Sonntag, Mai 19, 2024

2,3, Milliarden Euro mit Coronatests – Pharma-Roche auf Wachstumskurs

Pharma-Roche auf Wachstumskurs

Alleine im ersten Halbjahr 2021 setzte der Schweizer Pharma-Riese Roche 2,3 Milliarden Euro mit Coronatests um. In diesem Zeitraum erlebte man ein Umsatzplus von 51 Prozent.

 

Wien, 22. Juli 2021 | Die anhaltend hohe Nachfrage nach Coronatests hat dem Schweizer Pharmakonzern Roche im ersten Halbjahr Rückenwind gegeben. “Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem dank der Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten und Covid-19-Tests”, zog Vorstandschef Severin Schwan am Donnerstag Bilanz.

Von Krebstherapie zu Coronatests

Roche setzte mit den Tests alleine im ersten Halbjahr 2021 2,5 Milliarden Franken (2,3 Mrd. Euro) um. Der Höhepunkt der Nachfrage dürfte aber im zweiten Quartal erreicht worden sein. In der zweiten Jahreshälfte rechnet Schwan mit einem Rückgang.

Der vor allem für seine Krebstherapien bekannte Konzern aus Basel ist auch der weltgrößte Anbieter von Geräten, Verfahren und Verbrauchsgütern zur Bestimmung von Krankheiten. Im vergangenen Jahr rückte die meist im Schatten des deutlich größeren Pharmageschäfts stehende Diagnostiksparte dank ihrer Coronatests ins Rampenlicht.

Im ersten Halbjahr 2021 wies sie ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 51 Prozent aus, während die Verkäufe im Pharmageschäft um 3 Prozent sanken. Allerdings stand dort im zweiten Quartal wieder ein Verkaufsplus von 4 Prozent zu Buche, nach einem Rückgang von noch 9 Prozent im ersten Jahresviertel. Roche profitierte dabei von einem deutlichen Wachstum bei neuen Medikamenten von 30 Prozent im ersten Halbjahr, das die Belastungen durch den anhaltenden Wettbewerb durch Nachahmermedikamente abfederte. Im Geschäft mit Krebsarzneien ist der Konzern aber noch nicht auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt.

Pandemie für Roche noch lange nicht vorbei

Insgesamt kletterte der Umsatz im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 30,7 Mrd. Schweizer Franken, zu konstanten Wechselkursen stand ein Plus von 8 Prozent zu Buche. Damit schnitt das Unternehmen besser als von Analysten erwartet ab. An der Börse konnte Roche damit aber nicht punkten, die Anteilsscheine verloren gut 2 Prozent.

Für Schwan sind die Impfungen gegen die Covid-19-Erkrankung die “wichtigste Waffe” im Kampf gegen die Pandemie. “Das Virus macht vor Grenzen nicht halt”, fügte Schwan an. Es werde nun entscheidend sein, die Durchimpfung der Bevölkerung weltweit voranzubringen. Schwan ist sich sicher, dass Covid-19 die Gesellschaft noch lange begleiten wird. Nicht zuletzt wegen der verschiedenen Varianten. Delta werde nicht die letzte Variante sein, ist sich der Pharma-Manager sicher.

(ot/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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20 Kommentare

  1. Der Aktienkurs von Roche stieg in den letzten 12 Monaten um über 28 %. Und das obwohl es in der Sparte Krebsmedi (die extrem gewinnbringend sind) und Medi für seltene Krankheiten (ebenfalls sehr gewinnbringend) Rückgänge gab, da ja bekanntlich Krebspatient*innen kaum mehr behandelt wurden, da alle auf Corona starrten.

  2. Eine interessante Frage zu den wirtschaflichen Aspekten der Covid-Krise: wie sieht es mit der Wertschöpfung aus? Wieviel Cent pro Covid-Euro bleiben in Ö hängen, wieviel wandern ins Ausland?
    Wieviel kommen aus dem Ausland zu uns?
    Es werden Tests, Masken, Geräte und andere Dinge eingekauft. Wahrscheinlich auch teilweise in Ö produziert. Labore stockten in Ö Personal auf. Apotheken machen mehr Umsätze. Wie sieht es mit den indirekten Effekten durch mehr Digitalisierung wegen Homeoffice etc. aus?
    Es geht mir nicht darum, die Maßnahmen schönzureden, aber die wirtschaftlichen Hintergründe wären noch besser darzustellen.

  3. Hatte es nicht unseren Kanzler am Anfang der Pandemie zu diesem Konzern hingezogen? Ein Schelm, der ………

    • Der nächste schwarze Wahlkampf ist somit sicher finanziert vorallem wenn man bedenkt dass auch SIEMENS Healthcare mit Aufträgen versorgt wurde und beide Firmen die teuersten Tests an Österreich verkauft haben.

    • Ob seine Freunde / Verwandten noch rechtzeitig vor der Schweiz-Reise Aktien oder Optionsscheine geordert haben ? Wäre zumindest nicht undenkbar. Insiderwissen hat schon so manchen zu Reichtum verholfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  4. Es sterben zwar weit mehr Menschen an Krebs als an Atemwegserkrankungen, aber Geld lässt sich natürlich besser verdienen, wenn man gesunde Menschen krank erklärt. Dass sich Konzerne eine goldenen Nase verdienen während die Bevölkerung immer weiter in die Armut rutscht, dürfte den modernen Sozialisten offenbar kaum stören.

  5. Als hätte man nichts zu verbergen, spielt man das Spiel offen weiter….”…die Pandemie ist noch lange nicht vorbei…..”……

    Natürlich nicht, wenn man Euch fragen würde wohl nie.

    Follow the money.

  6. Wann, wenn nicht nach solchen Artikeln, fallen den Corona-Hysterikern endlich die Schuppen von den Augen?

  7. Ha deswegen ist diese Pandemie ja erfunden worden früher hat es Atemwegsinfekt geheißen oder Grippe dann wurde Corona erfunden und richtig Geld damit gescheffelt. Pharma lobbyierte Politiker und Medientycoone sowie IT und Großkapitalisten ließen ihre lobbyierten Puppen tanzen und die Bevölkerungen blechen. Danke Herr Gates ich hoffe es geht gut!

    • Ob’s dem gut geht? Nachdem ihm sogar die Ehefrau davongelaufen ist, weil er Kontakte zu Epstein hatte. Ja, genau, zum Jeffrey. Der Bill hat nämlich noch weitere Hobbies ausser Viren.

  8. echt? die reichen/konzerne werden reichen aufgrund einer “globalen krise” + die armen ärmer?

    Ist das tatsächlich eine Neuigkeit?

  9. Echt jetzt? Die Mitglieder des WEF machen Gewinn mit der Pandemie? Ich bin wirklich überrascht!

      • Darum ja Impfungen. Medikamente kann man eben nur an Kranke verteilen, da ist denen der Markt schlicht zu klein, darum wollen sie auch die Gesunden behandeln…..das geht aber nicht ohne Vorwand.

  10. Das einzige was bei der Corona Krise fix ist – sie war lukrativ…

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