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Ausgerechnet:

Warum die Börse die Gasrechnung verteuert

Vor einem Jahrzehnt gestalteten die Europäer die Lieferverträge mit Gazprom neu. Heute bezahlen wir dafür – die neue Folge der wöchentlichen Momentum-Kolumne.

Oliver Picek

Wien, 02. Juli 2022 | Wir alle glauben die Geschichte zu kennen. Putins Angriff auf die Ukraine sowie seine Gaslieferpolitik habe den Gaspreis in die Höhe getrieben. Für Flüssiggas an der niederländischen Gasbörse ist jetzt fünf Mal so viel zu bezahlen wie noch im letzten Jahr. Das treibe indirekt auch den Preis, den die OMV an Gazprom für ihr Pipeline-Gas bezahlt. Als Auslöser des Preisanstiegs stimmt das freilich. Aber die Ursache dafür, dass Österreich bis zu fünfmal so viel zahlt, ist es nicht.

Wie könnte es auch? Österreich bezieht nicht einmal ein Zwanzigstel seines Gases vom Handel auf der Gasbörse in den Niederlanden. Die heimischen Firmen können auch gar keine großen Mengen an Flüssiggas kaufen. Erstens gibt es sie aktuell nicht. Zweitens können sie gar nicht hierher geliefert werden. Das Pipeline-Netz ist zu schlecht ausgebaut.

Russland und Österreich wiederum sind mittels Pipeline aneinander gekettet. Russland kann das für Österreich bestimmte Gas nicht in andere Weltregionen liefern, selbst wenn es wollte. Die Pipelines dafür gibt es auch nicht. Es stimmt also seltsam, dass Österreich den extremen Preisauftrieb mitmachen sollte. Und tatsächlich wäre der nicht so extrem ausgefallen, wäre nicht die „Marktgläubigkeit“ dazwischengekommen.

Wie die „Börse“ in den Liefervertrag kam und alles verteuerte

Traditionell hat sich der Preis für Gas am Ölpreis orientiert. Wäre das in den Lieferverträgen zwischen der OMV und Gazprom so geblieben, würde Österreich heute nicht einmal das Doppelte für den Großteil seiner Gasimporte bezahlen. Von Verfünffachung keine Rede. Doch ab 2010 kam die Idee des „Marktes“ dazwischen, die auf Initiative der Europäer in die Verlängerung des Liefervertrags hineingepresst wurde.

Ein Paradigmenwechsel. Jahrzehntelang war der Energiewirtschaft die Sicherheit der Versorgung des Landes das Wichtigste. Langfristig stabile Preise gehörten dazu. Nun war es damit vorbei. Kosteneffizienz löste Energiesicherheit als Dogma ab, der billigste Anbieter solle alles Gas liefern. Ein „Gasmarkt“ solle entstehen. Bei einem einzigen Lieferanten für Österreich, der 80 Prozent des (russischen) Gases liefert, eine völlig unsinnige Idee.

Der genaue Vertrag der OMV mit Gazprom wird zwar geheim gehalten, doch ist klar, dass er sich heute am Gaspreis an der Börse orientiert. Im Vergleich zum vorherigen System entsteht uns damit heuer ein Schaden in Milliardenhöhe. Das Geld geht direkt an Gazprom und landet somit in Putins Händen.

Klar ist: Wenn Putin das Gas komplett abdreht, ist das alles egal. Dann haben wir ganz andere Probleme. Aber trotzdem können wir aus dieser Episode für die Zukunft lernen: Vom blinden Vertrauen in den Markt, gar in Börsen, kann man nur abraten. Er ist nicht die beste Lösung für alles.

Wettbewerb am Markt kann zwar ausgezeichnet funktionieren. Bei Waschmaschinen-Herstellern, Eisverkäuferinnen, oder Autoproduzenten. Bei kritischer Infrastruktur hingegen sieht die Sache ganz anders aus. Dazu gehört die Energieversorgung des Landes mit Gas und Strom.

Die Devise muss sein: Zurück in die Zukunft. Aber mit dem bewährten Modell der Vergangenheit, nicht dem kaputten der Gegenwart. Langfristige Lieferverträge mit stabilen Preisen. Ganz ohne dem „manisch-depressiven“ Zick-Zack der Börsenkurse.

__________________________

Oliver Picek ist Chefökonom des Momentum Instituts. Er hat Volkswirtschaftslehre in Wien, Paris und New York studiert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Makroökonomie, sowie bei Fragen zu Arbeitsmarkt, Budget und Steuern.

Titelbild: ZackZack

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42 Kommentare
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Dealer
3. 07. 2022 12:12

Das Gas musste man früher meines Wissens sogar abfackeln, oder überhaupt in die Athmospähre entweichen?
Dann wurde es vermarktet ist meist aber ein Abfallsprodukt der Ölförderung und deshalb wohl ganz grundsätzlich schon ein “Bombengeschäft”. Jetzt nach diesen weiteren Preisexplosionen müssen hier zahlreiche Menschen an Reichtum wohl völlig explodieren?
Eine Liste der Sieger daraus mit den ersten 1.000 Namen würde mich zumindest sehr interessieren?

accurate_pineapple
3. 07. 2022 8:40

Der Markt und seine kaum kontrollierten “Regeln” – die heilige Kuh der ÖVP !

Feyerabend
3. 07. 2022 5:02

Gas und Ölpreise haben bereits 2021 stark zugelegt. Die Börse hat es schon damals goutiert. So war im Jahr 2021 der erfolgreichste Themenfond jener von Blackrock, der in Öl- und Gasproduzenten investiert hat. Im 2021 eine Performance von über 60 % (in Worten: sechzig Prozent). Lange vor dem Krieg.

maruh
3. 07. 2022 7:31
Antworte auf  Feyerabend
accurate_pineapple
3. 07. 2022 8:45
Antworte auf  maruh

Der größte, globale Vermögensverwalter. Alle Grauslichkeiten, die man sich vorstellen kann, findet man dort. Landgrabbing, Umweltverschmutzung, Waffen, Wohnungsnot…..
Schmutzige Aktien wurde auch schon mal beschrieben.
Da gab’s schon interessante Dokus.

Kritiker123
2. 07. 2022 22:21

Da bestätigt sich wieder die alte ÖVP Weisheit “Der Markt (und die Börse) regelt alles von selbst”.

Die nicht unwichtige Frage ist nur: Zu wessen Gunsten?

der Beobachter
2. 07. 2022 22:02

Die Lösung für uns Pöbelianer läge in der konsequenten Ausübung einer ordoliberalen Wirtschaftspolitik. Der Ordo-Gedanke entstammt als einer der höchsten Symbolwerte der scholastischen Metaphysik.
Adam Smith (Begründer der klassischen Nationalökonomie) hat den Ordo-Gedanken aufgegriffen. Er sah eine natürliche Ordnung, in der Einzelinteressen und das Interesse der Gesellschaft miteinander harmonieren, als vorgegeben an. Diese Idee von einer natürlichen Ordnung ist jedoch nicht als eine Ordnung zu verstehen, die sich von selbst einstellt, sondern als eine Ordnung, die bewusst gestaltet werden müsse.
Dieses Konzept steht für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, in der ein durch den Staat geschaffener Ordnungsrahmen den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger auf dem Markt gewährleisten soll. Es gilt als wirtschaftstheoretische Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft.
Walter Eucken (Begründer der Freiburger Schule des Ordoliberalismus) sieht

Dealer
3. 07. 2022 12:13
Antworte auf  der Beobachter

Schade dass es solche Wert und ihre Umsetzungsphilosphien nicht mehr gibt?
Wie wird wohl die RENDI das sehen?

der Beobachter
3. 07. 2022 15:36
Antworte auf  Dealer

Lieber Dealer, es gibt selbige ja, nur anwenden müsste man sie halt…
Auch deshalb muss es heller werden!

accurate_pineapple
3. 07. 2022 8:47
Antworte auf  der Beobachter

Danke für die Erklärung. Hab wieder was dazu gelernt.

der Beobachter
3. 07. 2022 15:37
Antworte auf  accurate_pineapple

Lieber accurate_pineapple, danke auch, sehr nett von Ihnen.
Es muss immer heller werden!

der Beobachter
2. 07. 2022 22:07
Antworte auf  der Beobachter

in einer politisch gesetzten Rahmenordnung, dem Ordo, die Grundlage für funktionierenden Wettbewerb. Aus dem Wirtschaftsprozess selbst könne und solle sich der Staat größtenteils heraushalten. Eucken brachte das Leitbild des Ordoliberalismus auf die Formel: Staatliche Planung der Formen – ja; staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsprozesses – nein. Ziel des Ordoliberalismus ist es, Sozialgedanken und Leistungsprinzip, Ordnungsauftrag und Dezentralismus miteinander auszusöhnen.
Bezeichnend, dass eine solch eminente Theorie die meiner Meinung nach umfassende Lösungsansätze bietet, nicht einmal diskutiert wird. Auch in der Medienlandschaft herrscht diesbezüglich Ebbe. Anscheinend ist Gerechtigkeit kein Thema mehr. So müssen wir uns wohl oder übel mit der bereits herrschenden neuen Normalität abfinden…
Gute Nacht Österreich!

accurate_pineapple
3. 07. 2022 8:53
Antworte auf  der Beobachter

Leider ist die schwarze Brut ein Anhänger des Neoliberalismus. So wie es scheint, auch die Grünen.
Das verträgt sich nicht mit Ordoliberalismus.
Ziel der Finanzindustrie:
“Das viele Geld am Fuße der Pyramide muss nach oben geholt werden ”
So oder so ähnlich war ein Spruch in einem Film (Wolf of the Wall street?)

der Beobachter
3. 07. 2022 15:40
Antworte auf  accurate_pineapple

Lieber accurate_pineapple, ich befürchte fast, dass unsere Hassinkompetenzkorruptionskoalitionsregierung eher dem Kleptokratismus frönt…
Es muss schleunigst heller werden!

Feyerabend
3. 07. 2022 4:57
Antworte auf  der Beobachter

Die Theorie Smiths lässt ausser Acht, dass Wirtschaft nicht nach Prinzipien abläuft, sondern durch Gewalt und Herrschaft bestimmt wird. Der Stärkere, der Mächtige, der Brutalere setzt sich durch, manchmal gegen den Staat, oft genug mit Hilfe des Staates. Wirtschaftsgeschichte ist die Geschichte von Gewalt, Mord, Raub und Unterdrückung. Smith selber hat das übrigens auch schon beklagt, v. a. im Hinblick darauf, wie seine Landsleute Indien ruiniert haben. Vgl.: Noam Chomsky, Wirtschaft und Gewalt

der Beobachter
3. 07. 2022 15:35
Antworte auf  Feyerabend

Lieber Feyerabend,
Smith lebte im Zeitalter des europäischen Merkantilismus, der sich hauptsächlich auf die Kontrolle des Außenhandels und damit Interventionismus konzentrierte, gegen den Smith heftig argumentierte. Gleichwohl hielt Smith den damals in England praktizierten Merkantilismus im Allgemeinen für freiheitlicher als denjenigen in vielen Nachbarländern wie etwa in Frankreich.
Adam Smith kritisierte heftig die Kolonialpolitik Englands sowie anderer europäischer Staaten, insbesondere Spaniens: „Torheit und Ungerechtigkeit waren anscheinend die vorherrschenden Motive und bestimmten die ersten Pläne zur Gründung der Kolonien. Die Torheit, Gold und Silber nachzujagen, und die Ungerechtigkeit, den Besitz eines Landes zu begehren, dessen harmlose Eingeborene weit davon entfernt waren, jemals einen Europäer zu beleidigen“ (Wohlstand der Nationen, Viertes Buch, Kap. 7).
Smith wurde mit 27 Jahren (1750) Professor für Logik an der Universität Glasgow und 1752 Professor für Moralphilosophie, selbige deckte ein weites Spektrum von Theologie über politische Ökonomie bis hin zu Ethik ab.
Sein erstes großes Werk, Theorie der ethischen Gefühle (1759, „The Theory of Moral Sentiments“), befasste sich mit der menschlichen Natur und ihrem Verhältnis zur Gesellschaft.
In seinem opus magnum, ” Der Wohlstand der Nationen” erschienen 1776 beschreibt Smith erneut die Auswirkungen von Eigeninteresse auf die Gesellschaft. Der Mensch neige zu Handel und Tausch und möchte seine Lebenssituation verbessern. Reichtum ergebe sich durch menschliche Arbeit. Smith verdeutlicht die Bedeutung der Arbeitsteilung und Spezialisierung für den Wohlstand.
Smith hat also eine umfassende Betrachtungsweise in seine moralökonomischen Überlegungen und Theorien einfließen lassen.
Im Übrigen lieber Feyerabend, halte ich Ihren Kommentar (und das ist nicht despektierlich gemeint) für einen Allgemeinplatz, der analytisch betrachtet, so nicht haltbar ist…
Es muss immer heller werden!

wolfi
2. 07. 2022 21:14

2 Helden: Nehammer und Elendsky:
Nehammer: Putin sicherte Gasversorgung zu
14. April 2022, 7.40 Uhr

wolfi
2. 07. 2022 21:10

Euer Held gewinnt schon wieder:
KRIEGSVORBEREITUNGEN?
Lukaschenko: Ukrainische Angriffe abgewehrt

wolfi
2. 07. 2022 19:57

Der wahre Grund ist euer Eroberer:
https://youtu.be/TlJywp7E3Gw

wolfi
2. 07. 2022 19:50

Es gibt nur eines: Diesen Clown Selensky nicht mehr ernst zu nehmen und Nordstream 2 eröffnen.
Ergebnis: Ende der Gasnot!
Nur: Ist das gewollt und wenn nicht warum?

Dealer
3. 07. 2022 12:16
Antworte auf  wolfi

Ein wichtiger Punkt bei rasch beginnenden und subastntiellen und wirklich ernstlich geführten Friedensverhandlungen.
Aber vieleicht kann das System nur dann zerschlagen werden, wenn alles vorher zusammenbricht?

wolfi
2. 07. 2022 19:47

Jaja- September 2021 (orf.at) Damals glaubte man es auch noch! Wir werden so belogen!
AFGHANISTAN
Taliban kämpfen mit Spezialkräften gegen IS
Rund eineinhalb Monate nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan gehen die militant-islamistischen Taliban mit Hilfe von Spezialeinsatzkräften gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor. Die Truppen hätten bereits einige IS-Mitglieder getötet oder gefangen genommen, teilte ein Taliban-Sprecher am Mittwoch mit.

Dissi Dent
2. 07. 2022 16:04

Biden hat dafür gesorgt, daß Northstream II nicht in Betrieb gehen darf und würde man diese Anweisung der USA überdenken bzw. ignorieren, könnte Northstream II binnen Tagen in Vollbetrieb gehen und die Energiekrise umgehend beenden. Ohne Sanktionen würden auch die für Northstream I reparierten Turbinen nicht in Kanada als Geisel genommen und niemand müsste im kommenden Winter frieren. “Ausgerechnet” wurde der volkswirtschaftliche Schaden des westlichen Sanktionsregimes bisher noch nicht.

wolfi
2. 07. 2022 19:51
Antworte auf  Dissi Dent

Und darum solltet ihr Österreicher echt überlegen VdB zu wählen- ist der selbe !

kkika
2. 07. 2022 13:28

Aber Hauptsache der Liefervertrag wurde von der schwürkisen Partie ohne Not vorzeitig bis auf 2040 verlängert.

Ichdenkedas
2. 07. 2022 13:15

FPÖ beruft Nationalen Sicherheitsrat wegen Gasversorgung ein.
Endlich handelt jemand in der Gaskrise.Danke!

baer
2. 07. 2022 16:55
Antworte auf  Ichdenkedas

Ja und dann? Furzen die Typen dann kräftig, damit wir wieder Gas haben oder woher soll das Gas kommen?

Feyerabend
3. 07. 2022 4:59
Antworte auf  baer

Vielleicht kann der rote Gusi ein gutes Wort für Österreich bei seinen Ostblockfreunden einlegen.

wolfi
2. 07. 2022 19:48
Antworte auf  baer

baer: von den Kühen-die stossen doch so viel CO2 aus

kkika
2. 07. 2022 13:26
Antworte auf  Ichdenkedas

Ist nur für Plapperei – hilft leider null.

John Wick
2. 07. 2022 12:07

Wenn man Herrn Picek live zuhört, hab ich ihm bis dato immer 100%ig zugestimmt. Die meisten Momentum Artikeln die hier bei ZackZack veröffentlicht werden sind jedoch fachlich als Schwachsinnig zu bezeichnen. Irgendwas läuft hier schief, weil Herr Picek hat meiner Meinung nach Ahnung von der Materie.
Der erhöhte Erdöl- bzw. Erdgaspreis hat nur wenig mit der Börse zu tun. Ja es stimmt, im Februar haben Spekulanten einmalig davon profitiert, aber dass war es schon. Was jetzt abgeht hat mit Russlandsanktionen und teuren Zukauf über Zwischenhändlern zu tun. Letzte Woche ist ein echter Spezialist betreffend Energie beim Talk im Hangar 7 aufgetreten. Dieser Herr erklärt kompakt was gerade mit den Preisen abgeht und wo der eigentliche Preisgap zu finden ist. Sehr zu empfehlen.

Spekulationsverbot auf Energie, Rohstoffe und Grundnahrungdmitteln hat meine vollste Zustimmung. Aber bitte nicht in dieser Form thematisieren.

baer
2. 07. 2022 16:13
Antworte auf  John Wick

Was glauben sie warum die Russlandsanktionen zur Gasverteuerung führen? Bingo, weil die Börse darauf reagiert und die hat ihre eigenen Regeln und die sind nicht immer rational. Das was das Momentum Institut hier veröffentlich würde ich keinesfalls als Schwachsinn bezeichnen. Das was sie hier schreiben fällt schon eher in diese Kategorie.

dieWahrheitistvielmehr..
2. 07. 2022 11:21

Und warum zahlen dann die Ungarn viel weniger? Ich denke wir könnten das regeln, wenn wir nicht nach der Pfeife der US/EU tanzen müssten. Jetzt ist es für einen Aufstand vielleicht noch zu früh, aber sobald es kalt wird, wird das Murren zu hören sein und unsere flexiblen Politiker werden sich überlegen, ob ihnen das Hemd oder der Rock näher ist.

plot_in
2. 07. 2022 12:24

Äh. Das ist die putineske Erpressungspolitik, die der Kreml seit 20 Jahren anwendet. Gegen die Ukraine, gegen Georgien und auch gegen Ungarn. Der Kreml befiehlt wer Minister werden muss, wer Präsient werden muss. Wenn das eingehalten wird, dann gibt es billiges Gas. Wenn nicht, dann wirds teuer. Dann mussten immer plötzlich Leitungen gewartet werden etc. In der Ukraine kennt man diese Vorgangsweise seit langem. Man kann sich also ausmalen, wie Ungarn zu billigem Gas kommt.

Die Ukraine hat auch Erfahrung darin, wenn ein Land dem nachgibt und die Politiker installiert, die der Kreml befiehlt. Das Geld wird abgezweigt und den Kremlherrn in private Kassen gespült. Die Erpressungspolitik wird als Korruption weitergeführt. Das, was kurzfristig eingespart wird durch billiges Gas, wird durch die Abflüsse nach RU mittelfristig bei weitem übertroffen. Darum ist Ungarn wirtschaftlich kaum vorangekommen. Trotz milliardenschwerer Alimentierung aus dem pösen Brüssel ging nichts weiter.

Samui
2. 07. 2022 15:05
Antworte auf  plot_in

Es ist sinnlos. Entweder ist dieWahrheitistvielmehr ein Troll der von Russland bezahlt wird oder nur minderbegabt .
Da kommt nichts neues, nur russische Propaganda.

Feyerabend
3. 07. 2022 5:13
Antworte auf  Samui

Ist es denn nicht so, dass die Sanktionen von den USA und der EU beschlossen wurden? Du Hochbegabter.

Lojzek
2. 07. 2022 9:54

‘Die Eva des Luada, gab dem Adam die Frucht.
Des Rindviech hats gfressn,
jetzt sa ma vaflucht.’

Sig
2. 07. 2022 9:37

Wissts, was helfen könnte?

“NEUWAHLEN!!!”

Samui
2. 07. 2022 15:05
Antworte auf  Sig

Aha

Lojzek
2. 07. 2022 9:50
Antworte auf  Sig

Wissts noch, was Obelix einmal gsagt hat …

‘Hier kann uns nicht mal der Zaubertrank helfen.’

Sig
2. 07. 2022 13:50
Antworte auf  Lojzek

Der Kopf steckt schon über 2 Jahren im Sand. Raus damit!

Lojzek
4. 07. 2022 8:47
Antworte auf  Sig

Dann sollten Sie es ihm sagen.

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von Lojzek