Widerruf Benko

Einreise nach Australien

Djokovic argumentiert mit Corona-Infektion

Novak Djokovic war laut seinen Anwälten während seiner Infektion symptomlos. Das positive Testergebnis vom 16. Dezember soll nun die Wende bringen und dem Weltranglisten-Ersten doch noch die Teilnahme an den Australien Open ermöglichen. 

Wien, 8. Jänner 2022 | Der Fall der Verweigerung der Einreise von Novak Djokovic nach Australien ist um eine Dimension reicher. In einer gerichtlichen Eingabe vom Samstag führten die Anwälte des serbischen Tennisstars eine Covid-19-Infektion im Dezember ins Treffen. Der Weltranglisten-Erste soll demnach von einer Impfung befreit gewesen sein. Er habe jedenfalls über eine schriftliche Genehmigung der australischen Einwanderungsbehörde verfügt, bevor er in das Land reiste, lautet die Argumentation.

Anhörung am Montag

Der offensichtlich nicht gegen Covid-19 geimpfte Djokovic befindet sich nach seinem Visums-Entzug bei der Einreise in Melbourne in einem Hotel für Ausreisepflichtige. Am Montag soll eine gerichtliche Anhörung stattfinden. Seine Anwälte legten in dem Gerichtsakt ein Dokument vor, das einen positiven PCR-Test vom 16. Dezember belegen soll. Am 17. Dezember hatte Djokovic in den Sozialen Netzwerken allerdings Bilder gepostet, die ihn bei der Präsentation einer serbischen Sonderbriefmarke für ihn zeigen.

Die Infektion im Dezember soll laut Angaben seiner Anwälte symptomlos verlaufen sein. Es wäre bereits Djokovic’ zweite mit Covid-19. Der Serbe war bereits während seiner heftig kritisierten Adria Tour im Juni 2020, an der auch der Österreicher Dominic Thiem teilgenommen hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damals hatte Djokovic das Ergebnis selbst publik gemacht. Warum das diesmal nicht der Fall war, ist unklar.

Infektion Grundlage für Ausnahme

Die neuerliche Infektion soll aber die Grundlage für die medizinische Ausnahmegenehmigung darstellen, mit der Djokovic an den am 17. Jänner beginnenden Australian Open teilnehmen will. Eigentlich ist dafür eine Impfung vorgeschrieben. Djokovic, ein ausgesprochener Kritiker der Impfpflicht, hatte vor seinem Abflug nach Melbourne in den Sozialen Medien aber von einer Ausnahmeregelung für ihn berichtet. Seinen eigenen Impfstatus hat er nie offengelegt.

Wegen offenbar mangelhafter Dokumente entzogen die australischen Behörden Djokovic bei der Einreise aber das Visum. Diese Annullierung bekämpft der Tennisstar vor Gericht. Seine Anwälte fordern, dass Djokovic ehestmöglich das Quarantäne-Hotel verlassen darf, um sich auf die Australian Open vorbereiten zu können. Der 34-Jährige hofft in Melbourne auf seinen insgesamt 21. Grand-Slam-Turniersieg. Er wäre damit vor Roger Federer und Rafael Nadal alleiniger Rekordhalter.

Proteste für Djokovic

Vor seinem Hotel im Stadtteil Carlton hatten sich in den vergangenen Tagen immer wieder Djokovic-Anhänger eingefunden, um ihre Unterstützung auszudrücken. Die tschechische Doppelspezialistin Renata Voracova, der ebenfalls das Visum entzogen wurde, schilderte die Bedingungen dort so: Es gebe Wachen am Gang, die Zimmerfenster müssen geschlossen bleiben. “Man muss sich melden, alles ist rationiert”, sagte Voracova dem tschechischen Portal idnes.cz. “Ich fühle mich ein bisschen wie im Gefängnis.”

Voracova gab an, wegen einer Covid-19-Infektion, die sie vor Weihnachten durchgemacht hatte, über eine Ausnahmegenehmigung für Australien verfügt zu haben. Ihr Visum wurde aber wie jenes von Djokovic annulliert. Im Gegensatz zum Serben hat die Tschechin dagegen keinen Einspruch erhoben. Sie habe sich “ein bisschen wie in einem Action-Film gefühlt”, sagte die 38-Jährige. Nun wartet sie im Quarantäne-Hotel auf ihre Ausreise.

(apa/bp)

Titelbild: APA Picturedesk

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15 Kommentare
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8. 01. 2022 13:27

Das „Problem“ eines einzelnen Sportlers schlägt Wellen bis zur Staatsspitze. Einmal mehr wird „dem Volk“ vor Augen geführt, dass ihnen allen Unrecht geschieht. Sei es in der Abwehr einer „anderer“ Religion wie im Beispiel Kosovo zu sehen war/ist, sei es in der Absicht Bosnien-Herzegovina neu ordnen zu wollen. Eine grossartige Inszenierung, die den nationalstaatlichen Absichten gelegen kommt. Alles ein Zufall? Leider nein. Liesse man „die Kirche im Dorf“ wäre die Teilnahme oder Nichtteilnahme eines einzelnen Sportlers an einem Turnier kaum der Rede wert. So aber steht Einer pars pro toto, grossartig instrumentalisiert. Dabei sollte uns der Sportler weniger beschäftigen als die Inszenierung seines Herkunftslandes.

9. 01. 2022 18:51
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Erinnert ein wenig an den Ausschluss vom Karl Schranz in Japan damals.

0ID
8. 01. 2022 12:50

Das sind Reminiszenzen an die grossSerbischen Manieren.

8. 01. 2022 12:34

Dieses Spektakel führt vieles ad absurdum. Lasst ihn einreisen! Dann nämlich offenbaren sich so ziemlich die Erklärungsversuche der Regierenden. Und einmal mehr erfährt die Gesellschaft: Geld regiert die Welt. Wie schäbig!
Nachsatz: eine etwaige Ungleichbehandlung mit der australischen Bevölkerung ist stossend.

Zuletzt bearbeitet 8 Monate zuvor von Huabngast
8. 01. 2022 11:37

1. Wenn man eine “Infektion” asymptomatisch durchlebt, dann ist man immun, denn dann war man es schon vorher, ansonsten ja nicht asymptomatisch. Ergo ist man kein Teilnehmer der “Pandemie” mehr.

2. Braucht es nicht mehr. Siehe 1.

3. Punkt.

Reine Schikane. Wozu muss sich wer “impfen”, dessen Körper damit keinerlei Probleme hat? Seit wann darf eine medizinische Behandlung erzwungen werden, die so offensichtlich nicht nötig ist weil nicht krank und auch keine Gefahr?

Können Menschen bitte endlich wieder beginnen zu denken, und Jahrhunderte alte Regeln und Erkenntnisse der Medizin wieder zur Basis ihres Handelns machen? Anstatt dauernd ein Trugbild vor sich herzutragen, das nichts anderes bewirken soll als das peinliche Scheitern zu verbergen, das man mit immer neuen Lügen/Maßnahmen zudeckt.

Die politische Kaste muss wieder lernen, was “NEIN” bedeutet!

8. 01. 2022 12:33
Antworte auf 

Das ist falsch. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus erzeugt keine bleibende Immunität. Das ist Unsinn. Sobald die gebildeten Antikörper zu wenig sind können sie sich wieder anstecken. Ein Freund von mir hat sich 2020 ohne Symptome angesteckt und 2021 wieder, beim zweiten Mal lag er mit neurologischen und grippeähnlichen Symptomen drei Wochen im Bett. Djokovic ist also sehr wohl ein Teilnehmer der Pandemie ob ihm das schmeckt oder nicht.

9. 01. 2022 5:03
Antworte auf 

Bruhaha….;))

Wenn’s ned ruhig schlafen können, dann tunken Sie Ihren Schnuller doch einfach in Schnaps. Das beruhigt.

Dealer
8. 01. 2022 15:47
Antworte auf 

Das sehe ich nicht so.
Eine T-Zellen Immunität soll mindestens 12 bis 17 Jahre, wenn nicht sogar lebenslang währen, wie mir auch mein Hausarzt erst vor Kurzem bestätigte.

Es erzeugt nicht nur eine bleibende Immunität sondern auch gegen zahlreiche Mutanten.
Warum man diese Fakten mit allen Mitteln bekämpfen will bleibt mir aber weiter schleierhaft, da ich mir den puren Neid dafür einfach nicht vorstellen will?

8. 01. 2022 16:32
Antworte auf  Dealer

Dann frage ich mich, warum sich die Leute dann immer wieder anstecken und bei der zweiten Infektion dann erst so richtig krank werden?

8. 01. 2022 17:16
Antworte auf 

Ich frage mich auch, warum sich Vollimmunisierte und Geboosterte anstecken.

9. 01. 2022 18:57
Antworte auf 

Man muss von der Sprechweise abgehen, dass ein positiver PCR Test einer Ansteckung oder Infektion gleichzusetzen sei. Diese Sprechweise, von Interessensgruppen absichtlich so eingeführt, bringt falsche Schlussfolgerungen hervor. Oder um einen unverdächtigen Zeugen sprechen zu lassen, zitiere ich den Christian Drosten (jedoch noch aus der Zeit als MERS das Thema war): “Der PCR ist so dermassen empfindlich, dass der auch positiv anzeigt, wenn nur einmal ein Virus an Ihnen vorbei gehuscht ist”. Den ebenfalls unverdächtigen Immunologen B. Stadler habe ich hier schon vor Tagen einmal zitiert, als er sagte, wer PCR + mit Infektion gleichsetzt, muss in die Weiterbildung.

10. 01. 2022 0:19
Antworte auf 

Die falsche Sprechweise besteht nicht nur bei der Gleichsetzung von positivem PCR-Test und Infektion. Sie besteht ebenfalls bei dem Wort Vollimmunisierung, wo es gar keine sterile Immunisierung gibt.

Davon abgesehen ist ganz “prominent” Frau Julya Rabinowich an C erkrankt, obwohl sie bestimmt vollimmunisiert und geboostert ist, nach ihren Wortmeldungen zu schließen. “Sicher und wirksam” schaut für mich anders aus.

„Kognitive Dissonanz“?

10. 01. 2022 0:31
Antworte auf  Re Mario

“…ein Großteil der weltweiten Bevölkerung entweder durch die Erkrankung selbst oder durch eine Impfung einen Immunschutz aufgebaut hat. Deshalb nehmen wir an, dass die COVID-19-Impfungen während der Pandemie regelmäßig überprüft und wenn nötig angepasst werden müssen. Sobald sich die Situation stabilisiert hat, werden die Impfungen aber voraussichtlich länger nutzbar sein.“

Die Bevölkerung hat aber durch die “Impfung” keinen Immunschutz aufgebaut und kann es auch nicht, da diese “Impfung” keine sterile Immunität hervorruft.
Außerdem wurde diese “Impfung” bisher noch nie an neue Mutationen angepasst. Es ist also eine “Impfung” gegen ein Virus, das es gar nicht mehr gibt.

Unbekannt
10. 01. 2022 10:52
Antworte auf 

Keine “Impfung gegen ein Virus”, sondern ein Therapieversuch, eine Abwehr gegen wenige Gensequenzen eines einzigen Proteins eines Virus zu erzeugen. Da braucht man kein Immunologe zu sein, um zu sehen, dass das von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Dazu kommen die verheerenden Auswirkungen auf das Immunsystem, wenn dieses über Monate und Jahre, völlig unnatürlich, mit dem selben Müll bombardiert wird.