Pop up: Frauen hörbar sichtbar machen

Kann ein Kinderspielplatz sexistisch sein? Können Computer Frauen bei der Gesundheitsversorgung benachteiligen? Sie können. Wie und wie man das ändern kann, erklärt der Podcast “Visible Women”. 

Stefanie Marek

Wien, 30. Juli 2022 | Unsere Welt ist für Männer gemacht. Dazu gibt es Daten und die Journalistin Caroline Criado Perez hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie aufzuspüren. Sie erklärt, warum Spielplätze oft so designt sind, dass Mädchen sie weniger häufig nutzen als Jungs, oder warum Frauenkleidung viel weniger oft Taschen hat als Männerkleidung, oder auch warum Frauen ein viel größeres Risiko haben, bei einem Autounfall zu sterben.

Denn all das könnte sich vermeiden lassen. In der 12-teilige Podcast-Serie “Visible Women” von Tortoise Media spricht Criado Perez mit Experten und Expertinnen, zeigt Wege auf, wie man eine Welt schaffen kann, die für alle gemacht ist und holt Projekte vor den Vorhang, die genau daran arbeiten. Bisher sind sechs Folgen verfügbar.

Probleme und ihre Lösungen

Manchmal dauern die Einstiege etwas zu lange, das Warten zahlt sich aber aus. Die Folgen sind sehr informativ, dadurch, dass sie auch Lösungen vorstellen, verliert man auch nicht die Hoffnung, dass sich etwas verändern kann. Im Schnitt dauernd die Episoden 45 Minuten, sind aber sehr abwechslungsreich.

Hier kommt die schlechte Nachricht: Der Podcast ist nur auf Englisch verfügbar. But, hear me out! Einige Informationen, die im Podcast besprochen werden, kann man auch im Buch “Invisible Women” von Criado Perez nachlesen. Davon gibt es eine deutsche Übersetzung namens “Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert”. Übrigens auch eine große Empfehlung!

Titelbild: ZackZack

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1 Kommentar
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Unbekannt
1. 08. 2022 10:57

Ich kenne keine Frauen, weder aus dem Privat- noch aus dem Berufsleben, die behaupten, die Welt wäre für Männer gemacht und die glauben, so etwas wie Gendersprache hätte irgendeinen positiven Effekt für die Welt und wenn sie Hosen mit Taschen wollen, dann ziehen sie einfach Jeans an, also furchtbare Männerkleidung.
Das könnte aber auch daran liegen, dass diskriminierungsssuchende Frauen, oder als was man sich gerade bezeichnen will, im echten Berufsleben, wo es also um Fähigkeiten geht, gar nicht zu finden sind.