Unwetter-Katastrophe in Deutschland:

Suche nach weiteren Opfern

Nach den verheerenden Folgen der Unwetter-Katastrophe in Deutschland wird weiterhin nach Todesopfern gesucht. Zahlreiche Menschen werden immer noch vermisst.

Ahrweiler/Erftstadt, 17. Juli 2021 | Während sich die Wassermassen aus vielen Flutgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz langsam zurückziehen, wird in den Trümmern der Katastrophengebiete weiterhin nach Todesopfern gesucht. Bis zum Samstagmittag stieg diese Zahl auf mehr als 130. Allein im Großraum Ahrweiler kamen nach Angaben der Polizei über 90 Menschen ums Leben.

Es sei zu befürchten, dass noch weitere hinzukämen, teilte die Polizei Koblenz mit. Hunderte Menschen wurden laut Polizei verletzt.

Zahl der Todesopfer könnte noch steigen

Für die ebenfalls besonders schwer betroffene Region um das nordrhein-westfälische Erftstadt befürchtet Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) ebenfalls Schlimmeres: “Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht”, hatte er am Freitag in Düsseldorf gesagt. Trotz mehrerer eingestürzter Häuser gab es bis zum Samstagmittag aber keine bestätigten Todesopfer in dem extrem unter Wasser stehenden Stadtteil Blessem.

Skeptisch äußerte sich dort jedoch ein Kreissprecher: Da die Arbeiten der Rettungskräfte noch in vollem Gange seien, könne man nicht ausschließen, noch Todesopfer zu finden, sagte er am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage sei weiterhin angespannt. In Blessem südwestlich von Köln war es zu gewaltigen Erdrutschen gekommen, es bildeten sich Krater im Erdreich, drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein.

Zahlreiche Menschen immer noch vermisst

Mehr als zwei Tage nach dem Unglück werden in den Regionen immer noch Menschen vermisst. Tausende Rettungskräfte sind unter anderem in der Eifel im Einsatz. Auch dort hatten die Wassermassen in der Nacht zum Donnerstag ganze Orte verwüstet. In Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des NRW-Innenministeriums landesweit mindestens 43 Todesopfer und viele Verletzte. Für Rheinland-Pfalz hatte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag von 362 Verletzten gesprochen.

(apa/jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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6 Kommentare
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Unbekannt (@unbekannt)
19. 07. 2021 8:44

Die deutsche Politik wusste Tage vorher bescheid, niemand wurde gewarnt. Das THW hat sich selbst in Bereitschaftsräume gestellt und wurde wieder nach Hause geschickt. Helfer werden behindert, werden weg geschickt, weil sie die “falsche” Einstellung haben. Millionen und Milliarden werden in aller Herrenländer verschenkt, während für die Unwetteropfer halbherzig um Spenden gebeten wird. Auf der Pressekonferenz zur Katastrophe haben es Laschet und Steinmeyer lustig, während davor die Opfer vom Platz gescheucht wurden, schließlich will man den Pöbel und die Tiere bei sowas nicht dabei haben. Ich gratluiere den Deutschen.

Zuletzt bearbeitet 4 Monate zuvor von Unbekannt
ManFromEarth (@manfromearth)
17. 07. 2021 18:49

… leider ist es an der Zeit, viele der Sätze des Artikels, in Textbausteine einzubauen, die werden in Zukunft noch öfter gebrauch werden….😔

ManFromEarth (@manfromearth)
17. 07. 2021 19:10
Antworte auf  ManFromEarth

… sollte Jemand tieferes Interesse an der zugrundeliegenden Physik haben:
https://mfe.webhop.me/wissenschaft/strahlungsbilanz-der-atmosphaere/

Bastelfan (@bastelfan)
17. 07. 2021 16:03

Ich weiß, wie es ist, überschwemmungen im keller zu haben.
Mein mitgefühl für alle betroffenen.

Claire (@claire)
17. 07. 2021 15:55

HAARP Projekt!

ManFromEarth (@manfromearth)
17. 07. 2021 18:32
Antworte auf  Claire

Das HAARP (englisch High Frequency Active Auroral Research Program – dt. Forschungsprogramm zur hochfrequenten Sonnenaktivität) ist ein US-amerikanisches ziviles (ursprünglich auch militärisches) Forschungsprogramm, bei dem Radiowellen zur Untersuchung der oberen Atmosphäre (insbesondere Ionosphäre) eingesetzt wurden.
Nach letzten Versuchen im Juni 2014 wurde die ursprünglich geplante Stilllegung aufgeschoben und die Anlage im August 2015 an die Universität von Alaska in Fairbanks übergeben. Die Universität vermietet sie an Forscher.

Ähnliche Forschungsanlagen befinden sich in mehreren anderen Ländern:

Norwegen: Projekt EISCAT bei Tromsø (1000 MW effektive Strahlungsleistung) und Spitzbergen
USA: das ältere Projekt HIPAS nahe Fairbanks (Alaska) und Arecibo/Puerto Rico
Russland: Projekt Sura nahe Nischni Nowgorod (190 MW Effektive Strahlungsleistung)
Peru: Jicamarca Ionospheric Radio Observatory
Eine kleinere Anlage befand sich in Lindau (Niedersachsen) beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (früher Aeronomie).

Bilder der Anlage unterliegen keiner Geheimhaltung, und es gibt zwei Webcams der HAARP-Anlage und eine Möglichkeit, online die gegenwärtigen Messergebnisse einzusehen und zu speichern. Auch gibt es regelmäßige „Tage der offenen Tür“, und Studenten können für Praktika in der HAARP-Station arbeiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/High_Frequency_Active_Auroral_Research_Program