Freitag, Mai 17, 2024

Zehn Jahre jünger: AGEs meiden um jung zu bleiben

Wer AGEs – Produkte, die aus einer Reaktion zwischen Zucker und Eiweiß entstehen – meidet, lebt deutlich gesünder. Denn diese fortgeschrittenen Glykations-Endprodukte sind schwer aus dem Körper zu entfernen und lassen uns schneller altern.

Wenn Zucker und Eiweiß miteinander erhitzt werden, reagieren diese miteinander und es bilden sich viele verschiedene chemische Produkte, die sehr schädlich sein können, aber gut schmecken oder gut riechen. Diese Verzuckerungsprodukte reagieren in unserem Körper weiter, und beschleunigen den Alterungsprozess und die Entstehung vieler „Zivilisationskrankheiten“, die ernährungsbedingt sind.

 Die Maillard-Reaktion hat ihren Namen vom französischen Chemiker Louis-Camille Maillard, der ursprünglich 1912 die Reaktion zwischen Aminosäuren und Zuckern beschrieb.

   Bild: Die Maillard Reaktion: eine chemische Reaktion zwischen Zuckern und Aminosäuren

Daher am besten frisch-gekochte Speisen bevorzugen, die ohne zu starke Hitze bereitet werden und Zucker meiden oder besser ganz weg lassen!


Zum Nachlesen:

Advanced Glycation End Products and Risks for Chronic Diseases: Intervening Through Lifestyle Modification: Am J Lifestyle Med. 2019 Jul-Aug; 13(4): 384–404. 

Weite Episoden von Zehn jahre jünger

Titelbild: Renée Schroeder

Renée Schroeder
Renée Schroeder
Renée Schroeder ist eine der führenden Biochemikerinnen Europas. Als Wittgenstein-Preisträgerin lehrte sie an der Universität Wien. Heute lebt sie auf dem Salzburger Leierhof und beschäftigt sich mit wilden Kräutern, die sie verarbeitet. Für ZackZack beschreibt sie die ebenso folgenreichen wie weitgehend unbekannten Entwicklungen der technischen Eingriffe in die Grundlagen unseres Lebens - bis hin zur Abschaffung des Alterns.
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6 Kommentare

  1. Stimmt, der viele Zucker und die Stärke sind ein Problem, leider sind sie fast überall drinnen. Daher am besten einfache Gerichte ohne viel Schnick Schnack zubereitet, mit frischen Zutaten aus eigener Produktion. Was viele nicht wissen, Zucker sorgt auch für einen schlechten Cholesterinspiegel. Die vielgeschmähten tierischen Fette in Maßen genossen sind also gar nicht das Problem. Leider sorgt auch beim Zucker eine Lobby mit ihren Geschäftsinteressen dafür, dass der süße Krankmacher massenhaft Verwendung findet.

  2. Ja, was im Artikel nicht so deutlich zum Ausdruck kommt: Jede Form von Kohlehydraten fördert AGEs, wer ihrer Entstehung vorbeugen möchte, kann Kohlehydrate reduzieren bzw. weglassen. Nein, man verhungert nicht. Entwicklungsgeschichtluch ist unser heutiger Körper viel besser an kohlehydratarme/-freie Kost angepasst, als auf unser “normales” täglich Brot.

    Wenn wir uns ganz ehrlich sind, dann wissen wir das auch schon seit geraumer Zeit. Man lernt sogar in der Schule was Zivilusationskrankheiten sind. Einer der pathogenen Faktoren sind Kohlenhydrate, also Zucker und auch Stärke… Alles, was dazu führt dass das Glucoselevel im Blut steigt.
    Kommuniziert wurde das meist mit “ja, von Zucker u d Wei#mehl entstehen Zivilusationskeankheiten”….das ist ein herumreden um den heißen Brei. Es ist so, dass man das ganz allgemein runterbrechen kann auf “Alles, was das Glucoselevel im Blut pusht”, das sind auch alle “slow carbs”…. Also die viel propagierten Vollkornlebensmittel, Erdäpfel, zu große Mengen an Hülsenfrüchten (mehr carbs statt protein)
    Eigentlich wiss mas schon seit Jahrhunderten, vermutl. sogar seit Jahrtausenden. Und immer fällts noch schwer, das als gegeben hinzunehmen und danach zu handeln.

    • Im ORF wird das aber nich in dieser Form berichtet –
      Alles geht in Richtung Vegan und verstärkt damit ihre Ausführungen dagegen?

      Für mich deshalb trotzdem ein guter Tipp von Frau Schröder, aber wegen meiner schlechten Praxiserfahrung und Vorstellung dafür kaum in die Realität zumzusetzen…

      • Das stimmt nicht. Es gab im ORF sogar schon sehr viele Dokus die sich mit dem Thema Ernährung und insbesondere auch Zucker befassten. Das ist auch der Tatsache zu verdanken, dass der ORF nicht ausschließlich aus Werbung finanziert wird. Denn sonst wäre diese kritische Berichterstattung im Bereich Lebensmittel/Tierwohls usw. vermutlich nicht möglich (in vielen anderen Bereichen übrigens auch nicht).

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