Freitag, April 12, 2024

13 Prozent bei Umfrage: Totalabsturz der Wiener ÖVP

13 Prozent bei Umfrage:

Frisierte, mit Steuergeld bezahlte Umfragen sollen Sebastian Kurz im Jahr 2017 zur Machtübernahme in der ÖVP verholfen haben. Laut einer ersten Wien-Sonntagsfrage nach den jüngsten Korruptionsvorwürfen liegen die Wiener Türkisen nur mehr bei 13 Prozent.

Wien, 09. Oktober 2021 | Vor einem Jahr wurde in Wien gewählt. Die ÖVP Wien unter Gernot Blümel konnte damals ordentlich zulegen. Nach dem 9,2 Prozent-Debakel im Jahr 2015 feierte man 2020 nach einer Verdoppelung auf 20,4 Prozent eine große Party. Die Korruptionsvorwürfe gegen Kurz und die ÖVP werfen die Wiener Türkisen nun wieder zurück, man kratzt wieder am Jurazcka-Niveau von damals, wie die jüngste Wien-Umfrage zeigt.

Blümel-ÖVP stürzt ab

Das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) unter der Leitung von Meinungsforscher Christoph Haselmayer hat für die „Krone“ 1.000 Online-Interviews im Zeitraum von 04. bis 09. Oktober 2021 geführt. Die ÖVP Wien käme demnach auf nur noch 13 Prozent der Stimmen, würde heute gewählt werden. Das wäre ein Minus von 7,5 Prozent, Tendenz weiter fallend. Wie Haselmayer gegenüber der “Krone” erklärt, ist der Rückgang “sicher auch den Hausdurchsuchungen bei der ÖVP Bundespartei, im Bundeskanzleramt oder im Finanzministerium geschuldet”.

SPÖ und FPÖ legen zu

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kann sich indes über einen Zuwachs von fast 4 Prozent freuen. Mit 45 Prozent kratzt er mit seiner Wiener SPÖ an der Absoluten. Die Grünen sinken nach dem Abgang von Birgit Hebein von 14,8 auf 11 Prozent, matchen sich mit der ÖVP um Platz 3. Die FPÖ kommt nach 7 Prozent bei der Wahl 2020 wieder auf 16 Prozent. Auch der pinke Regierungspartner der SPÖ, die NEOS, legen leicht zu: Sie steigern sich in der Umfrage von 7,4 auf 9 Prozent.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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18 Kommentare

  1. Warum ist die ÖVP so stark wie sie ist? Für mich ist der Hauptgrund für die Zustände innerhalb der ÖVP dem massiven Machtausbau in allen Ministerien bis hinunter in kleine Organisationen geschuldet. Seit ca 35 Jahren ständig in einer Regierung wurden sie gerade dazu gebeten sich so richtig zu festigen. Warum ist das so ? Aus Sicht der ÖVP konnten sie sich sicher sein, dass die links angesiedelten Parteien niemals eine Koalition mit der FPÖ eingehen würden und gleichzeitig würden die Linksparteien nie stark genug sein, selbst koalieren zu können. Die ÖVP selbst hingegen hat sich derartige Statuten nicht auferlegt und konnte daher auch zwischendurch mit den freiheitlichen koalieren und blieben auch an der Macht. Geschickt wurde über Jahre der Keil zwischen zB SPÖ und FPÖ getrieben der sogar zur Folge hatte, dass die SPÖ ein Verbot zur Koalition mit der FPÖ in die Statuten aufgenommen hat. Ungeachtet der Parteisympatien konnte so der ÖVP nichts besseres, gut gesteuert, passieren.

  2. Im ländlichen Raum, wo man die Bierkisten mit der Scheibtruhe vom Supermarkt holt, würde die ÖVP sicher wesentlich besser abschneiden als in Wien…
    Ohne ländlichen Raum wäre die ÖVP nicht so stark.

    Dort lassen sich die Leute noch eher etwas von den Politikern aufschwatzen als im urbanen Bereich. Und vor einer Wahl kommt der ÖVP Bürgermeister mit einem Papiersackerl mit einer kleinen Jause und Kugelschreiber. Mit einem kritischen Auge könnte man dabei von einer niederschwelligen Korruption sprechen, die natürlich im Korruptionsparadies Österreich nicht auf Kritik stößt.

  3. Türkis-Grün verliert. Alle anderen gewinnen. Es gibt noch Hoffnung 🙂

    • BEIPACKTEXT, NICHTBEACHTUNG KÖNNTE IHREN HORIZONT BESCHRÄNKEN
      Diese Umfrage ist nicht von Sabine Beinschab und auch nicht von Sophie Karmasin! Sie wurde auch nicht von Wolfgang Fellner oder dem Finanzministerium in Auftrag gegeben!

  4. Ich bin schon sehr gespannt, was Fellner alles bringt, wenn es kein Geld mehr mit dem System Kurz zu verdienen gibt. Wie man sich erzählt, soll sich in seinen Archiven brisantes Material zu Kurz und Ho befinden, die er sozusagen als Lebensversicherung für sich behält (natürlich nur solange wie nötig). Ich traue dem Fellner zu, dass er sich den Untergang von Kurz nicht entgehen lassen, sondern auch das zelebrieren und daraus Kapital schlagen wird. Beruht aber nur auf Hören-Sagen.

  5. Nur der guten Ordnung halber:
    Eine Reduktion des Prozensatzes von 20 auf 13 ist eine Verminderung um 7 Prozent-PUNKTE ! nicht 7 Prozent

    • Danke, hab mir dasselbe auch schon gedacht 🙂 Das tut Mathematikern bissl weh

  6. Die linken Zööööööööööööööööööööööön haben Wien und Graz schon übernommen.
    Liebe ÖVP, die Linken und die Rechten wollen euch gleichermaßen auf 1,3 Prozent sehen, nicht bei 13.

  7. Die Richtung stimmt 😉 Spätestens nach der nächsten Sonntagsfrage werden Se”patz”ian K”orrupti”furz und seine ganze hirnverbrannte Sekte von den Schwarzen vor die Tür gesetzt und können sich beim AMS arbeitslos melden.

    • Die Sonntagsfrage sollte lauten “Finden Sie dass Österreich noch demokratisch regiert wird?”
      Antwortmöglichkeiten: ja, nein, kann ich nicht beurteilen.

      Alleine die Fragestellungen sind schon extrem manipulativ, 150% sind für Kurz laut OEVP24.

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