Mehrheit gegen digitalen Euro

Eine Mehrheit lehnt den digitalen Euro ab. Das ergab eine Studie in Deutschland.

Wien, 25. Oktober 2021 | Viel Skepsis gegen das EZB-Projekt „digitaler Euro“ in Deutschland. Das ging aus einer am Montag veröffentlichen Erhebung hervor. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten gab demnach an, die Einführung eines digitalen Euro nicht zu befürworten.

Pläne noch weitgehend unbekannt

Allerdings weist die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Oktober darauf hin, dass “der Begriff des digitalen Euro in der breiten Öffentlichkeit zum Zeitpunkt der Befragung noch weitgehend unbekannt” gewesen sei.

Europas Währungshüter prüfen seit einer Weile die mögliche Einführung einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung. Mitte Juli 2021 beschloss die Europäische Zentralbank (EZB), die Vorarbeiten auf die nächste Stufe zu heben: In einer zweijährigen Untersuchungsphase geht es nun etwa um Technologie und Datenschutz. Ob ein digitaler Euro kommen wird, ist damit noch nicht entschieden.

Angst vor Ende des Bargelds

“Insbesondere überzeugte Barzahler stehen dem digitalen Euro eher skeptisch gegenüber”, stellte die Bundesbank fest. Fast zwei Drittel (61 Prozent) derjenigen, die sich in der Umfrage ablehnend äußerten, befürchten, dass ein digitaler Euro der Einstieg in eine Abschaffung des Bargeldes wäre. Sowohl EZB als auch Bundesbank haben wiederholt versichert, ein digitaler Euro käme als Ergänzung zum Bargeld, nicht als Ersatz für Schein und Münze.

Zu den wichtigsten Eigenschaften eines digitalen Euro gehören aus Sicht der Befragen eine einfache Nutzung, die Wahrung der Privatsphäre, Sicherheit in Bezug auf den Datenschutz und eine universelle Einsetzbarkeit. Für viele Befragte stelle ein digitaler Euro eine Chance dar, “die kommerzielle Verwendung personenbezogener Daten durch privatwirtschaftliche Akteure zu vermeiden”, so die Bundesbank.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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