458.000 Menschen arbeitslos

Im März blieb die Arbeitslosigkeit hoch. 458.000 Menschen suchten einen Job. Im Februar waren es jedoch noch mehr gewesen.

Wien, 01. April 2021 | Die Arbeitslosenzahlen sind im März zwar gesunken, aber weiter auf hohem Niveau. Die Corona-Lockdowns und der Ausfall der Wintersaison belasten den Arbeitsmarkt. Ende März waren 457.817 Personen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung, das sind um 51.106 weniger als vergangenen Februar und um 104.705 weniger als im März 2020. Vor einem Jahr befand sich Österreich im ersten harten Lockdown. Viele Menschen verloren ihren Job und die Arbeitslosigkeit schoss nach oben.

Zum Vergleich: Vor der Krise waren im März 2019 rund 369.000 Personen arbeitslos oder in AMS-Schulungen. Im Zweijahresvergleich sind die Arbeitslosenzahlen also noch um rund 89.000 höher.

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) sieht einen “konstant positiven Trend” am Arbeitsmarkt. “Insgesamt wirken noch die Öffnungsschritte im Handel und in den körpernahen Dienstleistungen, ebenso wie saisontypische Arbeitsaufnahmen vor allem im Bausektor”, so Kocher am Donnerstag in einer Aussendung. Mit der Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende Juni hätten Betriebe auch Planungssicherheit bis in den Sommer. Ende März waren noch rund 486.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt hat das Arbeitsmarktservice (AMS) bisher rund 7,1 Mrd. Euro für die Corona-Kurzarbeit ausgezahlt.

Momentum: Erhöhung des Arbeitslosengeldes würde Konsum akurbeln

SPÖ und FPÖ sowie der Gewerkschaftsbund fordern eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf eine Nettoersatzrate von derzeit 55 auf 70 Prozent. Laut Berechnungen des gewerkschaftsnahen Momentum Insituts würde dieser Erhöhung jährlich rund eine Milliarde Euro kosten. Das Geld würde laut Momentum 1:1 in den Konsum fließen. Die Türkisgrüne Bundesregierung lehnt eine Erhöhung des Arbeitslosengelden ab. Arbeitsminsiter Kocher bevorzugt ein degressives Modell, bei dem das Arbeitlosengeld mit der Bezugszeit sinkt.

(red/APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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