Google führt Impfpflicht für Mitarbeiter ein

In Österreich-Betrieben nicht möglich

Google will nur noch geimpfte Angestellte ins Büro lassen – in Österreich würde sich der Tech-Konzern damit rechtlich auf ein heikles Territorium begeben.

Wien, 29. Juli 2021 | Der Tech-Gigant Google stellt seine Mitarbeiter vor die Wahl: Entweder sie lassen sich impfen, oder sie bleiben vorerst im Home-Office. Wie die „Neue Zürcher Zeitung” berichtet, werde eine Impfpflicht für Büroangestellte laut einer E-Mail des Google-CEO Sundar Pichai zunächst in den Vereinigten Staaten eingeführt, „in den kommenden Monaten“ aber auf „andere Regionen“ ausgedehnt.

Auch in Wien betreibt Google einen Standort. „Die Umsetzung hängt von den örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften ab“, schreibt Pichai. Ausnahmen aus medizinischen und anderen Gründen sollen machbar sein.

Impfpflicht nur für Gesundheitswesen

Die Meldung stieß bei der Industriellenvereinigung (IV) und Wirtschaftskammer (WKO) auf Alarm. Wie „Ö1“ berichtet, wiesen beide darauf hin, dass eine Impfpflicht in Österreich rechtlich nicht möglich sei. Eine Impfung kann nur in Krankenhäusern oder Pflegeheimen verlangt werden – wenn ein negativer Coronatest für das Betreten der Betriebsstätte erforderlich ist.

Hörl: Impfpflicht „wünschenswert“

Zuletzt hat sich mit dem Tiroler Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl erstmals ein höherrangiger ÖVP-Politiker für eine teilweise Impfpflicht im Gesundheits- Bildungswesen ausgesprochen.

Impfen ist in Österreich freiwillig. Wird die erwünschte Durchimpfungsrate nicht erreicht, wäre für Hörl eine generelle Impfpflicht wünschenswert, berichtete Ö1. Menschen, die in seinem Betrieb mit Kunden zu tun hätten, müssten geimpft sein, meinte Hörl.

(apa/jz)

 

Titelbild: APA Picturedesk

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