Britney Spears bald frei?

Vater tritt als Vormund zurück

Britneys Unterstützer jubeln: Im Streit um ihre Vormundschaft ist der US-Sängerin ein Erfolg gelungen – ihr Vater Jamie Spears hat sich bereit erklärt, seine Aufgaben abzugeben.

Los Angeles, 13. August 2021 | Jamie Spears, der Vater von Popsängerin Britney Spears (39), hat in einer Gerichtserklärung seinen Rücktritt als Vormund in Aussicht gestellt. Zum richtigen Zeitpunkt werde er dies tun, heißt es im am Donnerstag beim Superior Court in Los Angeles eingereichten Dokument, das von US-Medien veröffentlicht wurde. Die Anwälte des 69-Jährigen führen darin weiter aus, dass ein “ordnungsgemäßer Übergang” zur Einsetzung eines neuen Vormunds Bedingung sei.

“Er soll sofort abtreten”

Auch der Anwalt von Britney Spears, Mathew Rosengart, wertete die Entwicklung als “großen Sieg” für seine Mandantin. Jamie Spears solle allerdings “sofort als Vormund abtreten”, sagte er in einer Mitteilung, die vom Branchenblatt “Variety” veröffentlicht wurde. Rosengart hatte im Juli vor Gericht die Ablösung ihres Vaters als Vormund der berühmten Tochter beantragt. Er hielt Jamie Spears am Donnerstag laut Mitteilung “beschämende und verwerfliche Angriffe” auf Britney vor. Sie wollten weiterhin prüfen, ob sich der Vater als Vormund in den vergangen Jahren unrechtmäßig am Vermögen seiner Tochter bereichert habe, stellte Rosengart in Aussicht.

Spears’ Anwalt Mathew Rosengart. / Foto: APA

Vater fühlt sich ungerecht behandelt

Die Anwälte von Jamie Spears betonten dagegen, dass der Vater von Anfang an im besten Interesse der Tochter gehandelt habe. Es gäbe keine eigentlichen Gründe, Spears als Vormund zu entfernen, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Er sei aber zur Zielscheibe “ungerechtfertigter” Angriffe geworden und wolle einen öffentlichen Kampf mit seiner Tochter um die Vormundschaft vermeiden.

13 Jahre vom Vater kontrolliert

Die Sängerin steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme psychisch zusammengebrochen war. Zunächst verwaltete Jamie Spears das Vermögen und private Anliegen seiner Tochter. 2019 trat er kürzer, blieb aber für die Finanzen zuständig. Um die persönlichen Belange der Sängerin, darunter medizinische Anliegen, kümmert sich als Mit-Vormund Jodi Montgomery.

“Das war lange überfällig”

Unterstützer reagierten euphorisch auf die überraschende Entwicklung. Reality-Star Paris Hilton (40), seit langem mit Spears befreundet, zeigte sich begeistert: Sie sei “so happy”, schrieb die 40-Jährige auf Twitter. “Das war so lange überfällig.” Sie sei froh, “dass Britney auf dem Weg ist, endlich frei zu sein”. Ihren Tweet versah Hilton mit dem bekannten Hashstag “#FreeBritney” und dem Link zu einem Bericht in der “New York Times”. Zahlreiche Fans der Sängerin feierten die Neuigkeiten in den sozialen Netzwerken.

Auf dem Weg in Richtung Freiheit

Britney Spears selbst postete auf Instagram ohne weiteren Kommentar ein gemaltes Bild, das eine Frau von hinten zeigt. Sie trägt Blumen im Haar, ein Schmetterling fliegt über ihre Schulter. Ein User kommentierte das Bild mit den Worten “Wir sind einen Schritt weiter auf dem Weg zu deiner Freiheit.” Ein weiterer kommentierte bereits: “Sie ist frei.”

Zwischen Bedrohung und Angst

Bei zwei Gerichtsanhörungen im Juni und Juli hatte die Sängerin in emotionalen Ansprachen ihren Vater heftig angegriffen und Vorwürfe gegen ihre Familie, Betreuer und Anwälte erhoben. Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen, erklärte die Sängerin von Hits wie “Oops!…I Did It Again” oder “Baby One More Time”. Sie sei bedroht worden und habe große Angst vor ihrem Vater. Stellenweise brach der Popstar dabei in Schluchzen aus.

Mitte Juli hatte das Gericht der 39-Jährigen erlaubt, ihren eigenen Anwalt zu bestimmen. Als ihr neuer Vertreter beantragte Rosengart umgehend die Ablösung des Vaters als Vormund. Laut Petition soll Jamie Spears durch einen vorläufigen Vormund – den zertifizierten Rechnungsprüfer Jason Rubin – ersetzt werden. Die nächste Anhörung in dem Gerichtsstreit ist für Ende September angesetzt.

Britneys Unterstützer vor dem Superior Court in Los Angeles. / Foto: APA

Viele Prominente und Fans haben sich in den letzten Monaten unter dem Hashtag “#FreeBritney” auf die Seite der Sängerin geschlagen. Bei Anhörungen ziehen Unterstützer häufig vor Gericht auf und fordern mit Sprechchören und auf Plakaten Freiheit für Spears.

(apa/jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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5 Kommentare
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welsumer
14. 08. 2021 8:05

Britney Spears bald frei?
Da wollen Anwälte und andere Parasiten an ihr Geld: ich meine schon, dass das in der Familie besser aufgehoben wäre?

Antiparteiisch
13. 08. 2021 19:04

Ist sie gefangen, oder warum muss sie erst frei werden?
So wie sich die aufführt, scheint es, als bräuchte sie einen Sachwalter.
Wenn sich die Stars und Sternchen Drogen und Alkohol in rauen Mengen reinpfeifen, ist es kein Wunder, dass sie alle durchknallen.

samhain
13. 08. 2021 14:49

Und Assange?

Grete
13. 08. 2021 17:43
Antworte auf  samhain

Julian Assange hat unliebsame Wahrheiten über Kriege und andere Machenschaften von US- und anderen Regierungen ans Licht gebracht. Da muss an ihm anscheinend ein öffentlich sichtbares Exempel statuiert werden.

accurate_pineapple
14. 08. 2021 7:56
Antworte auf  Grete

👍