Donnerstag, Mai 23, 2024

EU empfiehlt vierte Impfung für alle ab 60 Jahren

Führende EU-Behörden halten es angesichts einer neuen Corona-Welle in Europa für sinnvoll, allen Menschen im Alter ab 60 Jahren eine weitere Auffrischimpfung gegen Covid-19 zu geben.

Stockholm, 11. Juli 2022 | Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfahlen am Montag, zweite Booster-Impfungen für Personen ab 60 sowie für Vorerkrankte in Betracht zu ziehen. Diese könnten mindestens vier Monate nach der vorherigen Impfung verabreicht werden.

Fallzahlen steigen

Bereits im April hatten die in Stockholm und Amsterdam ansässigen Behörden solche Auffrischdosen für alle ab 80 empfohlen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides forderte am Montag die Regierungen der Mitgliedstaaten auf, sofort für alle ab 60 und für alle anderen schutzbedürftigen Personen eine zweite Booster-Impfung anzubieten. “Es gibt keine Zeit zu verlieren”, betonte sie. An die Bürger appellierte sie, die Impfangebote wahrzunehmen. “Angesichts der Tatsache, dass die Fallzahlen und die Krankenhauseinweisungen mit dem Beginn in die Sommerperiode zunehmen, fordere ich jeden auf, sich so schnell wie möglich impfen und boostern zu lassen”, sagte sie.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon warnte, dass man derzeit steigende Corona-Fallzahlen sehe. Auch bei den Einweisungen in Krankenhäuser und der Belegung von Intensivstationen gehe der Trend in mehreren Ländern nach oben. Hauptgrund für diese Entwicklungen sei die Ausbreitung der Omikron-Untervariante BA.5.

In Österreich ab 65 Jahren empfohlen

“Dies signalisiert den Beginn einer neuen, weitverbreiteten Covid-19-Welle in der Europäischen Union”, erklärte die deutsche Medizinerin. Menschen ab 60 und medizinisch anfällige Bevölkerungsgruppen seien diejenigen mit dem höchsten Risiko schwerwiegender Erkrankungen. Diesen Menschen nun einen zweiten Booster zu geben, werde eine erhebliche Zahl an Krankenhauseinweisungen und Todesfällen verhindern.

In Österreich hatte das Nationale Impfgremium Ende Juni den vierten Stich ab 65 Jahren und für Risikopersonen empfohlen. Auf persönlichen Wunsch ist die Auffrischungsimpfung für alle Personen ab zwölf Jahren vier Monate nach der Drittimpfung möglich, geraten wird zu einem Abstand von sechs Monaten. In Österreich sind bisher knapp über fünf Millionen Personen drittgeimpft, das sind 56 Prozent der Einwohner.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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32 Kommentare

  1. Letztens hatte ich eine Unterhaltung mit einem älteren Herren. Er hat sich neulich die 4. Impfung geholt und seitdem ein unangenehmes schmerzhaftes Stechen im hinteren Rücken.
    Bei der Rückfrage ob er einen Zusammenhang mit der Impfung sieht, meinte der Typ voller Überzeugung, dass komme vom Klimawandel. 🙉 Sein Körper reagiere sehr feinfüllig.

  2. In meinem Umfeld fallen die dreifach Geimpften reihenweise um. Einige sogar mit tödlichen Ausgang. Herzinfarkte, Thrombosen etc.

  3. Ganz anders wieder einmal die Schweiz. Dort empfiehlt man nicht einmal generell den Booster (3. Schuss). Im Gegenteil, wenn du den Booster auf Krankenkasse willst, muss dein Arzt einen triftigen Grund nennen, sonst zahlst du ihn selber. Und während in der EU die nächste “Welle” rollt, ist in der Schweiz alles entspannt, Regierung wie Bevölkerung.

    • … oder mit der Völlerei, da sterben nämlich richtig viele Leute dran. Die sind auch sehr anfällig, wenn es um Infektionskrankheiten geht.

      • DAs ist leider wahr. Seit Jahrzehnten sterben die meisten Menschen an den Folgen des Übergewichtes, danach am Rauchen und Trinken.

          • Das ist ja gut, dass die ausgerottet wurden, da rennst du bei mir offene Türen ein. Aber aktuell und das seit über 30 Jahren ist es so, dass die meisten im Spital landen in Folge von Übergewicht (HK, Schlaganfall, Diabetes, Fettleber etc.) oder Rauchen (Copd, Krebs etc.). Noch wenig beachtet sind die Auswirkungen von Umweltschäden wie Feinstaub, Pestizide, Herbizide und auch die zunehmend industrialisierte Ernährungsweise. Das alles zusammen macht ein Vielfaches der jährlichen Erkrankungswellen der Atemwege aus. Da sind Welten dazwischen.

        • Der Schnitzelbaron von und mit Wien sieht das Anders.
          Schau ma mal wie lange er noch durchhält. (Gesundheitlich nicht politisch)

  4. Ich habe bisher 3 MRNA-Impfungen und 3 Corona-Infektionen überstanden. Jetzt will ich auch noch wissen, wie sich der neue Impfstoff von Valneva auswirkt, als Booster. Valneva soll eine breitere Immunantwort und weniger Nebenwirkungen haben. Hoffentlich erlebe ich das noch, denn die EMA dürfte bei der Zulassung als heterogener Booster schon wieder zugunsten der Big-Player auf der Bremse stehen.

          • Das weiss ja inzwischen jeder Hauptschüler, dass die Corona-Impfung eben nicht vor einer Infektion schützen kann. Ob sie vor schweren Verläufen wie oft behauptet wird, tatsächlich einen gewissen Schutz bietet und falls ja, wie lange, wird unter Mikrobiologen und Immunologen derzeit recht kontrovers diskutiert. Die Studienlage dazu scheint sehr schwach zu sein, insbesondere in Relation zu den medialen Behauptungen dazu.

          • scheint als wisse es nicht jeder hauptschüler das eine impfung gar nicht vor einer infektion schützen kann

            scheint eher als laufen ein haufen idioten rum die nur überlebt haben weil es verpönt ist den trottel nicht vor seiner blödheit zu schützen
            hat ja schon einen gewissen usa style – spielzeug und schoki in einem is verboten weil das liebe trottlkind ja das spielzeug essen könnt

      • Wie gut eine Impfung anschlägt ist von Mensch zu Mensch verschieden. Besonders bei Älteren wirken Impfungen nicht mehr so gut und auch nicht mehr so lange. Ich hab mich Hepatitis B impfen lassen und hab einen lebenslangen Schutz damit während gleichaltrige nach zwei Jahren zur Auffrischung mussten. Ich kenne einige Leute die haben sich 3x mit dem mRNA impfen lassen und sich überhaupt noch nie angesteckt, auch ältere.

    • Hört sich nach einem nicht besonders guten Immunsystem an. Bei mir haben 2 Impfungen und eine Infektion mit Omicron gereicht um eine wirklich gute Immunität aufzubauen. Ich stecke mich seit dem nicht mehr an trotz engem Kontakt mit Infizierten. Mal schauen was an Varianten noch kommt.

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