Kulinarik in Favoriten

Krisenmodus

In der Redaktion von ZackZack ist immer etwas los. Den wöchentlichen Einblick gibt diesmal Thomas Oysmüller.

Wien, 03. Juli 2021 | Reumannplatz oder Gumpendorfer Straße? Flächenbezirk oder Innenstadt? Was das kulinarische Angebot betrifft, hat sich die Redaktion bereits einstimmig entschieden: Der Sieg geht an den Reumannplatz, der spielt in einer eigenen Liga.

Gut, eine stadtbekannte Pizzeria ist auf der Gumpendorfer Straße zu finden. Die schmeckt ZackZack weiterhin prächtig. Aber was wir uns seit unserem Umzug an einem der belebtesten Plätze Wiens auftischen, lässt die Stimmung in der Redaktion hochgehen. Ob vegetarisch (Ich empfehle Falafel, orientalische Aufstriche und irakisches Fladenbrot vom Viktor-Adler-Markt) oder die rustikale Variante (die überbackenen Schinkenfleckerl diese Woche waren ein Schmankerl, und den besten Leberkäse der Gegend dürften wir auch schon gefunden haben), man ist bestens versorgt.

Favoriten hat mich aber schon immer fasziniert. Das war für mich immer eine Stadt in der Stadt. Oder, wenn man Wien mit europäischen Metropolen vergleicht, ob Barcelona oder Berlin, erst am Reumannplatz erlebt man ein Gedränge, das wirklich an Großstädte erinnern lässt. Ich mags. Und Favoriten ist echt, Inszenierung und Fassade findet man dagegen weitaus leichter innerhalb des Wiener Gürtels. ZackZack fühlt sich wohl am Reumannplatz.

Einen wirklichen Favoritner Leckerbissen servierte einst Elisabeth T. Spira. Das ist lange her, die Klugheit und Authentizität der Favoritner war aber damals schon aller Ehren wert.

Was mich wirklich schockiert: 7258 Schilling Notstand? Wie viel ist die Mindestsicherung heute? Ich muss die Inflationsbereinigug nicht mitberechnen, um zu wissen, dass es heutzutage weniger ist. Traurig, aber wahr.

Titelbild: APA Picturedesk

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