Krisenmodus

Sweetsformyzackzack

In der Redaktion von ZackZack ist immer etwas los. Den wöchentlichen Einblick gibt diesmal Thomas Walach.

Wien, 23. Oktober | Es ist Regierungskrise. Niemand hat Zeit, einkaufen zu gehen. Ich schreibe auf Twitter: „In der Redaktion werden die Süßigkeiten knapp.“ Es dauert keine Stunde, bis es an der Tür läutet. Ein Bote steht da und liefert ein Sackerl voller Süßigkeiten. Wer hätte ahnen können, dass das der erste Tropfen einer Schokoladeflut war?

In den nächsten Tagen läutet es ohne Unterlass an der Tür. So viele Menschen schicken uns Süßigkeiten! Und nicht nur Süßigkeiten. Manche bringen auch Alkohol. Und sechs Kilo Schweinsbraten.

Das ist ein so wunderbarer Solidaritätsbeweis unserer Leserinnen und Leser! Es zeigt uns: alle fiebern mit, während Österreich durch die ÖVP-Korruptionsaffäre schlittert und halten uns die Daumen. Es soll ja Redaktionen geben, in denen es häufig schneit. ZackZack läuft mit Schokolade. Und die Leser kippen uns genug Zucker in den Tank, um das Werkl eine ganze Zeit lang am Laufen zu halten.

Die Sache zieht Kreise. Der Twitter-Hashtag #sweetsformyzackzack verbreitet sich im Netz. Othmar Wicke zeichnet eine Karikatur, die unsere Chefredaktion mit dem einen oder anderen Extrakilo und Schokoladeflecken zeigt. Ich bezeichne ihn daraufhin als „Schmuddelkarikaturist“, er fertigt eine Rachekarikatur, über die hier kein Wort verloren werden soll (Es tut mir leid, Othmar!). Einige User vermuten, es handle sich um eine türkise Verschwörung, um uns zuckerkrank zu machen und so außer Gefecht zu setzen.

Ich kann alle beruhigen: Es geht uns gut. Zwar glaubt der Kanzler, er wäre Außenminister, der Außenminister sagt, er arbeite für die ÖVP und der Klubobmann drückt sich um seine Auslieferung an die Justiz. Aber diesen Umständen entsprechend geht es uns gut.

Titelbild: ZackZack

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