Ermittlungen gegen deutsche Grünen-Spitze

Habeck verspricht Kooperation

Die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Spitze der deutschen Grünen werden dem Co-Parteichef Robert Habeck zufolge schnell über die Bühne gehen. “Wir kooperieren vollumfänglich”, sagte der neue Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister am Donnerstag in München.

Wien, 20. Dezember 2022 | “Es wird sich jetzt alles sehr schnell aufklären”, so Habeck. Die Vorgänge seien bereits vergangenes Jahr im Wahlkampf thematisiert worden – “mehrfach politisch durchgenudelt”.

1.500 Euro Corona-Sonderzahlungen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die sechs Mitglieder des Bundesvorstands, darunter auch Außenministerin Annalena Baerbock, wegen Corona-Sonderzahlungen in Höhe von 1.500 Euro, wie der “Spiegel” am Mittwoch zuerst berichtete. Die Behörde gehe dem Anfangsverdacht nach, dass es sich bei den Sonderzahlungen des Bundesvorstands an sich selbst um Untreue zum Nachteil der eigenen Partei gehandelt habe. Den Anstoß dafür hätten Strafanzeigen von Privatpersonen gegeben, die sich auf Presseberichte stützten.

Nebeneinkünfte nicht deklariert

“Die Staatsanwaltschaft muss, um diesen Sachverhalt aufzuklären, diese Vorermittlungen einleiten”, sagte Habeck. “Die Corona-Boni sind längst zurückgezahlt.” Jetzt werde der Vorgang noch einmal von der Staatsanwaltschaft durchleuchtet. “Und dann, denke ich, wird das Kapitel auch endgültig abgeschlossen.”

Die Corona-Zulagen waren vergangenes Jahr bekanntgeworden. Damals machte Co-Parteichefin Baerbock Schlagzeilen, weil sie es versäumt hatte, Sonderzahlungen der Partei beim Bundestag als Nebeneinkünfte zu deklarieren. Der Fehler war nach Angaben der Grünen in den eigenen Reihen im März aufgefallen. Baerbock meldete die Einkünfte daraufhin nach. Publik wurde dies aber erst im Mai 2021, als Baerbock bereits als Kanzlerkandidatin nominiert worden war. Im Bundestagswahlkampf erwiesen sich die Negativ-Schlagzeilen wie auch Ungenauigkeiten im Lebenslauf von Baerbock als schweres Handicap.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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5 Kommentare
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fredtimmi
21. 01. 2022 20:14

Also Minister muss einer der leichtesten Jobs sein die es gibt. Die Frau hat null Ausbildung und noch weniger Ahnung. Die könnte auch bei unseren Grünen eine Führungsrolle spielen.

fredtimmi
21. 01. 2022 20:13

Das sind vielleicht Pfeifen! Traurig was aus Deutschland wird. Na ja ohne Ausbildung kann man halt nix. Ist ja bereits in Österreich oftmals bewiesen. Nur Partei bringt ja nciht Hirn mit!

Toni
20. 01. 2022 15:44

Baerbock hat ja schon einmal die Meldung der Nebeneinkünfte in Höhe von 30’000 Euro “vergessen”. Ob jemand mit so schlechtem Gedächtnis (erinnert an Kurz’ Gedächtnis im U-Ausschuss) für den Posten der Aussenministerin geeignet ist? Hoffentlich vergisst sie nicht, was sie mit Lawrow besprochen hat.

20. 01. 2022 12:33

Hat Pfizer nicht genug gezahlt, dass das auch noch notwendig ist?

Toni
20. 01. 2022 15:47
Antworte auf 

Rekordspende an die Grünnen aus Deutschland kam vom Softwarekonzern SAP. 1 glatte Million Teuros. Daher haben sie es mit der Digitalisierung plötzlich so eilig =))
Früher waren die Grünis immer vehement gegen solche Riesenspenden, das war, als noch die anderen diese Spenden erhielten. Es ist eben so, frei nach Marx, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.