Neuer FPÖ-Generalsekretär steht fest:

Michael Schnedlitz

Die FPÖ hat ihre beiden Generalsekretäre ausgetauscht. Sowohl Harald Vilimsky, der diese Funktion 14 Jahre ausgeübt hat, als auch Christian Hafenecker kündeten zum Auftakt der Reformklausur am Mittwoch im steirischen Leoben ihren freiwilligen Rückzug an. Ihnen soll Michael Schnedlitz folgen.

Wien, 8. Jänner 2020 / Der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete und Landesparteisekretär Michael Schnedlitz wird neuer Generalsekretär der FPÖ. Er folgt Vilimsky, der seine Funktion als FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament behalten will. Schnedlitz, 35 Jahre alt und unter anderem Vizebürgermeister von Wiener Neustadt, blickt auf eine lange FPÖ-Karriere zurück: Diese begann beim Ring Freiheitlicher Jugend, 2010 wurde er FPÖ-Gemeinderat, 2013 Stadtrat, seit 2015 ist er Bürgermeister-Stellvertreter von Wiener Neustadt. 2018 folgte erstmals ein Landtagsmandat, noch im selben Jahr folgte er Hafenecker auf den Posten des Landesparteisekretärs in Niederösterreich nach. Seit Oktober 2019 ist er auch Nationalratsabgeordneter.

Auch Hafenecker zurückgetreten

Auch Hafenecker, der seit Mai 2018 freiheitlicher Generalsekretär war, betonte, dass es sich um einen freiwilligen Rückzug handle. Es sei an der Zeit, an eine jüngere Person zu übergeben. Er bleibt weiterhin stellvertretender Landesobmann der Freiheitlichen in Niederösterreich. Zudem werde er eine „wesentliche Rolle im Parlamentsklub“ der FPÖ spielen. Auch bei Hafenecker sei die Entscheidung schon länger festgestanden, aber: „Man lässt die Truppe nicht alleine.“

Zwei in einem: Zukünftig nur noch ein Generalsekretär

Der designierte Generalsekretär Schnedlitz gilt als Vertrauter des niederösterreichischen Landesparteichefs Udo Landbauer und ist auch Vizebürgermeister von Wiener Neustadt. Die Entscheidung muss noch von der Parteileitung der Freiheitlichen abgesegnet werden, die im Februar zusammenkommen soll. Künftig soll es nur noch einen FPÖ-Generalsekretär geben, kündigte Parteichef Norbert Hofer an, der auch Vilimsky und Hafenecker für ihre Arbeit dankte.

Schnedlitz hieß Identitäre willkommen

Die Wahl des neuen Generalsekretärs dürfte nicht kritiklos hingenommen werden. Laut einem Dossier von „SOS Mitmensch“ soll er bei einer Kundgebung im Jahr 2016 explizit die rechtsextremen Identitären erwähnt haben mit den Worten: „Liebe Identitäre Bewegung, ich begrüße euch recht herzlich in Wiener Neustadt! Hier seid ihr herzlich willkommen!“ zuletzt hatte die FPÖ versucht, sich von den Identitären zu distanzieren.

(APA/lb)

Titelbild: APA Picturedesk

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