Johann Gudenus

Der Drogenfund

12. August 2019: Hausdurchsuchung bei Johann Gudenus. Eine exklusive ZackZack-Recherche bringt den ehemaligen FPÖ Wien-Chef in Bedrängnis.

Wien, 07. Dezember 2019 / Johann Gudenus ist ehemaliger Vize-Bürgermeister von Wien und Klubobmann der FPÖ. Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits alles verloren. Das Ibiza-Video war das Ende seiner doch beeindruckenden Polit-Karriere. Trotzdem sollte ein Fund die Beamten am besagten 12. August überraschen.

Gerüchte bestätigt?

Immer wieder wurde Gudenus eine Drogenproblem nachgesagt. Nie gab es Beweise. Eigentlich, so könnte man meinen, ist es Privatsache von Gudenus – hätte er und seine Partei nicht bei fast jeder Gelegenheit gegen Drogenkonsumten gewettert und eine harte Drogenpolitik, vor allem in Verbindung mit Migranten, eingefordert.

Die Hausdurchsuchung

Am besagten Tag machen die Beamten bei der Hausdurchsuchung in der Wohnung von Gudenus einen Zufallsfund: Im Schlafzimmer befindet sich ein Tresor. Daneben finden die Beamten einen Stapel Visitenkarten. Auf den ersten Blick nichts schlimmes. Auf den zweiten Blick offenbaren sich den Beamten kleine Häufchen eines weißen Pulvers. Ein Drogentest bestätigt den Verdacht: Bei dem weißen Pulver handelt es sich mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit – die Beamten schreiben nach dem positiven Drogenschnelltest „vermutlich“ – um Kokain.

Auf ZackZack-Nachfrage bestätigt Gudenus den Fund:

„Ich kommentiere keine Zufallsfunde in Form von irgendwelchen Rückständen in einem Haufen vieler fremder Visitenkarten.“

Wie es weitergeht, muss die Justiz klären. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(fr)

Titelbild: APA Picturedesk / ZackZack-Grafik OW

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