Freitag, Februar 23, 2024

Salzburg-Umfrage: Verluste für ÖVP und SPÖ

Eine neue Umfrage vom Wochenende sieht in Salzburg deutliche Verluste für die Landeshauptmann-Partei und auch die SPÖ. Die KPÖ sorgt indes für eine Überraschung.

Salzburg/Wien | Nach Niederösterreich und Kärnten droht der nächsten Landeshauptmann-Partei ein Absturz. Laut Umfrage von Peter Hajek für die „Salzburger Nachrichten“ verliert die ÖVP in Salzburg mehr als vier Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2018. Die Partei von Wilfried Haslauer steht laut der Befragung aktuell bei 33 Prozent. Die FPÖ stößt hingegen auf Platz zwei vor und überholt die SPÖ.

FPÖ legt stark zu, SPÖ auf historischem Tief

Bei der Sonntagsfrage kann die FPÖ in dieser Umfrage seit der Wahl 2018 von 18,8 auf 25 Prozent zulegen, die SPÖ würde das historische Tief von der letzten Wahl (20,0) mit 17 Prozent nochmals unterschreiten und nur mehr Nummer 3 im Land sein. Die Grünen mit neun Prozent (2018: 9,3) und die NEOS mit sieben Prozent (2018: 7,3) treten auf der Stelle.

Für die große Überraschung könnte die KPÖ Plus sorgen, die es in der Umfrage auf sechs Prozent bringt und damit in den Landtag einziehen könnte. Die zwei Listen aus dem Lager der Impfkritiker und Corona-Maßnahmen-Gegner – “Wir sind Salzburg” (WIRS) und die “Menschen Freiheit Grundrechte” (MFG) kommen in der Erhebung auf 2 bzw. 1 Prozent.

Beliebtester Politiker ist nicht der Landeshauptmann

Eine weitere Überraschung bringt die Frage nach der Beliebtheit der Politikerinnen und Politiker: ÖVP-Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll – er gilt als Kronprinz von Landeshauptmann Wilfried Haslauer – überholt nämlich seinen Chef hauchdünn: 46 Prozent haben eine sehr gute oder gute Meinung von Schnöll, bei Haslauer sind es 45 Prozent. Der neue SPÖ-Chef und Spitzenkandidat David Egger kommt hier auf 41 Prozent und liegt damit besser als sein FPÖ-Pendant Marlene Svazek (36 Prozent), von NEOS-Chefin Andrea Klambauer haben 33 Prozent eine (sehr) gute Meinung.

Bei “Kurier” verschwindet KPÖ

Auch der “Kurier” berichtete über die Salzburger Umfrage. Kurios dabei: In die Info-Grafik des Umfrageergebnisses schaffte es die KPÖ Plus, die laut der Befragung es in den Landtag einziehen würde, nicht.

Durchgeführt hat die Umfrage Peter Hajek (Public Opinion Strategies) von 9. bis 16. März. Es wurden 800 Salzburgerinnen und Salzburger telefonisch und online befragt, die Schwankungsbreite liegt bei plus/minus 3,5 Prozent.

Titelbild: BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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9 Kommentare

  1. Die Zeit spielt für die schwarze Borgata, größter Verlierer werden die Sozialdemokraten und damit aufbereitet für einen fliegenden Koalitionswechsel mit der schwarzen Borgata sein…

    Es muss dringend heller werden!

  2. Mhm, dass man Dozkozil für das A**lo** hält, dass dafür verantwortlich ist darf man bei zackzack nicht posten. Was für ein abartig kranker Laden mittlerweile.

    Wenn Mitforisten was über “Arier” schreiben und das ganz eindeutig von der rechten Warte aus…. Dann wird nix gelöscht. Wenn ich schreib, dass Doskozil ein A**** ist (nicht mal wortwörtlich!) , dann ist das Posting sofort weg!

    • Ja, zackzack ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Nicht auf zack sozusagen.

  3. …wo ist der Alkohol und meine Pep Pills…😵? Ich will nicht nüchtern gegen die Wand fahren……

  4. Haslauer war bei der Abstimmung der Landeshauptleute zur Impfpflicht “entschuldigt” | Sein auch gegen die Wissenschaft komponierter Song “Ich war immer dagegen – wählt mich, dann können wir was bewegen” wird ihn vor grösserem Stimmenverlust bewahren |Durch das Follow-up mit der FPÖ werden die Salzburger Festspiele Gäste willkommen heissen, die auf int. Sanktions- und/oder Fahndungslisten stehen | Die Rede des BP interessiert mich nicht mehr.

    • Liebe Summa summarum, dieser Lüge wurde selbiger ja schon überführt. Bei dieser Konferenz war er virtuell zugeschalten und stimmte mit ab.
      Lockl wird sicherlich ein beachtliches Muttertagsgedicht komponieren…

      Es muss dringend heller werden!

  5. Wohl das dritte Bundesland wo die FPÖ mitregiert mit der Raika. Wundert aber nicht. Die Affinität der erzkonservativen Provinzspiessern aus NO, OÖ und Salzburg zu den ehemaligen Nazis war schon immer bekannt und berüchtigt. Dass diese sich jetzt wieder mehr und mehr an der FPÖ anbiedern, hat bestimmt damit zu tun dass diese aktuell wieder sehr offen und ungeniert ihre rechtsextremes Weltbild raushängen lassen.

  6. KPÖ weg?
    Upsi, war sicherlich ein ÖVP-Technikfehler und nicht Absicht.
    Nein, niemals.
    Das würde Frau Salomon niemals zulassen.

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