Montag, März 4, 2024

Pensionserhöhung wegen Inflation steht bevor

Aufgrund der hohen Inflation dürften sich die Pensionen ebenfalls ordentlich erhöhen. Der Pensionistenverband fordert eine Erhöhung, die sogar über den errechneten Anpassungsfaktor hinausgeht.

Wien, 29. Juli 2022 | Angesichts der Teuerung steht den Österreichern eine saftige Pensionserhöhung bevor. Mit den Inflationszahlen vom Juli steht an sich der Anpassungsfaktor für das kommende Jahr fest, wobei die Politik aber auch darüber hinausgehende Zuwendungen beschließen könnte.

Anpassungsfaktor rund 6 Prozent

Genau das fordert der Pensionistenverband. Zumindest dürfte es ein Plus von rund 5,8 Prozent geben. Relevant ist immer die Teuerung zwischen August des Vorjahres und Juli des aktuellen Jahres. Die endgültigen Zahlen liegen zwar für dieses Monat noch nicht vor, jedoch eine Schnellschätzung der Statistik Austria von heute, die die Teuerung im Juli bei 9,2 Prozent sieht.

Pensionisten-Verband: „6 Prozent reichen nicht“

Dies werde aber bei weitem nicht reichen, wie Verbandschef Peter Kostelka in einer Aussendung betont. Er sieht einen Wert von zehn Prozent als “realistische Verhandlungsbasis”.

Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) hatte selbst vor einigen Wochen gemeint, dass die Erhöhung in Richtung acht bis zehn Prozent gehen sollte. Ein Plus von zehn Prozent sei bei tatsächlichen Preisen für den wöchentlichen Einkauf, die zuletzt an die 15 Prozent zugelegt hätten, keine unbotmäßige Forderung, unterstrich Kostelka am Freitag. Vielmehr sei es das Gebot der Stunde.

(apa/red)

Titelbild: APA Picturedesk

Pia Miller-Aichholz
Pia Miller-Aichholz
Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich
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9 Kommentare

  1. Wir befinden uns bereits im Wahlkampf, die Vorfeldorganisationen machen mit nicht einzuhaltenden Versprechungen die Münder der betreffenden Pöbelianer wässrig…
    Es sollte dringend heller werden!

  2. über 6% erhöhung bekomm ich wenn ich die firma wechsel

    apropos
    ich wollt ja noch was machen

  3. 6 % sind keine Erhöhung, sondern eine stille Enteignung der Pensionisten, die ja eh schon Jahre lang bei jedem neuen Abschluss etwas weniger real erhielten. Seit Jahren nämlich. Daher haben wir eine verschwiegene Altersarmut, die aus Scham der Betroffenen kaum in die Öffentlichkeit kommt. Vor allem bei alleinstehenden alten Frauen.

  4. Diese Gaunerei muss ein Ende haben. Bekanntlich wurden die Pensionen mit 1.Januar 2022 um mickrige 1,8% erhöht (ab € 1300 brutto), die nächste Erhöhung gibts mit 1.Januar 2023, real gibts also das erste Mal mehr Geld ab 1.Februar 2023. Bis dahin unterliegen auch die Pensionisten dieser exorbitanten Teuerungswelle, wo bereits seit vielen Monaten die Preise senkrecht gestiegen sind und noch weiter steigen werden. Für die Pensionisten zählt bekanntlich der Warenkorb für den täglichen und wöchentlichen Einkauf, nicht jener Jahreswarenkorb, wo FlatTVs, Südseereisen und E-Bikes um wohlfeile fünf Tausender inkludiert sind. Hoffentlich denken die mehr als zwei Millionen Pensionisten in den Wahlurnen kurz vorm Kreuzerlmachen noch daran, wer ihnen ständig das Geld aus den Taschen stiehlt. Dies gilt übrigens auch für die Arbeitnehmer, nicht dass sich dieselben von mir diskriminiert fühlen…..

    • Nicht nur die Pensionisten werden bestohlen, auch die AN . Für den Dauereinsatz mit Maske seit 2,5 J gibt’s in der Pflege einen mickrigen 500 € Bonus und einen Reallohnverlust. Nur die Zulagen wurden dieses Jahr 2-3 % erhöht..
      Alle Lohnabschlüsse hinken der Inflation hinterher.
      Die Regierung ist zu feig zuzugeben, dass diese exorbitante Inflation hauptsächlich der EZB Geldpolitik (dauerfluten des Marktes mit fortlaufend frisch gedruckten Geld) geschuldet ist.

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