Freitag, Juli 19, 2024

Eva Dichand, Stifterin

Die WKStA-Akten zum Fall „Eva Dichand“ zeichnen ein Unsittenbild des Boulevards in Österreich. Peter Pilz meint, dass sich Akten und Chats selbst kommentieren. Hier zu Eva Dichands Versuch, das Stiftungsgesetz zu beeinflussen.

Wien | Am Anfang geht es um persönliche Verhältnisse der Hauptakteure untereinander. Unter Punkt III kommt die WKStA zum ersten harten Vorwurf: Eva Dichand habe versucht, über Thomas Schmid und seinen Finanzminister Hans Jörg Schelling das Privatstiftungsgesetz zu beeinflussen.

Aus dem „Hansen“ wird das „Motto am Fluss“.

Die WKStA findet den Beleg für das Treffen zwischen Eva Dichand und „Die Presse“-Herausgeber Rainer Nowak.

Dann folgen Einzelgespräche von Schmids BMF-Stiftungsspezialisten mit „Stiftern“ und Gönnern wie dem Fruchtsaft-Produzenten Franz Rauch.

Nach einem Termin mit einem weiteren Kurz-Gönner findet sich eine Erfolgsmeldung an Kurz.

Dann folgt der Stifter-Gipfel mit Kurz-Unterstützern.

Eva Dichand greift zum Telefon.

Ein neuer Entwurf zum Privatstiftungsgesetz mit Verpflichtung zu mehr Transparenz liegt zur Begutachtung vor. Plötzlich ist Eva Dichand „sauer“.

Am 17. Juli 2017 ist alles wieder gut.

Dann kommt Finanzminister Hans Jörg Schelling ins Spiel.

Trotz aller Bemühungen von Eva Dichand kommt am Ende nicht viel heraus. Eine weitere Begünstigung der Stiftungs-Millionäre scheint letzten Endes politisch zu riskant.

Autor

  • Peter Pilz

    Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.

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