Rund um die Casino Austria wird es nicht still. Ausgangspunkt des neuen Skandals um die Casinos Austria war eine anonyme Anzeige. Der Inhalt ist brisant.

Wien, 13. November 2019 / Der Vorfwurf: FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo wird Casino Austria-Vorstand, dafür bekommt Novamatic als Großaktionär der Casino Austria, Glückspiellizenzen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WkSta) ermittelte wegen Bestechung und Bestechlichkeit.

Hausdurchsuchungen bei Ex-Politikern

Nach Hausdurchsuchungen bei HC Strache, Johannes Gudenus und Hubert Fuchs (zackzack hat berichtet) legte die WkSta nach und knöpfte sich die ÖVP vor: Sie durchsuchte die Wohnungen der Ex-ÖVP-Minister Hartwig Löger und Josef Pröll. Die Räumlichkeiten des Casinos-Aufsichtsratsrpäsidenten Walter Rothensteiener blieben ebenfalls nicht verschont.

Aktennotiz gefunden

Brisant: Eine Aktennotiz, die man bei  Rothensteiner gefunden hat. Dieses Schriftstück bestätigt den Verdacht der Absprachen zwischen FPÖ und Novomatic. Hartwig Löger und Josef Pröll dürften ebenfalls davon gewusst haben.

Die gefundene Aktennotize sträubt einem die Haare! Rothensteiner vermerkt über Löger und den Deal.

Novomatic-Chef direkt involviert

Johann Graf, Gründer der Novomatic, hat laut dem Dokument persönlich einen Hintergrunddeal mit der FPÖ gemacht. Novomatic wollte um jeden Preis Sidlo. Graf soll sich dadurch leichteren Zugang zu Glückspiellizenzen erhofft haben.

Sidlo vollkommen unqualifiziert

Dass Sidlo, laut dem zuständigen Headhunter Egon Zehnder, nicht die nötige Qualifikation für die Posten mitbringe, wurde ignoriert. Der tschechische Glückspielriese Sazka, der ebenfalls an den Casino Austria beteiligt ist, soll laut dem Dokument vom Sidlo-Deal gewusst haben. Seit Aufkommen der Affäre befindet sich Peter Sidlo im bezahlten Urlaub.

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

zackzack.at bleibt dran!

(fr)

Titelbild: APA Picturedesk

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