Mob stürzt sich auf Touristin

Mob attackiert Touristin nach Kletter-Aktion

Eine Touristin kletterte und tanzte in Mexiko verbotenerweise auf einer alten Maya-Pyramide herum. Zurück am Boden wurde sie wütend empfangen.

Chichén Itzá, 24. November 2022 | Eine Touristin hat sich in der mexikanischen Ruinenstätte Chichén Itzá keine Freunde gemacht. Sie stieg die Stufen der denkmalgeschützten Maya-Pyramide des Kukulcán hinauf, um dann oben angekommen zu winken und zu tanzen. Schon seit 2008 darf man das historische Bauwerk nicht mehr betreten, weshalb die Aktion vor allem bei Einheimischen, aber auch anderen Touristen für Ärger sorgte.

Unten angekommen erwartete sie ein Mob aus zornigen Menschen, die ihr auf Spanisch unschöne Wörter wie “Idiotin” zuriefen. Noch aggressiver reagierten einige, indem sie sie an den Haaren zogen und ihre Wasserflaschen über ihr entleerten.

“Wie Jesus behandelt”

Die Reaktion auf Twitter, wo Videos der Aktion viral gingen und millionenfach angesehen wurden, fielen unterschiedlich aus. Auch wenn viele die Aktion der Frau “respektlos” finden und nur wenig Mitleid mit ihr haben, zeigen sich einige entsetzt ob der Aggressivität des Mobs. Keiner hätte das Recht, Wasser über die Touristin zu schütten. Gar “beängstigend” befand eine Userin die heftigen Reaktionen, die Frau würde “wie Jesus behandelt werden”.

Wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (NAH) mitteilte, entstand kein Schaden an der Pyramide. Trotzdem muss die Touristin wohl mit einer Geldstrafe rechnen.

(mst)

Titelbild: Screenshot/twitter.com/Fernando Salvador

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6 Kommentare
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nikita
24. 11. 2022 23:01

Eine saftige Geldstrafe wäre angemessen gewesen. Man könnte das Geld zur Erhaltung der Denkmäler verwenden und gleichzeitig hätte sich diese Ignorantin ein nächstes Mal wahrscheinlich überlegt.
Die Empörung ist gerechtfertigt, das Verhalten der Masse ist gefährlich und unverhältnismäßig.

Candide
24. 11. 2022 21:16

Touristen sind Gäste und sollten sich auch wie solche benehmen.
Wer zu blöde ist, Regeln eines Gastgeberlandes einhalten zu können, soll zu Hause bleiben und sich dort aufführen wie ein asozialer Trumpel.

Advokatus diaboli
24. 11. 2022 20:10

Wer für die Selbstjustiz des Mobs über die Touristin eintritt, sollte sich nicht wundern wenn er für seinen selbstgerechten Kommentar erschossen wird. Was natürlich gar nicht geht, aber die Geister die man rief, bekommt man bekanntlich nicht mehr in den Griff.

Matchless
24. 11. 2022 18:47

Ein paar Watschn hätten ihr gehört

Lesefan
24. 11. 2022 15:17

Die Dummheit mancher Menschen macht sprachlos, die Reaktion der anwesenden Touristen war beängstigend. Da hätte schnell was Schlimmes draus werden können.

Bastelfan
24. 11. 2022 11:12

unverschämter touristentrumpel.