Sonntag, Juli 14, 2024

Apotheken wollen impfen

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Österreichs Apotheken wollen bei der Coronaimpfung helfen. Die Ärztekammer bremst. 93 Prozent der verfügbaren Impfdosen wurden bisher verabreicht.

Wien, 19. April 2021 | “Würden Sie Ihr KfZ-Service an der Tankstelle machen lassen?” So reagierte Ärztekammer-Funktionär Edgar Wutscher auf den Vorschlag, Corona-Impfungen in Apotheken verabreichen zu lassen.

Die Apotheken boten sich wiederholt für flächendeckende Corona-Impfungen an. Man stehe “sofort parat”, um die Schlagzahl der Impfungen zu erhöhen, so Apothekerkammer-Präsidentin Mursch-Edlmayr. Ob diese Angebot angenommen würde, sei eine politische Entscheidung. Dass die Apotheken das können, hätten sie schon bei den Corona-Schnelltests bewiesen. In Ländern, wo auch in Apotheken geimpft werde, sei die Durchimpfungsrate höher, sagt Mursch-Edlmayr zum Einwand der Ärzte, die eine Ausweitung der Impfkampagne ablehnen.

In den USA spielen Feuerwehren und Rettungssanitäter eine wesentliche Rolle bei den jährlichen Grippeimpfungen. Sanitäter impfen überall in den USA auch gegen das Coronavirus. 17 Bundesstaaten erteilten dafür eine zeitweilige Erlaubnis.

Bald 10.000 Todesopfer

2.011 Menschen befinden sich wegen einer Covid 19-Erkrankung in Spitalsbehandlung, 546 davon auf Intensivstationen (Stand Sonntag). Insgesamt starben in Österreich bisher 9.898 Menschen am Virus.

Inzwischen haben 20 % der Österreicher zumindest eine Teilimpfung erhalten. Voll immunisiert sind aber erst 8 Prozent. Die verfügbaren Dosen wurden großteils verimpft. 93 Prozent der nach Österreich gelieferten Impfdosen gegen das Coronavirus seien schon verabreicht worden, wie das Europäische Zentrum für Prävention ECDC mitteilte: Mehr als 2,5 Mio Einheiten wurden geliefert, davon 2,3 Mio verimpft.

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging aus Daten der US-Universität Johns Hopkins hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Todesfälle binnen drei Monaten von zwei auf drei Millionen an. Weltweit gab es bisher mehr als 140 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen bei Todesfällen und Erkrankungen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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