Samstag, Mai 18, 2024

Wettlauf gegen die Zeit: Sauerstoff in verschollenem U-Boot wird knapp

Noch immer suchen Rettungskräfte in den Tiefen des Atlantiks, nahe des “Titanic”-Wracks, nach dem vermissten U-Boot. An Bord befinden sich fünf Personen. Der Sauerstoff reicht nur noch bis Donnerstag.

Boston | Vor der Ostküste Nordamerikas suchen die Küstenwachen der USA und aus Kanada weiter unermüdlich nach einem kleinen U-Boot mit fünf Menschen an Bord, das zu einem Tauchgang zum legendären Wrack der „Titanic“ aufgebrochen war. Die US-Küstenwache teilte noch am Montag mit, sie habe eine umfassende Suche rund 1.450 Kilometer östlich von Cape Cod im Atlantik eingeleitet. Die kanadische Küstenwache entsandte nach eigenen Angaben ein Flugzeug und ein Schiff in das Suchgebiet.

Das Boot wird bereits seit Sonntagmorgen vermisst. Zwei Stunden nach dem Start des Tauchgangs brach der Kontakt ab. Normalerweise sendet die Titan alle 15 Minuten ein akustisches Signal an das Mutterschiff Polar Prince. Das letzte Signal wurde empfangen, als das U-Boot gestern gegen 16 Uhr österreichischer Zeit über dem Wrack der Titanic ankam.

Nahe Neufundland

„Eine Suche in dem entlegenen Gebiet ist eine Herausforderung, aber wir schicken alles, was wir haben, um sicherzustellen, dass wir das Boot lokalisieren und die Menschen an Bord retten können“, sagte der Koordinator des Einsatzes, John Mauger, vor Journalisten in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Sauerstoff in der nicht ganz sieben Meter langen „Titan“ nach Betreiberangaben für 96 Stunden reiche, „gehen wir davon aus, dass derzeit zwischen 70 und 96 Stunden verfügbar sind“, hieß es weiter.

Milliardär an Bord

Laut britischen Medien befindet sich unter den Passagieren auch der britische Milliardär und Businessmann Hamish Harding. Nach Angaben des britischen „Independent“ bestätigte sein Stiefsohn auf Facebook, dass Harding vermisst wird: „Meine Gedanken und Gebete sind bei meinem Stiefvater Hamish Harding, dessen U-Boot auf dem Weg zur Titanic verschollen ist. Die Rettungsmission läuft.“

Mit an Bord sind außerdem der pakistanische Geschäftsmann Shahzada Dawood und dessen 19 Jahre alter Sohn. Laut der Boulevardzeitung „Daily Mail“ ist der 48-Jährige einer der reichsten Männer Pakistans. Die Identität der anderen beiden Insassen ist unklar. Britischen Medien zufolge könnte einer von ihnen ein aus Frankreich stammender „Titanic“-Experte sein.

Titelbild: AFP / picturedesk.com

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5 Kommentare

  1. Mir völlig unerklärlich wie man auf solche Vorgänge nicht vorbereitet sein konnte und diese bisher nicht trainieren musste?

      • Ja im TV habe ich auch schon dieses Steuergerät gesehen.

        Man muss sich vorstellen, pro Gast verlangen diese EURO 230.000 und dann solche Sicherheitsstandards?
        Hier muss doch auch vom TÜV (aber diesen gibt es wahrscheinlich schon lange nicht mehr und international sowieso nicht und auch keine Qualitätssysteme mehr auf der ganzen Weilt?) das alles erst einmal genehmigt werden (Haftpflichtversicherungsbedingungen?)

        Aber man muss sich vorstellen, da sind Milliardäre als Kunden mit an Bord und hätten selber das Geld für die notwendige Sicherheit (mindestens ein zweites Not U-Boot) und vermutlich auch das Know How für notwendige Sicherheitsstandards?
        Für mich aber spiegelt das die Weltsicherheitsstandards wieder (der Abgasskandal fällt mir hier nur gerade dazu ein…)
        Ich wäre hier deshalb nach diesem nun vorliegenden Wissen hier nie und nimmer mitgefahren…

        • keine notauftieg der u-boot mit Airbag, gehen die nicht auf bei 400 bar Druck ?
          Redundant Hardware, backups…

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