Umfrage:

Parteichefs verlieren weiter in Beliebtheitsranking

In der neuesten Kanzlerfrage gibt es reihenweise sinkende Beliebtheitswerte für die Parteichefs in der österreichischen Innenpolitik. Auch die Einstellung zu strengeren Maßnahmen für Ungeimpfte wurde abgefragt.

Wien, 18. September 2021 | Das Meinungsforscherinstitut „Unique research“ fragte für das Wochenmagazin „profil“ ab, wie es um die Parteien in Österreich steht. In der Sonntagsfrage bleibt alles beim Alten. Die ÖVP führt mit 35 Prozent. Auf Platz zwei liegt die SPÖ mit 21 Prozent gefolgt von den Freiheitlichen mit 19 Prozent. Die Grünen kommen auf 12 Prozent. Die NEOS einen Prozentpunkt dahinter auf 11 Prozent.

Verluste in Kanzlerfrage für Kurz, Rendi-Wagner und Kogler

Bei einer fiktiven Direktwahl gibt es hingegen Verluste für einige Parteichefs. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geht zwar als Sieger hervor, 28 Prozent sind jedoch ein Prozentpunkt weniger im Vergleich zum Vormonat. Im April 2020 lag der ÖVP-Obmann noch bei 55 Prozent in der Kanzlerfrage. In eineinhalb Jahren hat sich Kurz somit halbiert.

Auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und der Grüne Vizekanzler Werner Kogler müssen bei ihren Beliebtheitswerten Verluste einstecken. Beide verlieren einen Prozentpunkt und kommen nun auf 12 Prozent (Rendi-Wagner) beziehungsweise sechs Prozent (Kogler). Herbert Kickl (FPÖ) gewinnt hingegen einen Prozentpunkt dazu und liegt nun, so wie Rendi-Wagner, bei 12 Prozent. Beate Meinl-Reisinger liegt unverändert bei sieben Prozent und damit vor dem Vizekanzler Kogler.

60 Prozent befürworten Maßnahmen für Ungeimpfte

Neben Partei- und Kanzlerpräferenz wurde ebenfalls nach der Stimmung in der Bevölkerung abgefragt, ob für Ungeimpfte strengere Maßnahmen befürwortet werden. 36 Prozent sehen dies als „absolut richtig“ an. Weiter 24 Prozent als eher richtig. Zwölf Prozent sehen neue Maßnahmen für Ungeimpfte als „eher falsch“ und 22 Prozent als „völlig falsch“.
Befragt wurden zu allen Fragen 800 Personen im Zeitraum von 13. Bis 16. September. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,5 Prozentpunkte.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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