Mittwoch, Februar 8, 2023
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Vranitzky von eigenem »Tod« überrascht

Altkanzler Franz Vranitzky (SPÖ) hat die am Dienstag über Twitter verbreitete Falschmeldung über seinen Tod gelassen aufgenommen.

Wien, 01. Dezember 2022 | “Ich habe an den amerikanischen Schriftsteller Mark Twain gedacht, der sagte: Die Nachrichten zu meinem Tod sind reiflich übertrieben”, sagt er zum “Kurier”. Er sei überrascht gewesen, denn schließlich “habe ich nichts von meinem Tod verspürt”.

Trauerminute abgehalten

Im Sozialausschuss des Nationalrats war am Dienstag eine Trauerminute für Vranitzy abgehalten worden, weil SPÖ-Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek einer Fake-Nachricht aufgesessen war. Der Altkanzler ließ daraufhin über das Bruno-Kreisky-Forum – dessen Gründungs- und Ehrenpräsident er ist – ausrichten, dass die Nachricht von seinem Tod ein Gerücht ist. Über die Verbreitung der Falschmeldung durch Heinisch-Hosek hat er sich nicht geärgert, das falle für ihn in die Kategorie “Irrtum”, sagte Vranitzky laut einem Online-Bericht des “Kurier” am Donnerstag.

Hinter dem Fake-Account steckt der Italiener Tommaso Debenedetti, der online schon zahlreiche Persönlichkeiten – etwa den syrischen Diktator Bashar al-Assad, Papst Benedikt oder Peter Handke – virtuell totgesagt hat. Diesmal versteckte er sich hinter einem gefälschten Twitter-Konto, mit dem er sich als Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) ausgab. Diesen Account hat er mittlerweile wieder geschlossen, erklärte Debenedetti gegenüber “krone.at”. Ihm gehe es darum, zu zeigen, “worauf die Leute in den sozialen Medien hereinfallen”

(bf/apa)

Titelbild: HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

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Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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2 Kommentare

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nikita
1. 12. 2022 23:22

Hat nichts mit social Media zu tun. Pietätlose Gerüchte-Erfinder und Verbreiter gab’s schon immer. Leute die darauf hereinfallen, weil sie keinen Gegencheck machen, gab’s auch immer. Vor 50 Jahren wurde meinem Vater zum Tod seines Vaters kondoliert und er wusste nichts davon. Fand er nicht lustig.

Tintenfass
1. 12. 2022 19:24

Eine hirntote Blassrote erklärt einen Schwarzroten für mausetot. Die SPÖ at her goofing best! Delicious!

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