Rabensteiner

Montag

Rabensteiner ist deprimiert. Helfen Sie ihm! Lesen Sie seinen Text über den Montag und erhalten Sie einen wertvollen Tipp zur Corona-Prävention – Faßmann-Style.

WIen, 04. Dezember 2021 | Ich bin noch immer wie gelähmt wegen des Rücktritts von Sebastian Kurz. Was soll nur aus uns werden? Eigentlich wollte ich jetzt eine Lobeshymne über ihn schreiben, quasi eine Ode an meinen Kanzler. Jawohl, meinen Kanzler. Und auch nicht Ex-Kanzler. Für mich ist er nach wie vor im Amt. Aber ich kann nicht. Meine Hände zittern. Es tut einfach zu weh. Ich muss mich mit anderen Themen ablenken, in der Hoffnung, dass der Schmerz eines Tages nachlässt.

Warum trägt Donald Duck keine Hose? Ist er im Home Office?

Es gibt viele Faktoren, die unser Leben beeinflussen. Zu einem bestimmten Teil sind es die Gene. Eine deutlich größere Rolle spielen Umwelteinflüsse, die im Laufe der Zeit auf uns einströmen: Menschen, die uns enttäuschen. Zum Beispiel die Grünen. Thomas Stelzer und Wilfried Haslauer. Oder Koryphäen, denen wir nacheifern. Wie Andreas Hanger oder Herbert Kickl. Dazu kommen prägende Erfahrungen und angeeignetes Wissen sowie die großen Fragen der Menschheitsgeschichte. Warum trägt Donald Duck keine Hose? Aber hat auch der Wochentag, an dem wir geboren wurden, Einfluss auf unsere Persönlichkeit? Scheinbar ja. Denn gewisse Eigenschaften einen tatsächlich jene Menschen, die am gleichen Wochentag geboren wurden. Es lohnt sich insbesondere den Montag näher zu betrachten. Diese berühmten Menschen, allesamt Größen ihrer Zunft und stellvertretend für viele andere, wurden an einem Montag geboren:

Jodie Foster, Hildegard Knef, Sophie Scholl, Indira Gandhi, Katharina die Große, Agatha Christie, Königin Victoria, Bill Clinton, Mick Jagger, Fritz Rabensteiner, Michail Gorbatschow, Othmar Wicke, Loriot, Peter Westenthaler, Winston Churchill, Walter Meischberger, Helmut Schmidt, Robert Koch, Ludwig van Beethoven, Ronald Reagan, Sean Connery, Inge Meysel, Sharon Stone, Roy Black, Curd Jürgens, Michael Douglas, Greta Garbo, Bibi Blocksberg.

Der gefühlsechteste Wochentag

Der Montag wurde von den Germanen dem Mond zugeordnet und galt in der Antike als „Tag der Mondgöttin“. Da der Mond für viel Gefühl steht, ist auch bei den Montagskindern viel Gefühl im Spiel. Sie gelten als idealistisch und engagiert und stehen gern für ihre Sache ein. Der Montag eignet sich hervorragend für einen Neuanfang. Er steht für Aufbruch, innere Reinigung und Versöhnung. Montagskinder stecken sich daher hohe Ziele, haben einen großen Anspruch an sich selbst und andere und treiben die Dinge gern voran. Die hohen Ansprüche an sich selbst beziehen sich auch auf den Kontostand und den eigenen Lohnzettel. Sie werden in der Regel auch im Alter auf ein finanzielles und materielles Polster zurückgreifen können, mit dem es sich gut leben lässt. Diese Menschen verfügen also über viele positive Eigenschaften.

Bei den oben genannten Personen ist es gottgewollt, aber oft ist der Montag auch nur ein beschissener Wochentag, an dem schon morgens alles schief geht. Man verliert beim Zähneputzen eine Plombe und steht dabei mit einem Fuß im Katzenklo. Man muss die Unterhose wenden, weil sich keine frische mehr findet. Es ist kein Kaffee mehr da. Nur noch Eduscho. Das Baby fällt vom Wickeltisch. Man schickt dem Chef eine SMS mit „Komme nach“ und die Autokorrektur macht „Komme nackt“ daraus. Und im Büro trifft man jene Leute wieder, die man das ganze Wochenende über nicht vermisst hat. Dann fühlt man sich wie das erste zu Beginn der neuen Arbeitswoche hergestellte Exemplar, bei dem die Arbeitsabläufe noch nicht wieder ihre gewohnte Routine haben, sodass die Genauigkeit der Arbeit leidet. Das klassische Montagsstück. Das bedeutet aber auch 24 Stunden Slapstick und beste Unterhaltung für das Publikum.

Wahrscheinlich wurden gerade deshalb drei der berühmtesten Komiker an einem Montag geboren:

Stan Laurel

Oliver Hardy

Günther Platter

Corona-Pro-Tipp zum Advent

Zum Schluss noch ein Tipp: Öffnen sie bereits jetzt alle Fensterchen ihres Adventskalenders. Stoßlüften wegen Corona.

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Titelbild: ZackZack/ow

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5 Kommentare
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Geschobelt
5. 12. 2021 16:52

Man darf gespannt sein. wenn sie ihre Depression nach den nächsten Werktagen wieder ablegen werden und im Amanda Gorman-Style über Samstagskinder schreiben werden.

Da wären dann Faßmann, neben Gorman über Plakolm wohl die Größen ihrer Zunft!
Plakolm auf der gleichen Ebene von Westenthaler und Meischberger.

Seit ihren geschätzten Zeilen mußte ich feststellen daß auch ich mich unter den Montagskindern finde. Unter den genannten erfreue ich mich jedenfalls nur an Sharon Stone!

Zuletzt bearbeitet 5 Monate zuvor von Geschobelt
Christoph
4. 12. 2021 17:43

Göttlich wie immer, vor allem der letzte Absatz. Ich denke die gesamten Türkisen sind vom Wickeltisch gefallen.

“Der Amateur jammert über den Montag, der Profi über die ganze Woche.”
Dies ist ein Zitat, weiß allerdings nicht mehr von wem.

Zuletzt bearbeitet 5 Monate zuvor von Christoph
Dealer
4. 12. 2021 14:34

Günther Platter als Komiker zu bezeichnen umf dabei auch noch durch Gemeinsamkeiten auf die gleiche Ebene von Stan und Oli zu stellen, fand ich an ihrem Beitrag am besten und komisch gelungsten

KarinLindorfer
4. 12. 2021 12:55

Deshalb arbeite ich Montags nie.

hagerhard
4. 12. 2021 9:12

mit montagen hab ich nicht wirklich viel am hut.
und ausserdem fällt mir da immer die montagsdiät ein.
kennts ihr die?

https://www.hagerhard.at/sunst-no-wos/2019/01/die-montagsdiaet/