Rabensteiner: Ärger im Paradies

„Gegen all euer Leiden verschreibe ich euch Lachen“, sagte der französische Arzt und Humanist François Rabelais. Die wöchentliche Dosis Medizin verabreicht Fritz Rabensteiner

 

Fritz Rabensteiner

Haslauer: „Jetzt kömma reden, wir san unter uns. Oba des Gespräch hot nia stattg‘funden.“

Wallner: „Worum geht’s denn eigentlich?“

Stelzer: „Guten Morgen, Herr Gsiberger. Es geht um den Bundeskanzler. Oda host glaubt, wir treffen uns zum Kartenspielen? Und überhaupt, du Ehrgeizler, warum muasst du die Gastro unbedingt aufsperren? Fahrts zum Saufen in die Schweiz, es Pleampln.”

Mikl-Leitner: „I sog euch was, mit dem Kurz geht’s bergab. Und der reißt uns mit nach unten.“

Platter: „Aber geh. Wos manst du, Markus?“

Wallner: „Dort wo die Wälder sinnlos rauschen, wo manchmal blühet der Verstand, wo Hirsche auf den Brunftschrei lauschen…“

Schützenhöfer: „Die Hanni hat Recht. Des G’schiss mit dem Blümel, Ibiza, Impfchaos, eine Hausdurchsuchung nach der anderen und daun a no die Abschiebung von Kindern. Des summiert sich und fallt auf uns z’ruck. Und erst die Pfosten, die er im Kabinett hat.“

Platter: „Schick eahm noch amoi dei Aschbacher, daun geht er freiwillig.“

Schützenhöfer: „Du Schluchtenscheißer muasst grad reden mit deiner Schramböck. Die kannst als Digitalisierungsministerin nur im Teppichland einsetzen. Die hat keine Ahnung von Tuten…“

Stelzer: „…und Blasen. Und jetzt hörts auf zu streiten. Wir brauchen an Plan B.“

Mikl-Leitner: „Ganz genau, und zwar dringend. I kaun dem Kurzen net ewig die Stangen halten.“

Wallner: „…nur dort ist unser Heimatland. Oft waren wir schon in der Ferne, sogar bis Lindau kamen wir. Dort saßen wir am Ufer gerne, viel schöner ist das Ufer hier.“

Haslauer: „Die Rotzpiepn tonzt uns auf da Nosn umadum. I tät sagen, wir sageln ihn ab, sobald er bei 30 Prozent is. Vielleicht wären wir mit dem Mitterlehner langfristig besser dran g’wesen.“

Stelzer: „Nochher is ma immer g‘scheiter. Wia da Günther bei Ischgl. Und jetzt werden seine Zillertaler Mutanten a no früher g’impft. I siach an braunen Ring um deinen Hals. Wor no Platz neben der Adler-Runde? Des muass scho ziemlich eng g’wesen sein.”

Platter: „Hoit dei Pappn. Wir hom olles richtig g’macht.“

Wallner: „Oho Vorarlberg, -berg, -berg, bist zwar als Land ein Zwerg, Zwerg, Zwerg, klein aber oho, holladrio.“

Haslauer: „Wir miassn mit dem Bundeskanzler reden. So geht’s net weiter. Wer übernimmt des?“

Mikl-Leitner: „I net.“

Stelzer: „I a net.“

Schützenhöfer: „Mi brauchts erst gor net frogn.“

Platter: „I moch‘s. Glei heit noch. Seids an Moment ruhig, do muass i jetzt abheben. Griaß di Sebastian…gern, sehr gern…na, i woaß nit, wo die anderen sein…wie ein Mann…hinter dir…volle Rückendeckung…100 Prozent…i bin so froh…selbstverständlich…jederzeit…danke…a Skitour…natürlich… ganz bestimmt…pfiat di Sebastian…Vergelt’s Gott.“

Schützenhöfer: „I hob’s g’wusst. Der Schluchtenscheißer fallt um wia a Bahnschranken.“

Platter: „Ich mach heuer mit dem Sebastian noch a Skitour.“

Haslauer: „Es muass halt wia a Unfall ausschauen.“

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Titelbild: APA Picturedesk

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