Leben auf dem Mond:

China und Russland bauen gemeinsame Station

Um den Mond zu erkunden, wollen Russland und China gemeinsam eine Mondstation errichten. Dazu haben beide Staaten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Projekt ist offen für weitere Partner-Länder.

Moskau, 10. März 20201 | Die russische Raumfahrtbehörde “Roskosmos” und die chinesische Raumfahrtadministration haben eine Zusammenarbeit bei der Errichtung einer Mondstation sowie einen offenen Zugang zu dem Projekt für internationale Partner vereinbart. Das teilte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin nach einer Videokonferenz mit seinem chinesischen Kollegen Zhang Kejian in Moskau mit. Zum Zeitpunkt für die Eröffnung der Station und deren Kosten wurden keine Angaben gemacht.

Perspektiven für Anwesenheit von Menschen

Die auf der Oberfläche oder im Orbit des Mondes geplante Station solle der Erkundung des Erdtrabanten dienen. Dabei könnten auch Drohnen eingesetzt werden, um etwa Perspektiven einer Anwesenheit von Menschen auf dem Mond zu erforschen, hieß es. Russland will demnach nun gemeinsam mit China einen Fahrplan für die Errichtung der Mondstation erstellen.

Aufnahme vom 24. November 2020, wo eine Rakete mit der Mondmission “Chang’e 5” im Wenchang Space Launch Center in der südchinesischen Provinz Hainan startete. / Foto: APA

USA und China haben die Nase vorn …

Mit der Vereinbarung versucht Russland offenbar, in der Raumfahrt wieder zu den USA und China aufzuschließen – und kooperiert dabei mit China. Bislang sind nur den Vereinigten Staaten bemannte Mondlandungen geglückt. Die damalige Sowjetunion hatte allerdings mehrere unbemannte Sonden auf den Erdtrabanten geschickt.

China gelang 2013 seine erste Mondmission, 2018 brachte die Volksrepublik als erstes Land einen Rover auf die erdabgewandte Seite des Mondes. Im April 2019 kündigte die chinesische Raumfahrtbehörde an, im Laufe der kommenden zehn Jahre eine Mondstation am Südpol des Mondes zu errichten. Schon dieses Jahr gelang der Volksrepublik eine Mars-Mission. Das Land hat Milliardensummen in sein Raumfahrtprogramm gesteckt.

… doch die Konkurrenz schläft nicht

Russland hatte zuletzt mitgeteilt, sich an einer von den USA geplanten Raumstationen am Mond nicht beteiligen zu wollen, sondern sein eigenes Programm zu verfolgen. Nach Angaben Rogosins soll es von 2028 an bemannte Missionen zum Mond geben. Sein Monopol für bemannte Flüge zur ISS hat Russland allerdings verloren, nachdem das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX erstmals Astronauten zur der Raumstation gebracht hatte.

Das internationale Interesse am Mond ist in den vergangenen Jahren wieder stark gewachsen. Auch Länder wie Indien und Israel starteten unbemannte Mond-Missionen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will spätestens 2024 wieder Astronauten zum Mond schicken. Nach Angaben Rogosins soll es von 2028 an bemannte Missionen zum Mond geben.

(jz/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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