Kurz-Totalabsturz

Anschober auf Platz 1 im Politbarometer

Die Beliebtheitswerte für Kanzler Kurz rasseln in den Keller. Nach 7 Jahren an der Spitze wird er von Gesundheitsminister Anschober auf Platz 1 abgelöst. Auch für Finanzminister und ÖVP-Wien-Kandidat Gernot Blümel schauen die Werte nicht rosig aus.

Wien, 06. Juli | 2484 Tage – So lange war Sebastian Kurz (ÖVP) an der Spitze als beliebteste Politiker in Österreich. Am 16. September 2013 hatte er Platz eins übernommen. Damals war Ex-Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) noch der amtierende Beliebtheitschampion, bis er von Youngster Kurz abgelöst wurde. Doch jetzt scheint sich das zu ändern: Nach dem anfänglichen Höhenflug der Umfragewerte zu Beginn des Covid-19-Ausbruchs, zeigt sich: 43% sehen ihn zwar positiv, aber ebenso sind 30% nicht mit ihm zufrieden. Das ergab eine Umfrage von “Unique Research” im Auftrag von “heute.at”.

Jetzt wurde der Bundeskanzler vom grünen Gesundheitsminister Rudolf Anschober abgelöst. Die sachliche und ruhige Art, für die Anschober mehrfach gelobt wurde, dürfte sich nun bezahlt gemacht haben. Er führt die Liste mit 49% positiven Rückmeldung an, wohingegen nur 15% negative Werte gegenüberstehen. Das Saldo entspricht 34%, bei Sebastian Kurz sind es nur 13%.

Blümel unten durch

Neben dem Bundeskanzler schneidet Finanzminister Gernot Blümel außerordentlich schlecht ab. Die Auszahlungen des Härtfallfonds verzögern sich, die Zahlen für das Budget wurden zu lange rausgezögert und beim Antrag für das neue Budget vergaß der Finanzminister mehrere Nullen – das alles hinterlässt offensichtlich Spuren bei den Werten des ÖVP-Ministers.

Für den Wien-Kandidaten der ÖVP sind diese Werte besorgniserregend. Mit 20% positiven Angaben und 33% negativen ist es kein guter Einstieg für Blümel in den Wien-Wahlkampf. Womöglich ein Grund, dass der besser gereihte Innenminister Karl Nehammer (auf Platz 5) als Ersatzkandidat gehandelt wird. Dieser dementierte aber am Samstag im ORF etwaige Gerüchte.

Top 5 mit 3 Grünen

Während fast alle Politiker durch die Bank an Beliebtheit verlieren, legen die grünen Regierungsmitglieder ordentlich zu. Anschober auf Platz 1, Vizekanzler Kogler auf Platz 3 und Justizministerin Zadic auf Platz 4 präsentieren sich im Ranking der Beliebtheitswerte stark. Für die Türkisen ist das Ranking angesichts der sonst guten Werte für eine fiktive Nationalratswahl ein Desaster: die letzten 4 Plätze werden von ÖVP-Ministerinnen angeführt.

(mp)

Titelbild: APA Picturedesk

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