Dienstag, Juli 23, 2024

Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt? Neue Vorwürfe gegen Leadsänger von Rammstein

Immer mehr Frauen erheben schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann, Front-Sänger der Band Rammstein. Im Raum stehen Drogenmissbrauch und sexuelle Gewalt.

Wien/Berlin | Auch am Freitag erschüttern neue Berichte die Musikszene. Die deutsche “Tagesschau” sowie die “Süddeutsche Zeitung” veröffentlichten am Morgen mehrere eidesstattliche Aussagen von Frauen, die Opfer sexueller Übergriffe durch Bandmitglieder von Rammstein geworden sein sollen. Die Band tourt derzeit durch Europa.

Die Frauen beschreiben in ihren Aussagen, wie sie bereits im Vorfeld der Konzerte gezielt über soziale Medien rekrutiert worden seien. Die inkriminierten Taten sollen dann auf Pre- und Afterpartys sowie in Konzertpausen (“Row Zero”) stattgefunden haben. Es wird von sexuellen Handlungen berichtet, denen die Frauen nicht zugestimmt hätten. Eine der Betroffenen berichtet von Sex mit Lead-Sänger Till Lindemann, bei dem sie geblutet habe. “In dem Moment habe ich nur gedacht: Oh mein Gott, das tut weh, hoffentlich ist es bald vorbei”, wird die junge Frau zitiert.

Drogen und blaue Flecken

Die Debatte startete zu Beginn der Woche mit den Aussagen einer jungen Irin, die zum Konzertauftakt nach Litauen gereist war. Sie erhebt den Vorwurf, dass ihr ein Getränk im Backstage-Bereich verabreicht wurde, das mit Drogen versehen worden sein soll. Sie war am Tag nach dem Event gesundheitlich angeschlagen und mit Hämatomen am Oberkörper in ihrem Hotelzimmer aufgewacht, daraufhin kontaktierte sie Rettung und Polizei. Sie behauptete außerdem, dass Lindemann sie zum Geschlechtsverkehr aufgefordert habe, sie habe allerdings nicht zugestimmt.

Diese und die neuen Belege bringen Lindemann in Erklärungsnot. Bisher dementierte die Band und äußerte sich nicht zu den Inhalten. Lediglich die Anwälte sollen sich nach Medienberichten eingeschaltet haben und beispielsweise die Offlinenahme eines Reports zur Causa beim deutschen Medium “T-Online” erwirkt haben.

Titelbild: ROBERT VOS / AFP / picturedesk.com

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