16. Juli 2026

Kurz intervenierte für Gehaltserhöhung für Freundin bei Schmid

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„Du bist Familie“ hat nicht nur zwischen Thomas Schmid und Gernot Blümel gegolten. Der Ex-Generalsekretär im Finanzministerium gab an, dass sich Sebastian Kurz für seine Freundin bei ihm für eine Gehaltserhöhung stark machte – erfolgreich.

 

Wien, 19. Oktober 2022 | Thomas Schmid belastete Sebastian Kurz – es gilt die Unschuldsvermutung – schwer in seiner Einvernahme bei der WKStA. Neben Inseraten-Affäre und Beinschab-Tool erwähnte Schmid, Ex-Generalsekretär im Finanzministerium, allerdings auch weitere Details. Etwa, dass Sebastian Kurz für seine Lebensgefährtin Susanne Thier, die im Finanzministerium tätig war, interveniert haben soll, um eine Gehaltserhöhung rauszuschlagen. Der Grund für die gewünschte Erhöhung: Sie hätte viele Abendveranstaltungen organisiert.

Schmid: Wurde auch umgesetzt

Schmid schildert gegenüber den Korruptionsermittlern: „Kurz hat sich mir gegenüber in einem Gespräch einmal dafür verwendet, dass es eine Gehaltserhöhung für Frau Thier gibt.“ Zwischen Thier, die in der Genehmigungsabteilung tätig war, und Schmid habe es zu diesem Thema auch Gespräche gegeben.

Schmids Erinnerung nach „wurde das auch umgesetzt“, er konnte allerdings nicht genau sagen wie. Als Zeitraum nannte Schmid das Jahr 2016.

Keine Beteiligung bei Beinschab

In einem weiteren Gespräch mit dem damaligen Außenminister Kurz habe Schmid – so jedenfalls die Aussage gegenüber der WKStA – dem nunmehrigen Alt-Kanzler auch mitgeteilt, dass er sich dafür eingesetzt habe: „Das war sozusagen die ‚Vollzugsmeldung‘“. In die Inseraten-Affäre beziehungsweise ins Beinschab-Tool dürfte Thier laut Schmid nicht involviert gewesen sein.

(bf)

Titelbild: JOE KLAMAR / AFP / picturedesk.com

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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