Nächster Inflations-Hammer

Höchste Teuerungsrate seit 1976

Die Teuerung in Österreich hat sich weiter beschleunigt. Im Mai wurde die höchste Teuerungsrate seit April 1976 erreicht. Gegenüber dem Vormonat stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,8 Prozent.

Wien, 17. Juni 2022 | Im Mai lag die Inflationsrate laut Statistik Austria bei 7,7 Prozent – nach 7,2 Prozent im April. “Erste Schätzungen des Mai Wertes hatte noch einen Anstieg der Verbraucherpreise von 8,0 Prozent erwarten lassen, der durch die Reduktion der Energieabgaben auf Strom und Gas nun geringer ausgefallen ist”, wird Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Aussendung zitiert.

Die steuerliche Entlastung wirkte sich laut der Statistikbehörde stärker bei den Strom- als bei den Gaspreisen aus. Bei letzteren lag die Teuerungsrate im Mai bei 72,4 Prozent, Strom verbilligte sich sogar um leichte 0,1 Prozent. Beim Heizöl ist die Inflation mit plus 97,8 Prozent weiter hoch, im Vergleich zum April (+100,4 Prozent) beruhigte sich die Dynamik aber etwas. Fernwärme war im Mai 16,5 Prozent teuerer als noch ein Jahr zuvor. Allgemein ließ der Preisdruck bei der Haushaltsenergie etwas nach. Im Mai lag die entsprechende Inflationsrate bei 25,4 Prozent nach 28,8 Prozent im April.

Treibstoff als Preistreiber

Die Kosten für Verkehr legten im Schnitt 19,1 Prozent zu. Dominanter Preistreiber waren hier die Treibstoffpreise, die um 50,5 Prozent stiegen. Flugtickets wurden im Jahresvergleich 57,3 Prozent teurer. Deutlich teurer wurden auch gebrauchte Kraftwagen (+24,4 Prozent), etwas geringer war die Teuerung bei neuen Kraftwagen (+7,8 Prozent).

Bei Nahrungsmitteln stiegen die Preise um 8,8 Prozent an. Die Preise für Gemüse legten um 12,5 Prozent zu. Fleisch wurde 11,3 Prozent teuerer, Brot und Getreideerzeugnisse 8,6 Prozent teuerer.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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38 Kommentare
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Sig
17. 06. 2022 22:17

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/ezb-in-der-zwickmuehle-das-ende-des-euro-wird-immer-wahrscheinlicher_H374253543_107967293/

Mit anderen Worten: Es handelt sich um eine Form der Enteignung, und wir lassen es uns gefallen.

Friede
17. 06. 2022 21:29

Leute, alle Experten sind sich einig… Es ist keine Verbesserung in Sicht, sondern eine Verschärfung der Lage bzgl. der Inflation.

Wir brauchen eine Regierung, die mutig genug ist Preisdeckelungen umzusetzen!

Wir brauchen eine Bundesregierung, die unsere Medien ordentlich arbeiten lässt!

Wir brauchen eine Bundesregierung, die die Zustimmung der Bevölkerung hat, denn nur so kann sie verfassungskonform agieren!

Die ÖVP hat die Wahlen mit Betrug bei den Wahlkampfkosten gewonnen!

Wir brauchen Neuwahlen!!!

Sig
17. 06. 2022 21:11

“NEUWAHLEN!!!”

rhizomatic
18. 06. 2022 4:57
Antworte auf  Sig

Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten!

Sig
18. 06. 2022 7:54
Antworte auf  rhizomatic

Bullshit….

18. 06. 2022 8:31
Antworte auf  Sig

Pleasure, bullshit.
So U changed ur name?

Toni
17. 06. 2022 20:54

Weit mehr noch als der Ukraine-Krieg und schon vorher haben die weltweiten “Massnahmen gegen die Pandemie” dazu geführt, dass die Wirtschaft sehr vieler Länder gegen die Wand gefahren wurde und z. T. noch wird, aktuell gerade besonders in China. Mit Blick auf Österreich muss man leider sagen, dass dafür nicht nur die desaströse Regierung verantwortlich ist, sondern auch die SPÖ und die NEOS, die diese wirtschaftsschädlichen und sinnlosen Massnahmen wie Lockdowns befürwortet haben und mitgetragen haben, allen voran Pam Rendi und Beate Meinl. Die sollen nun besser auch das Maul halten, die sind genauso mitschuldig. Wie auch alle prominenten Medien, allen voran der ORF. Sie alle haben kräftig mitgeholfen, die Wirtschaft zu ruinieren.

der Beobachter
17. 06. 2022 19:44

Wir stehen kurz vor dem Eintritt in die galoppierende Inflation, mit all ihren verheerenden Folgen für uns Pöbelianer. Hier wäre ein ordoliberales Agieren der politischen Akteure vonnöten. Ich befürchte fast, selbige werden nicht einmal die Begrifflichkeit kennen. Außerdem sind sie ja mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt- entschuldigen Sie bitte die Störung…
Gute Nacht Österreich!

Hubs
17. 06. 2022 18:35

Die größte Teuerungsrate war die Einführung des Teuros in Österreich. 40% versteckte Preissteigerung und seitdem jedes Jahr die steigenden Inflationszahlen. Und dann natürlich die “freie” Marktwirtschaft mit dem Spekulieren mit Lebensmitteln, Treibstoff, und,und, und.

maruh
17. 06. 2022 13:45

wird zeit sich einen entspannteren job zu suchen

weniger stunden arbeit dafür mehr freizeit
will ja gsund in die pensi kommen

hagerhard
17. 06. 2022 13:10

was regen wir uns auf?
wir haben ja jetzt ein “anti-teuerungs-paket”
da werden milch und honig fliessen.
fragt sich nur für wen.

https://www.hagerhard.at/blog/2022/06/return-to-sender/

plot_in
17. 06. 2022 11:34

Beim Wocheneinkauf habe ich eher 25% mehr. Was im Supermarkt vor einem Jahr 50 € ausmachte, macht jetzt 70 € aus. Beim Gemüsehändler am Markt habe ich zwischen 20 und 30 € bezahlt im Schnitt. Unter 40 € geht nichts mehr.

soschautsaus
17. 06. 2022 15:02
Antworte auf  plot_in

Mein Bauer, bei dem ich soweit wie möglich alles kaufe, hat mir fast unter Tränen gesagt, es tut ihm so leid, er muß teurer werden, denn sonst legt er für seine Arbeit noch Geld drauf. Ist einer der Ab-Hof verkauft, was er nicht selber hat, verkauft er für andere Bauern mit und umgekehrt, also bei ihm z.b. Honig und ein paar Dinge, die er für andere mitverkauft. Er hat Angst, daß er Kunden verliert, und somit auch Angst, wie es weiter geht. Seine Kinder sind noch jung, aber er will alles für seine Kinder erhalten, weiß aber nicht wie. Und ja, ich zahle gerne mehr, aber natürlich spüre ich es auch in meiner Geldtasche, nur ich weiß, es ist ehrliche Ware, also zahle ich gerne etwas mehr. Wird aber sicher welche geben, die sagen, es tut mir leid, ich kann nicht und dann eben zum Disconter gehen. Jeder muß schauen, wie er über die Runden kommt, aber es wird viele kleine ehrliche Bauern sehr treffen. Wenn man schaut, es bleiben z.b. Erdbeeren auf den Feldern stehen, die man selber pflücken kann, weil es schon genug gibt, die sagen, ist Luxus, ist leider nicht drinnen.

Es wird noch schlimm werden, besonders für die, die es nie gelernt haben, aus nicht viel, doch was auf den Tisch zu bringen. Aber auch das kann man lernen, haben wir gelernt und klar, wir älteren tun uns etwas leichter, aber ich traue den jungen Menschen sehr wohl zu, daß die es auch lernen.

Jeder sieht, was er noch vor gar nicht langer Zeit für sein Geld bekommen hat und viele müssen leider sehr genau schauen, was geht sich aus und was nicht :(.

Und auch wenn viele schon nur mehr das Nötigste mit dem Auto fahren, weil es sich nicht mehr ausgeht, aber viele müssen fahren, an der Tankstelle trifft viele der Schlag und der alte Witz, mir doch egal, was es kostet, ich tanke sowieso nur um 20 €, war vielleicht mal witzig, ist aber leider zur Zeit bittere, traurige, Realität für viele.

Toni
17. 06. 2022 20:57
Antworte auf  soschautsaus

“Mein Bauer”, der jetzt nicht mehr mein Bauer ist, hat schon im Frühjahr 2020, zu Beginn der Pandemie, den Preis für die Eier gleich einmal um 20 % angehoben. Da war der Benzin noch billig und die ersten Massnahmen gerade mal angekündigt. Der hat sofort die Situation ausgenützt und die Preise angehoben. Wenn ich den jetzt jammern höre, sage ich ihm nur LMAA.

Hubs
17. 06. 2022 18:36
Antworte auf  soschautsaus

I brauch koane Bauern, i kaf di Milch beim MPreis. Sarc off.

Toni
17. 06. 2022 20:58
Antworte auf  Hubs

Und der Whisky kommt auch nicht aus der Ukraine, sondern aus Schottland.

baer
17. 06. 2022 10:08

Ich frage mich seit Jahren, warum Flugbenzin noch immer steuerlich begünstigt ist.

Toni
17. 06. 2022 20:34
Antworte auf  baer

Und was hat das mit der Inflation zu tun ?

accurate_pineapple
17. 06. 2022 10:46
Antworte auf  baer

Das frage ich mich schon lange. Wenn ein Zug Ticket von Sbg. nach Wien über € 50 kostet,
ein Flug von Sbg. nach Barcelona um € 30 zu haben ist, läuft etwas grundlegend falsch.

baer
17. 06. 2022 10:56
Antworte auf  accurate_pineapple

Vermutlich will man dadurch den Wirtschaftsfaktor Flugreisen und die damit verbundenen Billigjobs am Laufen halten. Sinn macht das aber keinen. Einerseits Strafzahlungen zu leisten (bisher lt. google 400 Mio.) für das Nichteinhalten der Klimaziele und andererseits dann noch Millionen an Steuergeld aufzuwenden für die Subventionen von Flugbenzin und Fluggesellschaften. Wärs wirklich so schlimm wenns einige der Fluggesellschaften nicht mehr gäbe und die Bevölkerung halt nicht mehr jährlich in den Urlaub fliegen könnte?

Zuletzt bearbeitet 14 Tage zuvor von baer
hubsidubsi
17. 06. 2022 11:21
Antworte auf  baer

Solche Vögel wie du taugen mir immer mehr. Wohlstandsprivilegierte geistig Minderprivilegierte die den Anderen vorschreiben wollen wie sie zu leben haben. Wenn es aber nicht nach dem Kopf der Wohlstandsverwahrlosten geht sofort „Faschismus“ schreien.

Hubs
17. 06. 2022 18:30
Antworte auf  hubsidubsi

Wie wir zu Leben haben und wie lange wir noch “Leben” dürfen, bestimmen andere.

hubsidubsi
17. 06. 2022 19:31
Antworte auf  Hubs

Naja, Sie sind ja anscheinend der Meinung, dass „die Bevölkerung halt nicht mehr jährlich in den Urlaub fliegen“ möge.
Dass es ein Skandal ist, dass Flugbenzin nicht besteuert wird entgegen dem selbsthergestellten Strom der Zuggesellschaften (ÖBB, DB etc. bezahlen Steuern für den selbst produzierten Strom aus eigenen Kraftwerken) ist ja vollkommen korrekt. Warum dann nicht fordern, das hierfür ebenfalls keine Steuern bezahlt werden, sondern den anderen deren Transportmittel-Wahl vermiesen?

plot_in
17. 06. 2022 11:29
Antworte auf  hubsidubsi

Unmotivierter persönlicher Angriff. Das ist im Verbrechermilieu vielleicht üblich, verhindert aber eine inhaltliche Auseinandersetzung, die für eine Demokratie essenziell ist.

hubsidubsi
17. 06. 2022 19:26
Antworte auf  plot_in

Wollen Sie mich hier als Verbrecher verleumden? Sie sollten in dieser Sache rasch zu einer Klarstellung kommen, sonst könnte es passieren, dass Sie Post vom Staatsanwalt ereilt.

rhizomatic
18. 06. 2022 5:05
Antworte auf  hubsidubsi

Ja sicher!
Wenn jemand sagt, dass
unmotivierte persönliche Angriffe im Verbrechermilieu vielleicht üblich sind, dann wird da auf jeden Fall der Staatsanwalt tätig.

Samui
17. 06. 2022 20:03
Antworte auf  hubsidubsi

😃😃😃sie belieben zu scherzen.Baer als ” solche Vögel” bezeichnen und dann mit dem Anwalt drohen.
Geht’s eh noch Du komischer Vogel?

hubsidubsi
18. 06. 2022 2:46
Antworte auf  Samui

Vogel mag ja gemeinhin gedeckt sein; „Verbrecher“ ist da schon von anderer Qualität. Aber das wird linkes Gesindel nie verstehen. Diese träumen von heißen Eislutschern und reden sich noch die grausamsten Verbrechen in der Geschichte schön.

rhizomatic
18. 06. 2022 5:06
Antworte auf  hubsidubsi

Gehen’S dann besser schlafen, Sie Vollidiot!

hubsidubsi
18. 06. 2022 9:31
Antworte auf  rhizomatic

Das ist eine astreine Beschimpfung – oder auch das Kleid der Dummen.

Zuletzt bearbeitet 14 Tage zuvor von hubsidubsi
rhizomatic
18. 06. 2022 11:54
Antworte auf  hubsidubsi

Lange hat das geistig minderprivilegierte, rechte Gesindel jetzt aber nicht geschlafen.

hubsidubsi
18. 06. 2022 18:41
Antworte auf  rhizomatic

Ui….. linksradikale (anti)Faschisten heute schon vor Mittag auf und die ersten Bier runtergestoßen 👏🏻

rhizomatic
18. 06. 2022 21:02
Antworte auf  hubsidubsi

Rülps!

nikita
18. 06. 2022 11:56
Antworte auf  rhizomatic

👍

ManFromEarth
17. 06. 2022 20:52
Antworte auf  Samui

Glaskinn, kennt man aus dem 700nm Haufen…

dieWahrheitistvielmehr..
17. 06. 2022 9:56

Ja , das passiert wenn die Rationalität der Ideologie weichen muss – vdLeyen, Lagarde. Vielleicht sollten wir beide Positionen mit Leuten besetzen, die die Füsse am Boden haben und nicht den Kopf im Hintern der transatlantischen Geopolitiker, vdLeyen.

Toni
17. 06. 2022 20:40

Diese Positionen werden schon lange vom Grosskapital besetzt. Zum einen von den weltgrössten Investmentbanken, allen voran Goldmann Sachs (Draghi, Barroso etc.), Macron ist die Sprechpuppe französischer Bankiers, vd Leyen kann man der Pharma und Chemiebranche zurechnen, über ihren Ehemann.

maruh
17. 06. 2022 14:08

hä?!