Mittwoch, April 24, 2024

Die Kampagne gegen die SPÖ

Die Sozialdemokratie wird völlig unverhältnismäßig runter gemacht – und Herbert Kickl damit hochgeschrieben.

Manchmal hat man den Eindruck, der österreichische Journalismus möchte unbedingt Herbert Kickl mit aller Kraft ins Kanzleramt befördern. Es ist natürlich ein Eindruck, der täuscht, ganz gewiss. Denn es ist nur bei einer Minderheit der Medien eine Strategie. Man soll, wie das bekannte Aperçu sagt, ja nie einen Plan unterstellen, wenn einfache Dummheit als Erklärung auch ausreicht.

In den vergangenen Tagen und Wochen konnte man die skurrilsten Medienerlebnisse haben. Da war der SPÖ-Chef von Niederösterreich, Sven Hergovich, ins ZiB-2-Studio geladen, und es wurden ihm gefühlt ein bis zwei Dutzend Fragen gestellt, deren Ziel es war, Andreas Babler niederzumachen, und dem Studiogast irgendeine Form der Aussage zu entlocken, dass Babler alles falsch mache. Zum Leidwesen der Interviewerin wehrte sich der Interviewte wacker, zu ihrem wachsenden Missmut erdreistete er sich sogar, sachpolitische Antworten zu geben oder wirtschaftspolitische Alternativkonzepte zur Regierungspolitik anzusprechen, was selbstverständlich völlig unzulässig ist, weshalb sie ihm mit den obligatorischen Einwänden – ich zitiere sinngemäß – dass aber der Babler doch ein völlig unfähiger Trottel sei ins Wort fallen musste. Hergovich verwehrte sich stur und uneinsichtig, auch nur einen gewünschten Halbsatz zu liefern, was aber hinterher nicht daran hinderte, das Video auf ORF-Online unter der skurrilen Titelzeile „Richtungsdebatte lässt SPÖ nicht los“ zu veröffentlichen.

Obsessives Schüren von Streit

Noch eine Prise irrsinniger geriet ein paar Tage vorher im Ö1-Morgenjournal das Interview mit dem neuen Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger, der Tags davor immerhin ziemlich fulminant eine Wahl gewonnen hatte. Trotz bärenstarker KPÖ-Konkurrenz im Mitte-Links-Segment war die Sozialdemokratie bei den Gemeinderatswahlen stärkste Partei geworden, und Auinger hatte dann auch noch die Stichwahl zum Bürgermeister mit knapp 64 Prozent für sich entschieden. Üblicherweise würde man erwarten, dass das ein Anlass ist, über den Erfolg einer Partei zu berichten, doch nicht diesmal: Auinger sollte erklären, warum dieses Ergebnis vor allem ein Misserfolg für Andreas Babler wäre. Die komplexe dialektische Operation, dass ein Sieg der SPÖ eine schwere Niederlage für deren Chef darstellen würde, wollte der Wahlgewinner nicht recht einsehen, wahrscheinlich ist er ein schlichtes Gemüt, dem der Instinkt für die Komplexität von Wahlvorgängen fehlt. Als Zuhörer stellte sich etwa bei der zehnten Wiederholung der Frage, ob denn dieser Wahlsieg nicht ein Fiasko für den Parteichef sei und die SPÖ aussichtslos am Boden liege, ein gewisser Ärger ein, der freundliche Bürgermeister hatte aber offenbar ein wenig Mitleid und gab auf Drängen zu Protokoll, dass er die Dinge so sehe, dass die Sozialdemokratie eher nicht weiter nach links rücken sollte (was ja auch nie jemand vorgeschlagen hatte), da man für Wahlerfolge auch moderate Wähler und Wählerinnen der Mitte brauche – eine Bemerkung, die freudig aufgegriffen wurde, konnte man sie ja zur gewünschten Botschaft verdrehen: „Richtungsstreit lässt SPÖ nicht los.“

Gewiss ist es ein Menschenrecht, jede Frage zu stellen, auch die Vertrotteltste.  Fragen nach dem misslichen innerparteilichen Tohuwabohu in der SPÖ sind nicht nur angebracht, sondern auch journalistisch zwingend, angesichts der bekannten Plaudertaschen von Tirol bis Eisenstadt. Aber drei, vier Fragen würden es wahrscheinlich auch tun.

Eine planmäßige Strategie?

Verstehen Sie mich nicht falsch, ohne Zweifel könnte das Spitzenpersonal der SPÖ – um das humorvoll zu formulieren – noch kraftvoll-geschlossener an einem Strang ziehen, als es das bisher schon tut. Man darf auch die Frage stellen, ob Andreas Babler alles richtig macht, oder ob die Forderung nach der 32-Stunden- oder der Vier-Tage-Woche wirklich eine zentrale Botschaft in Zeiten dramatischer demografischer Imbalance ist; man kann auch anmerken, dass seine Sätze zu lang und zu schnell gesprochen sind, Rhetorik-Feinspitze dürfen durchaus auch darauf hinweisen, dass er am Rhythmus von höheren und tieferen Tonlagen feilen könnte. Möglicherweise ist er auch nicht ganz so charismatisch wie René Benko und vielleicht fehlt ihm auch etwas zum verschlagenen Geschick von, sagen wir, Sebastian Kurz. Das sind alles berechtigte Aspekte. Auch ich bin wahrscheinlich nicht immer mit allem einverstanden, was er vorschlägt – wer ist schon mit jemandem immer gänzlich einverstanden? Persönlich bin ich ja nicht einmal mit mir selbst immer einer Meinung.

Wäre ich Populist oder Verschwörungstheoretiker, würde ich formulieren: Die Etablierten und die herrschenden Mächte tun alles, um die Dominanz der Reaktion zu zementieren, damit die ihren Freunderln und Champagnisierern ihre guten Geschäfte rettet. Leider bin ich kein Populist oder Verschwörungstheoretiker, und da ich ein paar Leute aus den Kreisen der „herrschenden Klassen“ kenne, fällt es mir seit Jahren schon schwer, ihnen die für derartige Operationen nötige verschwörerische und planmäßige Intelligenz zu unterstellen. Wer ihnen einmal begegnet ist, zweifelt notgedrungen an der Fähigkeit „der Reaktion“, irgendeinen Plan auszuhecken, der nicht schon morgen oder übermorgen wieder in sich zusammenbricht, was übrigens auch ein Grund ist, neben anderen, die Nähe zu diesen aufgeblasenen „Stützen der Gesellschaft“ auf das Mindeste zu beschränken, sie taugen dann nämlich nicht mehr zum Feindbild, sondern nur mehr zur Lachnummer.

SPÖ kann Nummer Eins werden

Fakt bleibt dennoch, dass mit geradezu obsessiver Verbissenheit alles getan wird, die Sozialdemokratie und ihren Spitzenkandidaten runter zu schreiben, runter zu reden, runter zu machen. Und zwar mit einer geradezu grotesken Unverhältnismäßigkeit. Da die Sozialdemokratie bei Lage der Dinge die einzige Partei ist, die die FPÖ bei den Wahlen von Platz eins verdrängen kann, ist das eine entweder gewollte oder ungewollte Schützenhilfe für Herbert Kickl. Wie grotesk das alles ist, merkt man, wenn man Österreich verlässt und ins benachbarte europäische Ausland fährt. Während hierzulande die SPÖ unter Andreas Babler im medialen Konsens als unfähige Loser-Partei verunglimpft wird, wundert man sich im Ausland, dass dort die SPÖ insgeheim richtig beneidet wird. Mitten im großen „populistischen Moment“ am Kontinent, in dem nicht nur Mitte-Links-Parteien, sondern quasi alle Kräfte der gemäßigten Vernünftigkeit ordentlich zu kämpfen haben und oft sogar unter die Räder geraten, ist die SPÖ eine Partei, die in Umfragen zwischen 23 und 25 Prozent, bei den meisten davon innerhalb der Schwankungsbreite von Platz eins liegt und absolut intakte Aussichten hat, als stärkste Partei aus den Wahlen hervorzugehen, wenn es sich dann im Wahlkampf zuspitzt. Ich dementiere nicht immer die feste Überzeugung meiner Gesprächspartner, die mich für einen der geistigen Architekten dieses Erfolges halten, weil man dann als Genie behandelt wird, das quasi im Besitz der geheimen Siegerformel ist. Das ist natürlich geflunkert, aber immerhin telefoniere ich alle drei Monate mit Andreas Babler und schreibe ihm alle vierzehn Tage eine SMS, also ist es nur ein bisschen geflunkert. Genügend Leute haben es in der Vergangenheit immerhin zu einem regelrechten Geschäftsmodell gemacht, „Berater“ von Clinton, Obama oder sonst jemanden gewesen zu sein, nur weil sie einmal vor ein paar Jahren mit einem von diesen in einem Raum waren.


Titelbild: Miriam Moné

Robert Misik
Robert Misik
Robert Misik ist einer der schärfsten Beobachter einer Politik, die nach links schimpft und nach rechts abrutscht.
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62 Kommentare

  1. Mir will scheinen, daß sich heute kaum einer, der noch nicht so lange her kein gutes Haar an PRW lassen wollte, dessen erinnern kann oder will. Auch eigenartig. Weils zum Glück ja um nichts geht.

  2. Erste können sie werden,wenn Ott St. Rache & Kiklgruber gemeinsam nach Russland emigrieren-für Platz 2 braucht nicht mal’ der “Selbstmord” Pilnaceks aufgeklärt zu werden 😁🍻

  3. Ich oute mich hier einmal und teile mit, dass ich “ein Roter” bin. Und als solcher traue ich mir zu sagen, dass die SPÖ der letzten Jahre sehr viel falsch gemacht hat. Sie hat das Gefühl für die “normalen Arbeiter und Leute” verloren gehabt und sich beim Absetzen von PRW und der Neuwahl eines Parteivorsitzenden lächerlich gemacht. Dass dann noch die Excel Panne passiert ist, hat das Vertrauen wohl kaum gefördert. Ich war auch schon Wahlbeisitzer, bei Wahlen wo weit mehr als 600 Stimmen auszuzählen waren, aber dazu bedarf und bedurfte es keiner Excel-Tabelle. Das machen zwei Leute innerhalb von 2 Stunden locker, inklusive Gegencheck.

    Und da kommt der Punkt, bei dem ich der Meinung bin, dass genau Genosse Babler Mitschuld am derzeitigen Zustand der SPÖ ist. Durch ihn ist es zu diesem Fiasko gekommen. Dann kommt er noch mit Themen (zB 32 Std Woche) bei denen sich auch mir, als mittlerweile Pensionisten, sich die Haare sträuben. Wie kann man so weit weg von der Realität sein? Der Herr scheint zu vergessen, dass der Großteil seiner Wählerschicht eher der älteren Generation zugeordnet werden kann. So wie ich es für mich sehe, ist es für diese SPÖ unter diesem Obmann derzeit noch eine Legislaturperiode zu früh, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Ausser die Partei findet noch eine charismatische Person, die als Spitzenkandidat antritt.
    Ausserdem finde ich es auch nicht in Ordnung, andere Parteien fix auszuschliessen. Ich glaube nämlich nicht, dass alle FPÖ Anhänger schlechte Leute sind, genau so wenig, wie alle SPÖ Anhänger “gute Leute” sind. Bei allen Parteien gibt es welche, die gut sind und solche, die eigentlich keine Funktion inne haben sollten.
    So. Und sollte mich die SPÖ jetzt aufgrund meines Postings ausschließen wollen, dann weiß ich, dass ich bei der falschen Partei bin

    Nichtsdestotrotz empfinde ich aber auch, dass diverse Medien ein sinnloses SPÖ-Bashing betreiben. Und da frage ich mich wiederum, wer zahlt dieses Bashing?

    • Zum Ausschluss der FPÖ: Die Wähler der FPÖ sind selbstverständlich keine schlechten Leute. Die werden ja auch nicht ausgeschlossen. Was ausgeschlossen wird ist die braune, menschenverachtende und offen faschistische Einstellung der Partei. So was brauchen wir in Österreich im Jahr 2024 nicht.
      Was die 32 Stunden Woche angeht, ich halte es keinesfalls für richtig, den älteren Wählern diesbezüglich nach dem Mund zu reden nur weil die vielleicht glauben ihre Pension wäre gefährdet und die Jüngeren wollen definitiv eine Arbeitszeitverkürzung. Davon abgesehen ist es auch vernünftig, denn in wenigen Jahren wird die künstliche Intelligenz Schätzungen zufolge rund 1/4 der derzeitigen Arbeitsplätze vernichten! Schon Kern sprach diesbezüglich von einer “Maschinensteuer” um das abzufedern. Tut mir leid, ihnen das sagen zu müssen, ihre Ansichten sind überholt und ich werde die SPÖ nur dann wählen, wenn sie sich der Zukunft zuwendet und nicht der FPÖ und das tut Babler.

      • …Ihre Ansicht kann ich nur teilen, obwohl ich Pensionistin älteren Semesters bin!
        Weil diese 32-Stunden-Woche verunglimpft wird, obwohl es stufenweise und für einige Branchen durchgeführt werden soll….außerdem brauchen die Arbeitssuchenden auch eine Chance auf einen Arbeitsplatz…stört das niemanden?

        • @baer…Ihre Ansicht kann ich nur teilen, obwohl ich Pensionistin älteren Semesters bin!
          Weil diese 32-Stunden-Woche verunglimpft wird, obwohl es stufenweise und für einige Branchen durchgeführt werden soll….außerdem brauchen die Arbeitssuchenden auch eine Chance auf einen Arbeitsplatz…stört das niemanden?

        • @baer…Ihre Ansicht kann ich nur teilen, obwohl ich Pensionistin älteren Semesters bin!
          Weil diese 32-Stunden-Woche verunglimpft wird, obwohl es stufenweise und für einige Branchen durchgeführt werden soll….außerdem brauchen die Arbeitssuchenden auch eine Chance auf einen Arbeitsplatz…stört das niemanden? @baer

  4. Herrn Misiks Beitrag ist wenig hinzuzufügen. Anmerken muss ich allerdings, dass mich die heutige SPÖ sehr stark an Grillparzers Drama “Ein Bruderzwist in Habsburg” erinnert. Ein Kaiser und seine Brüder, sein Sohn und zwei Neffen, tatkräftig unterstützt/hintertrieben von Adeligen und politischen Schwergewichten. Dieses Szenario ist ja fast identisch mit dem Zustand der heutigen SPÖ.
    Nur, dass sich der SPÖ-Kaiser, wann immer möglich, aus dem internen “Hauen und Stechen” herauszuhalten trachtet.
    Ich vermute, die SPÖ braucht noch mindestens fünf weitere Jahre der Katharsis, um die internen Richtungsstreitigkeiten zu überwinden. Diese Zeit wird ihnen die bevorstehende FPÖVP Koalition wohl gerne gewähren. Wohl in der Hoffnung, dass sich die Myzelien der SPaltpilze weiter ausbreiten werden.

    • @hannessy
      Gute Analyse👍
      Seit Faymanns Annäherung an die Boulevard Presse passt es nicht mehr in der SPÖ. Die Liesinger Partie versucht seit der Abwahl von Faymann noch im Rennen zu bleiben. Hr. Deutsch ist finanziell wieder versorgt( von Ludwig) Bures wird ganz nach vorne gereiht ( von Ludwig). Babler hat Ludwig geholfen Dosko fern zu halten. Jetzt braucht Ludwig Babler nicht mehr.
      Und so macht ein Bürgermeister in der SPÖ Politik, nach seinem Sinn. Von Bures bleibt nur in Erinnerung:
      ” Kern kann nicht Poltik” mehr fällt mir zur Dorli nicht ein.
      Ja, es wird noch dauern bis die SPÖ wieder da ist, wo sie hingehört….in der Regierung.
      Leider….
      Freundschaft

      • @ Samui
        Futter für die Rechten.
        Immer wieder hinein in die selbe Kerbe.
        Man könnte auch Positives schreiben.

        • Nikita – Hast wahrscheinlich auch mich gmeint, oder? Vielleicht hast du dahingehend recht da die Blauen bzw. Rechten kaum was auszusetzen haben an ihren Parteien bzw. nie Kritik üben würden in den Foren. Aber was soll man machen wenn man sich verraten fühlt als ewig treuer Rotwähler, da das Motiv dafür von einigen so Querulanten ständig so einfach und billig untergraben werden kann. Ich glaube dass auch die Fans der FPÖ sich einen Ast absudern täten wenn ihre Reise mit der Partei wieder talwärts gehen würde. Schuldige wären da schnell gefunden und ihre Analysen dazu wäre dann Stoff für Links? Na ich weiß nicht…

  5. Ich bin stolzer Sozialdemokrat.

    Aber manchmal denke ich mir, der Andi Babler sollte dem Ludwig die Partei geben und ihm den Scheixxx selber machen lassen.

    Über Dosko oder Dornauer will ich nicht einmal nachdenken. Nestbeschmutzer.

    • @Samui, Das ist halt eine Männerwirtschaft, aber Holzleitner und Herr werden den “Problembären” schon Benehmen beibringen. 😂 Das sind andere Kaliber als das schwarze Bürgermeistertöchterl, das den Kasperl spielen muss um einen Platz am Futtertrog zu bekommen. Und Dosko wird sowieso das Feld räumen müssen, bei der gesundheitlichen Einschränkung.

        • Samui – Holzleitner und Herr sind für mich schon lange Hoffnungsträgerinnen für kompetentere Sozialpolitik und adäquate Antwort auf so manch abgehobene Gutsherrenmentalität – Gusenbauer, Doskozil, Bures/Deutsch, Dornauer wären da so Beispiele. Verstehe nicht dass man politisches Talent in Kombination mit Gespür für reale Bedürfnisse ihrer WählerInnen (welches man heutzutags mit der Lupe suchen muss) so am Abstellgleis belässt, damit sich Selbstdarsteller mit abhanden gekommenen Sinn für die Realität der einfachen Leute, verwirklichen können. Muss wirklich erst die Talsohle erreicht werden um diesen gravierenden Fehler einzusehen?

          • @lehmann
            Scheinbar ist es manchen “Leistungsträgern” wurscht. Man kommt einfach gegen den inneren Kreis der SPÖ nicht an. Daran ist Kern und danach auch PRW gescheitert.
            Diese Funktionärsbonzen würden weg gehören.

          • @Lehmann, ich finde die zwei jungen SPÖ Frauen auch super, kein Vergleich mit den ÖVP Schnepfen. Ehrlich, lösungsorientiert, selbstbewusst, das sucht man bei den ÖVP “Damen” vergeblich. Das sind lauter Mitläuferinnen die für einen Platz an der Sonne die eigene Großmutter verkaufen würden, weil ihnen bei der ÖVP auch nichts anderes übrig bleibt.

      • Julia Herr hat für die Impfpflicht gestimmt. Damit hat sie sich als unfähig erwiesen, die grundlegensten Rechte der Menschen zu respektieren. Sie hat nie irgendwo anders als bei der Partei gearbeitet. Quasi vom Hörsaal in den Plenarsaal. Vom wirklichen Leben der Arbeiter und Arbeiterinnen keine Ahnung, nur Geplapper.

  6. Bemerkung zur Salzburg-Wahl (lt. Robert ein “fulminanter” Sieg des SP-Auinger):
    Sowohl die ÖVP als auch die FPÖ hat ihren Wähler:innen Auinger für die Stichwahl empfohlen. Heisst wohl im Umkehrschluss, die beiden Parteien sehen den Auinger näher bei ihrer Ideologie oder ihren Interessen.
    Der Sieg sei ihm gegönnt, aber ein wenig Peinlichkeit ist schon dabei.
    Jetzt werden wir sehen, ob sich die Salzburger das Wohnen bald wieder leisten können. Ich würde nicht viel darauf wetten.

    • Schlicht falsch: ÖVP UND FPÖ sahen Auinger als die kleinere Katastrophe als den KOMUNISTISCHEN DÄMON Dankl. 😏

      • … die halten ihn also für “berechenbarer”, so wie Sie Trump hier schon mal hofierten. (Der Sie binnen Wochenfrist ohnehin mit seiner verkappten Ansage an seine Proud Boy und Oathkeepers, ausgemusterte militante Radikale in Milizen-Setting, “dass es ohne seinen Wahlgewinn keine demokratischen Wahlen in den USA mehr möglich sein werden” – wie er !MEINTE!)

    • @Kritiker, Warum hätte die ÖVP/FPÖ Wahlwerbung für den kommunistischen Dankl machen sollen, nachdem sie die ganze Zeit das Schreckgespenst des Kommunismus heraufbeschwört hat, um Babler als die rote kommunistische Gefahr zu verunglimpft? Peinlich ist höchstens, dass sie Auinger, dessen Programm sie mit Sicherheit gar nicht kennen, in die Nähe der ÖVP/FPÖ rücken. Und ich kann sie übrigens beruhigen, Dankl wird als Vice das Wohnungsressort übernehmen. Er kann also zeigen was er kann. Sie können also aufhören die SPÖ weiter zu verunglimpfen.

  7. Wie sagte doch PP kürzlich anlässlich des Salzburger Wahlergebnisses, wenn die Linke den Wählern ein gutes Angebot macht, dann haben die rechten Populisten keine Chance. 😐 Außer natürlich, dieses Angebot wird den Wählern medial gar nicht unterbreitet, weil die österreichische Journaille am Regierungstropf hängt und sich deshalb in vorauseilendem Gehorsam an die mutmaßlich schon feststehenden zukünftigen Machthaber anbiedert. Der ORF leistet noch in einigen Teilen Widerstand, aber dafür weht ihm auch rauer Wind ins Gesicht, wenn ich da an die Verunglimpfungen und Schikanen von ÖVP/FPÖ denke. Vielleicht wirkt das ja abschreckend auf andere Medien, wundern würde mich das nicht, dieser Bagage ist alles zuzutrauen.

  8. Das “Problem” der Sozen Imho ist, sich als “Bewegung” von-bis verkaufen zu wollen (ja, warum denn nicht auch breit aufgestellt?), dass von aussen aber gleichzeitig mehr Kantigkeit und abgrenzende “Profilierung” zum fascho-gespin’nten Neoliberalismus gefordert wird. Diese Konfiguration einer bewegenden Bewegung aber zugleich eine gewisse (schon physikalisch begründbare) Trägheit nachgesagt und in Zeiten zunehmender Radikalisierung im gesamtgesellschaftlichen Diskurs als zuwenig polarisierend interpretiert und kommendiert wird.Ok, objektiv betrachtet brennt schön langsam der Hut, wenn es heuer 2024 im Wahlerfolg nicht gelingt, eine rechts-rechte Regierung zu verhindern. Der Vorwurf, “zuwenig in die Mitte” zu agitieren, bzw. “dort” nicht im erwünschten Zuspruch wahr-genommen respondiert zu werden, erwächst aus einer mMn auch in zugestandenen Teilen dieser Bewegung vorhanden urbanen BOBO-Isierung. Was weiss ein Wiener etablierter Soze schon über einen Tiroler, oder einen Sozen kärntnerischen eher beschaulich provinziell geprägt ruralen Zuschnitt?? “Unternehmertum” bzw. “stramme Rechtsgesinnung” sind allerorten aber ziemlich ähnlich und artverwandt. Ein steirischer Soze kann zB reinen sozialen Gewissens mit bis in die schwarze Seele hinein erzkonservativer Bourgesoisie koalieren und ist auch durchaus gesprächsfähig mit durchkorrumpierter FPÖ (ungeachtet zig Ermittlungen rund um Kunasek, Eustacchio & Kosort*innen, die dort anhängig sind, seit Jahren schon verschleppt werden). Erinnern wir uns in diesem Bezug noch auf die einstens “Grüne Bewegung”, an welchen “Herausforderungen” (Glawischnig, Lunacek & Co) sie sich einstens hat auch messen müssen, um letztlich doch über Kogler regierungsfähig politisch wettbewerbsfähig werden zu können… (keine andere Bewegung in diesem Land hätte das Retro-Fascho-Kreuz der Vaupen Partie besser mit- und aushalten können. Sie wären daran zerbrochen, wie die Faymann Sozen einst an Mitterlehner und Kern an Kurz)

    • Als geschichtliche Allegorie führe ich die vom Vater Alexander des Großen “erfundene” schwere Infantrie-Formation, König Philipps’ II, wo dieser (kleinwüchsige) mit zahlenmäßig haushoch unterlegener Heeresgröße das PerserRIESENgroßreich binnen Dekadenfrist unterwarf. Die Perser unter Darius III waren noch in alten Kampfformationen breit aufgestellt (punktuell beliebig angegreifbar) in die Schlachten gezogen. Die Phalanx(en) mit jeweils einer Spitze in den Formationen waren ihnen effektiv tötlich hochhaushoch überlegen…

  9. es ist in der hauptsache der boulevard der mit aller gewalt das geschäft der fpö betreibt.
    die dichand- und fellnermedien an erster stelle.
    was sich da vor allem in der heute abspielt hat schon seit einiger zeit drexxpress-niveau erreicht.
    seitdem der nusser seiner feigenblattfunktion verlustig gegangen ist und oistiric chefredakteur sind alle hemmungen gefallen.

    ich frag mich allerdings auch, welche rolle der ludwig dabei spielt.
    es müsste doch möglich sein erstens das inserateaufkommen bei diesen schundblattln zu reduzieren und zweitens und vor allem endlich die gratisverteilung im öffentlichen raum zu stoppen.
    allein die drohung damit müsste ausreichen um heute und oe einzubremsen.

    https://www.hagerhard.at/blog/2023/11/medien-brauchen-grenzen/

  10. Super Zeilen Herr Misik 👍
    Ich glaube es ist die Angst vor der Vermögenssteuer die viele Journalisten nicht schlafen lässt😃

    Es ist einfach ein ” Kampf” gegen die SPÖ. Auch PRW wurde so zugesetzt.

    Vielleicht ist es auch die Gier nach Schlagzeilen. Man weiß ja:

    Only bad News are good News…….

    • Die SPÖ ist doch selbst schuld dass mit ihr so verfahren wird. Wie anders sollte denn eine derart zerstrittene Partei behandelt werden?
      Eine Partei die sich seit nunmehr 5 Jahren in den Haaren liegt, kann man doch nicht für voll nehmen. Auch ich hatte geglaubt dass mit der Wahl vom Babler Ruhe in der Partei eintreten werde. Weit gefehlt. Hatten wir zuvor zwei sich gegenseitig bekämpfende Flügel, sind es nun sogar drei. Die nächste Wahl wird daher auch wieder verloren gehen. Nicht wegen dem Babler, sondern wegen Herren die da Doskoil, Dornauer, Luger, Ludwig, aber auch Muchitsch heißen. Letzterer nicht aus Überheblichkeit, Arroganz und übersteigertem Egoismus, sondern aus purer Dummheit. Man kann es sich also aussuchen, ob man eine Partei von Egoisten oder Volltrotteln wählt.
      Der Babler sollte also nicht warten bis diese Partei sich selbst in die Luft sprengt, sondern sollte den Sprengsatz selbst zünden und eine neue Bewegung mit nur einigen wenigen aus der Altpartei gründen. Nur so kann ein Neubeginn der Sozialdemokratie ohne personelle Altlasten gelingen.

      • Andi Babler ist ja auch nicht gerade mit Intelligenz gesegnet, auch wenn er besser daher kommt als seine Vorgängerin. Aber die Parteispitze ist schon recht peinlich aufgestellt, der eine lässt Kinder impfen und der andere legt sich mit Fascho-Frauen ins Bett, vom Porsche mit Gewehr am Rücksitz mal abgesehen. Und der Benko-Busenfreund ist auch noch Mitgleid. Mit solchen Leuten eine Veränderung erreichen? Vom Wiener Landesfürst erst gar nicht zu reden.

        • Daher habe ich auch gemeint eine Neugründung ohne Altlasten, die sich fast allesamt im Parteivorstand finden.

      • Würden sich alle Hauptplayer der Sozialdemokraten mehr reflektieren und ihren Ego plus Eitelkeit etwas bändigen, könnte vlt. einmal so etwas wie Geschlossenheit entstehen. Aktuell hat man sogar oft den Eindruck als wenn es so einem Doskozil, Ludwig oder Dornauer wichtiger wäre dass die Bundespartei erfolglos bleibt, solange sie nur individuelle Erfolgserlebnisse verbuchen können. Diese sind sogar oft so schäbiger Natur – basierend auf Missgunst, Eifersucht und Neid – dass sie dies nicht einmal ihren Nächsten anvertrauen sollten. Vlt. war dies vor 2015 bei der Volkspartei nicht anders worauf sich Kurz genötigt sah die Länderchefs auszuschalten um Geschlossenheit demonstrieren zu können. Nur ist so etwas bei der SPÖ wohl denkunmöglich. Und so haben leider so PRWs und Bablers ihre größten Widersacher in den eigenen Reihen.

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