Dienstag, Juni 18, 2024

Kern legt Aufsichtsratsposten bei russischer Staatsbahn zurück

Ex-Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) zieht sich als Aufsichtsrat bei der russischen Staatsbahn RZD zurück. Nach dem Angriff Russlands sei diese Entscheidung „alternativlos“.

 

Wien, 24. Februar 2022 | Der ehemalige Bundeskanzler Österreichs, Christian Kern (SPÖ), zieht sich mit sofortiger Wirkung als Aufsichtsrat bei der russischen Staatsbahn RZD zurück. Kern teilte dies am Donnerstagmorgen, nach dem Angriff Russlands gegen die Ukraine, dem „Standard“ mit. Der vormalige ÖBB-Manager wollte diesen Schritt eigentlich nicht gehen, doch nun sei die Entscheidung für ihn „alternativlos“.

Staatsbahn “Teil einer Kriegslogistik”

In den Morgenstunden habe er die Organe der Joint Stock Company Russian Railways (RDZ) darüber informiert, dass er sein Mandat im Direktorium mit sofortiger Wirkung zurücklege. Die Staatsbahn sei in der Nacht „Teil einer Kriegslogistik geworden“. Das bedaure Kern zutiefst.

Zuvor hatte Kern noch keinen Grund für ein Zurücklegen des Postens gesehen, das Mandat bei der Staatsbahn sei „einfach eine hochinteressante Aufgabe, die ich auch für null Euro machen würde”. Zudem sei es keine politische Aufgabe oder Lobbyingtätigkeit – über Nacht veränderte sich jedoch Kerns Meinung.  “Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser sinnlosen Aggression”, so Kern.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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