Montag, Februar 6, 2023
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NÖ-Umfrage: ÖVP und Mikl-Leitner deutlich schlechter als 2018

“Es steht viel auf dem Spiel” – nicht nur die ÖVP Niederösterreich verliert laut einer neuen Umfrage deutlich, auch die Werte der Landeshauptfrau fallen dramatisch.

Wien/St. Pölten, 20. Jänner 2023 | Eine neue Umfrage des Linzer Market-Instituts für den „Standard“ zeigt neun Tage vor der Wahl keine gute Ausgangslage für die ÖVP. Denn aktuell hätte die Volkspartei in Niederösterreich keinen Vierer in den Umfragen vorne stehen.

Mikl-Leitner und ÖVP verlieren zehn Prozentpunkte

Im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2018 verliert die Johanna Mikl-Leitner-Partei zehn Prozentpunkte und erreicht nur 39 Prozent. Für die Landeshauptfrau vielleicht noch dramatischer ist der Absturz ihrer eigenen Beliebtheitswerte. So würden bei einer fiktiven Direktwahl nur 28 Prozent die amtierende Landeshauptfrau wählen, vor fünf Jahren waren es noch 38 Prozent. Das Wahlsystem in Niederösterreich macht die Frage nach der Direktwahl brisant. Denn anhand von Vorzugsstimmen kann man einen Kandidaten wählen, ohne die Partei anzukreuzen. Die Stimme zählt dann trotzdem für die Partei. 2018 holte Johanna Mikl-Leitner bei deutlich besseren Beliebtheitswerten 186.133 Vorzugstimmen und war damit für 41 Prozent der ÖVP-Stimmen verantwortlich.

FPÖ und SPÖ zusammen bei 47 Prozent

Von den anderen Parteien befindet sich die FPÖ, wie auch im Bund, im Aufwind. 24 Prozent würden die Freiheitlichen der Umfrage zufolge erreichen. Landespartei-Chef Udo Landbauer würden 18 Prozent direkt wählen.

Knapp hinter der FPÖ folgt die SPÖ mit 23 Prozent. Spitzenkandidat Franz Schnabl würden elf Prozent direkt zum Landeshauptmann wählen.

Die NEOS könnten aufgrund der in dieser Woche erhobenen Daten mit sieben, die Grünen mit sechs Prozent rechnen. Die beiden Spitzenkandidatinnen Indra Collini (NEOS) und Helga Krismer (Grüne) kommen auf fünf beziehungsweise sechs Prozent der Stimmen bei einer Direktwahl.

Gewählt wird am 29. Jänner 2023. Für die Market-Umfrage wurden 800 Personen persönlich und per Online-Panel befragt. Die Schwankungsbreite beträgt 3,5 Prozentpunkte.

(bf)

Titelbild: HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

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Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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26 Kommentare

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Schoerky
20. 01. 2023 20:41

Passt doch. Die rote Hanni kricht doch der schwarzen in den A

TaurusParvus
20. 01. 2023 20:38

“28% würden die Landeshauptfrau direkt wählen.”
Der Rückgang gegenüber 38% vor fünf Jahren ist signifikant. Vergleiche mit der entsprechenden Parteipräferenz von 39% sind aber mit Vorsicht zu genießen.
Die Partei-Präferenzen summieren sich auf 100%, d.h. Nicht-Deklarationen wurden entfernt oder per Schätzung einer Partei zugeschlagen.
Bei den Kandidaten-Präferenzen wurde die Methode höchstwahrscheinlich nicht angewandt. Das hieße sonst, dass unrealistische 72% einen anderen Kandidaten als Mikl-Leitner direkt wählen würden.

Im Übrigen: Ich vermisse hier weiterhin jene Poster, die bis vor Kurzem unbeirrbar erklärten, warum die MFG mit ihrem innovativen und umfassenden Programm so stark im Kommen ist.

hagerhard
20. 01. 2023 18:20

ich bin geborener niederösterreicher

aber schon vor sehr sehr langer zeit nach wien emigriert.
also in der zwischenzeit ein echter wiener – auch wenn meine frau nicht aus “behmen” kommt.

ich bin sehr froh darüber nicht mehr in der tiefsten dunkelsten provinz dahin darben zu müssen.
wenn ich mir vorstell, dass fast die hälfte meiner umgebung die schwarzen wählt und von der restlichen hälfte wiederum die hälfte die blaunen und dann immerhin ein knappes fünftel der gesamtbevölkerung jemanden wie den landbauer als landeschef wählen würde, krieg ich alle möglichen zustände.
das muss ma sich amal vorstellen – jemanden wie den landbauer !!!

https://www.hagerhard.at/blog/2018/01/udo-landbauer-ein-einzelfall/

hr.lehmann
21. 01. 2023 21:01
Antworte auf  hagerhard

👍👍

TaurusParvus
20. 01. 2023 20:44
Antworte auf  hagerhard

Ich bin von Wien nach Niederösterreich emigriert. Ich könnte mir kein Bundesland vorstellen, wo ich lieber an der Landtagswahl teilnähme, um der vorherrschenden Partei meine Stimme zu verweigern.

hannessy
21. 01. 2023 21:40
Antworte auf  TaurusParvus

Mein Weg führte mich von NÖ über Salzburg und Wien nach OÖ. Stelzer und Haimbuchner sind auch zwei Garanten für Stimmverweigerung mit Genuss.

hagerhard
20. 01. 2023 18:22
Antworte auf  hagerhard

und jetzt seh ich grad, dass in der heutigen zackzack-umfrage 37 % den landbauer wählen würden.
sind auch hier jetzt schon lauter nazis?
oder sads ihr afoch deppad?

hr.lehmann
21. 01. 2023 21:01
Antworte auf  hagerhard

🤝

bmtwins
20. 01. 2023 19:10
Antworte auf  hagerhard

Beides, deppade nazis

hr.lehmann
21. 01. 2023 21:02
Antworte auf  bmtwins

👍

Bastelfan
20. 01. 2023 16:37

es steht viel auf dem spiel.
stimmt, wählt diese bande endlich ab, ihr nösis.

Samui
20. 01. 2023 15:36

Wenn ich mir die heutige Umfrage von ZZ ansehe wird mir schlecht.
So viele rechte A……….im ZZ Forum.
Die Blödheit ist immer und überall.
Leider auch hier.

Zuletzt bearbeitet 17 Tage zuvor von Samui
baer
20. 01. 2023 15:56
Antworte auf  Samui

Ja, wir werden zukünftig aufpassen müssen, sonst werden wir geschnappt. Und was solche mit Sozialdemokraten machen ist eh überliefert…..nach der gestrigen Kickl pinkel Orgie habe ich schon Visionen von debilen Gauleitern in allen viert Vierteln Oberösterreichs. 😬

bmtwins
20. 01. 2023 19:12
Antworte auf  baer

Da fällt mir spontan unser prof wogler ein, der kickl schon zur angelobung in die hofburg “einreiten” sieht

Samui
20. 01. 2023 17:13
Antworte auf  baer

Auferstehung der Ostmark?
Festungsbau?

Cartman
20. 01. 2023 13:31

Abgesehen davon das solche Artikel eher der ÖVP helfen, finde ich es besonders bemerkenswert wie die FPÖ es zu schaffen scheint, die Hühnerf***er und Kuhtrei*** mit abgenutzten Slogans wie, “Festung Österreich” zu mobilisieren. Es kann doch nicht wahr sein, dass sich der offensichtlich doch eklatant hohe Inzuchtkoeffizient dermaßen dramatisch auf die kognitiven Fähigkeiten der Landbevölkerung auswirkt. Die SPÖ lässt sich offensichtlich mitreißen von der dümmst möglichen Art einen Wahlkampf zu führen. Österreich versandet in einem Mix aus Korruption und Unfähigkeit, mir wird schlecht. In diesem Sinne, Cartman setzt sich auch die Mauer, pardon, auf den Zaun.

Bastelfan
20. 01. 2023 16:39
Antworte auf  Cartman

ja, je dümmer, desto mehr hassen die nösis die ausländer, also alle, ausser sich selber, und da bin ich mir nicht einmal sicher, ob es nicht selbsthass ist.

baer
20. 01. 2023 14:31
Antworte auf  Cartman

Der Inzuchtkoeffizient ist eine nicht zu unterschätzende Kraft am Land….

ManFromEarth
20. 01. 2023 16:58
Antworte auf  baer

Habsburger`?

Samui
20. 01. 2023 15:04
Antworte auf  baer

👍

Sig
20. 01. 2023 12:34

Umfrageverbot! Jetzt!

Vor Wahlen haben Umfragen nichts in den Medien verloren. Da muss man ja davon ausgehen, dass die geschönt sind, zugunsten der stimmenstärksten Partei und zugunsten der FPÖ!

nikita
20. 01. 2023 12:12

Mit schlechten Umfragewerten kann man gut zögernde Wähler:innen an Land ziehen.
ÖVP Taktik die seit Schüssel fast immer funktioniert hat.

DaSchauHer
20. 01. 2023 11:20

Sprechblase zum Bild: “Schau MiLe, ungefähr da oben war 2018 mal unser Wähler:innenzuspruch im Vergleich zu heute!”

Eine andere (nicht jugendfreie, inoffizielle) Version lautet: “Schau MiLe, da oben wohnt der riesengroße Fascho-Arsch, der unser schönes, kleines Land bis Oberkante Unterlippe mit organischem Dünger zudeckt…!”

Zuletzt bearbeitet 17 Tage zuvor von DaSchauHer
Samui
20. 01. 2023 11:16

Die Övp verliert….verliert….verliert.
Leider haben wir in Tirol gesehen, das Umfragen gekübelt gehören.
Dir erwecken falsche Hoffnungen 😉

Bastelfan
20. 01. 2023 16:41
Antworte auf  Samui

man braucht hoffnung, an der man sich aufrichten kann.

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