalt bestimmt das Format, und nicht umgekehrt. Unsere Leben-Leute werden wahrscheinlich nie vor einem Gebäude stehen und in ihr Mikro nuscheln, dass es „zur Stunde noch keine Neuigkeiten“ gibt, „und damit zurück ins Studio“. Für News, die keine sind, müssen wir unsere Leute nicht auf die Straße schicken. Julia, Larissa und Markus gehen unter die Leut‘, um dem Leben Gesicht und Stimme zu geben. Macht weiter so!

Apropos Video: ZackZack dreht nicht nur auf der Straße, sondern auch im hauseigenen Studio. In den letzten Tagen hat das Kreativteam fieberhaft daran gearbeitet, dass wir unseren Club-Mitgliedern (hier entlang, wenn du Teil eines unabhängigen Mediums werden willst) spannende Talk-Reihen mit Live-Diskussion bieten können. Was dafür alles hinter den Kulissen vorbereitet werden muss, kann ich hier nicht aufschreiben – es würde den Rahmen sprengen. Das Setting, das auch ohne Kolonialstil-Couch und Aschenbecher an legendäre Diskussionssendungen erinnert, will ich Euch aber nicht vorenthalten:

Es wird.

Titelbild: APA Picturedesk

Lesen Sie auch

ZackZack unterstützen

Jetzt Mitglied werden!

Folge einem manuell hinzugefügten Link
Link zu: Politik

Neuer Plan für Lesbos-Geflüchtete

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Presseclub Concordia haben Vertreter der Zivilbevölkerung und NGOs die katastrophalen Zustände für Geflüchtete auf Lesbos kritisiert. Die von der Regierung propagierte „Hilfe vor Ort“ sei nie angekommen. Plätze in Österreich gäbe es genug.
Link zu: MeinungLink zu: Leben

Dazu brauchen wir eure Unterstützung:

im ZackZack-Club.

Kurz attackiert ZackZack!

Wir bleiben dran: in Wien,

Ibiza und Mallorca.

Schließen