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Baby mit Schütteltrauma:

Mutter in U-Haft

Die Mutter des Babys, das wegen eines Schütteltraumas derzeit auf der Intensivstation liegt, sitzt nun in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Wien, 12. August 2022 | Das Wiener Landesgericht für Strafsachen hat am Freitag über eine 28 Jahre alte Frau Untersuchungshaft verhängt, die ihre vier Monate alte Tochter heftig geschüttelt und dem Baby damit lebensgefährliche Verletzungen beigebracht haben soll. Das teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn der APA mit. Die Entscheidung ist rechtswirksam, die Mutter war damit einverstanden. Ihre Anwältin habe keine Rechtsmittel angemeldet, sagte Salzborn.

Mutter nicht geständig

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 28-Jährige wegen versuchten Mordes. Einer vorläufigen Einschätzung eines Gerichtsmediziners zufolge – sein schriftliches Gutachten liegt noch nicht vor – soll sie dem Kleinkind am 29. Juli ein Schütteltrauma zugefügt haben. Die Anklagebehörde geht von bedingtem Tötungsvorsatz aus.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird der Mutter vorgeworfen, es zumindest ernstlich für möglich gehalten und sich damit abgefunden zu haben, dass durch das Schütteln der Tod des Babys eintreten kann. Laut ihrer Verteidigerin Astrid Wagner zeigte sie sich vor der Haftrichterin ob der Vorwürfe nicht geständig und sprach von einem Unfall.

Baby auf Intensivstation, aber außer Lebensgefahr

Das Baby befand sich zuletzt nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Die Mutter hatte nach ihrer Festnahme laut Polizei eingeräumt, das Kleinkind einmal “aus Verzweiflung” geschüttelt zu haben, da es ununterbrochen geweint habe. Vor der Haft- und Rechtsschutzrichterin verwies sie auf ihre vor der Polizei getätigten Angaben.

Die Eltern hatten die Rettung alarmiert, im Krankenhaus stellten dann die Ärzte lebensbedrohliche innere Verletzungen fest und schalteten die Polizei ein. Das Landeskriminalamt Wien nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Das Baby befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

(apa/red)

Titelbild: BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com

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