Freitag, Februar 23, 2024

Australian Open: Das sagt Djokovic über Nadal-Triumph

Australian Open

Rafael Nadal nutzte die Abwesenheit von Novak Djokovic beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne, um sich zum alleinigen Rekordhalter zu krönen. Der “Djoker”, der wegen seines Impfstatus nicht teilnehmen durfte, äußerte sich nun zum Sieg seines spanischen Konkurrenten.

Melbourne, 31. Jänner 2022 | Die beiden Tennis-Stars hätten sich den Sieg bei den Australian Open in Melbourne wohl untereinander ausgemacht. Der Triumph von Nadal am Sonntag – er rang den Russen Daniil Medwedew in einem Final-Krimi in fünf Sätzen nieder – ist für Novak Djokovic nun doppelt bitter. Der Serbe, der Australien nach der Einreise-Debatte bereits vor dem Turnier wieder verlassen musste, konnte nur dabei zusehen, wie Nadal sich zum Tennis-König krönte.

Djokovic: “Eine unglaubliche Leistung”

So hält der Spanier, der in einigen  Medien bereits als “der beste aller Zeiten” gefeiert wird, nun bei 21 Grand-Slam-Siegen, und liegt damit vor Djokovic und Federer (beide 20 Siege) alleine an der Spitze. Djokovic, der allem Anschein nach nicht gegen Corona geimpft ist und daher aus Australien abgeschoben wurde, muss noch dazu Platz eins auf der ATP-Weltrangliste an Medwedew abgeben, obwohl dieser im Finale eine Niederlage einstecken musste.

Trotz allem fiel seine Reaktion am Sonntag fair aus. Auf seinen Social Media-Kanälen gratuliert er sowohl der Siegerin bei den Damen, Ashleigh Barty, als auch Nadal zum jeweiligen Triumph in Melbourne. “Gratuliere Rafael Nadal für deinen 21. Grand Slam. Eine unglaubliche Leistung. Wie immer großer Kampfgeist. Daniil Medwedew hat alles gegeben, mit jener Leidenschaft, die wir von ihm kennen.”

“Djoker”-Comeback in Dubai

Djokovic wird sein Comeback Mitte Februar beim Turnier in Dubai geben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten reicht in der Regel ein negativer PCR-Test. Schwer werden wird es für ihn hingegen bei den restlichen Grand-Slam-Turnieren in London, Paris und New York anzutreten. Die Veranstalter ließen zuletzt ausrichten, dass eine Teilnahme künftig nur noch geimpft oder genesen möglich sein werde.

(mst)

Titelbild: APA Picturedesk

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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11 Kommentare

  1. Den größten Tennisspieler der Neuzeit, (obwohl man mit solchen Superlativen immer vorsichtig sein sollte) würden ich und ein Großteil der Fachwelt, wohl mit Roger Federer benennen. Nicht nur seine ungezählten Erfolge, sondern vor allem sein Spielstil und seine menschlich faire Art und Weise, mit seinen Gegnern umzugehen, (waren) sind einzigartig.
    Überall auf der Welt war er der Publikumsmagnet und gleichzeitig Publikumsliebling, weil es nie Skandale des großen Sportsmannes, in und außerhalb des Tenniscourts gab.
    Leider spielt die Zeit gegen ihn…
    Es muss heller werden Österreich!

  2. Djokovic zeigt noch charakterliche Grösse, obwohl man ihn die Politiker von der Teilnahme am Turnier ausgeschlossen haben. Er zeigt keinen Neid, er freut sich für Nadal. Das ist Stärke.

    • ich würde es heuchelei nennen, es wird nicht kange dauern und die serbischen nationalisten inkl seiner familie werden darüber herziehen. Djoko ist definintiv KEIN vorbild, maximal für Coronaleugner und impfverweigerer

  3. Es stellt sich für viele Tennisfans die Frage: kann jemand wie Djokovic, der neben seinen unbestrittenen Qualitäten und zählbaren Erfolgen als Tennisspieler, als Handlanger von Nationalisten fungiert und versucht mit verhaltensauffälligen Regelauslegungen Auflagen zu umgehen je the „Greates Of All Time“ und somit Vorbild und Idol für viele junge Tennisspieler*innen werden?

    Vergleiche mit Federer, Nadal, aber auch „Allzeitgrössen“ wie Rod Laver und Pete Sampras werden gezogen.

    Darf – kann – soll – muss man das „Lebenswerk“ eines Sportlers, einer Sportlerin von der Persönlichkeit und dem Tun abseits des Courts trennen?

    Eine Frage, die selbstverständlich nicht nur für Tennis und nicht nur für Sport gilt.

    https://www.hagerhard.at/blog/2022/01/die-affaere-d/

    • Na ja zum Vorbild für die Corona Schwurbel Community hat er es auf alle Fälle geschafft. Ob er darauf stolz sein sollte bezweifle ich. Eines kann man aber mit Sicherheit sagen, jemand der in der Öffentlichkeit steht trägt Verantwortung was seine Außenwirkung betrifft. Und dieser Verantwortung wurde D. meiner Meinung nach nicht gerecht.

  4. Man sollte in diesem Fall den Sieger in den Mittelpunkt stellen und nicht den, der am meisten Wirbel veranstaltet hat. Ein Artikel über Nadal wäre an dieser Stelle angemessener gewesen.

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