Schrecksekunde bei Schwimm-WM: Schwimmerin bewusstlos

Bei der Schwimm-WM in Ungarn ist es zu einem medizinischen Notfall gekommen: Die Amerikanerin Anita Alvarez wurde ohnmächtig und musste aus dem Becken gerettet werden. Für die Schwimmerin dürfte der Vorfall ein Déjà-vu sein.

Budapest, 23. Juni 2022 | Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest ist es am Mittwoch zu einem Zwischenfall mit bangen Momenten bei der Entscheidung in der freien Solo-Kür der Synchronschwimmerinnen gekommen. Die Amerikanerin Anita Alvarez war direkt nach ihrer Darbietung bewusstlos im Becken untergegangen. Ihre Trainerin und eine weitere Person eilten herbei und retteten die 25-Jährige aus dem Becken.

“Ihr geht es gut”, sagte eine Betreuerin des US-Teams schon dreißig Minuten nach dem Ohnmachtsanfall, lediglich der Stress habderen e sie überfordert. “Das passiert ihr öfter”, meinte später ihre österreichische Konkurrentin Vasiliki Alexandri, deren Auftritt kurz bevor stand, gegenüber Journalisten. Ihre Kür sei dadurch aber nicht beeinträchtigt gewesen.

Erinnerungen aus Tokio

Was sie damit meinte: Alvarez hatte während der Olympia-Qualifikation für Tokio im vergangenen Jahr ebenfalls zum Ende ihrer Kür das Bewusstsein verloren und musste von ihrer Trainerin sowie ihrer Duett-Partnerin aus dem Wasser gerettet werden.

Die Österreicherin Alexandri verpasste bei der Schwimm-WM erneute eine Medaille. Allerdings: Die 24-Jährige stellte am Mittwoch im Solo-Bewerb mit starken 90,1333 Punkten einen persönlichen Rekord auf und landete damit auf dem fünften Platz. Wie schon in der Technischen Kür, als Alexandri ebenfalls Fünfte geworden war, reichte es nicht zu ihrer angepeilten ersten WM-Medaille. Auf Bronze fehlten ihr diesmal etwa 1,6 Punkte. Trotzdem zog Alexandri ein positives Fazit: “Ich bin sehr zufrieden, habe alles gegeben. Das erste Mal über 90 Punkte, das war schon sehr wichtig”, sagte die gebürtige Griechin. Sie sei in all ihren vier Auftritten eine Bestleistung geschwommen, mehr könne sie nicht machen.

(apa/am)

Titelbild: APA Picturedesk

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2 Kommentare
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Bastelfan
24. 06. 2022 8:09

Seltsam. Medizinisch überprüfen lassen.

CarpeDiem
24. 06. 2022 14:21
Antworte auf  Bastelfan

passiert immer öfter “plötzlich und unerwartet”, vor allem jungen Sportlern. Schon eigenartig, oder?
Oder gibt es einen offensichtlichen Grund dafür? Wer sieht den Elefanten im Raum? Nicht auf diesen Einzelfall, sondern auf die Häufung derartiger Vorfälle bezogen natürlich!
https://uncutnews.ch/schwindelerregende-zahl-von-sportlern-sind-im-vergangenen-jahr-zusammengebrochen/

Gute Besserung an die Schwimmerin!!