Montag, Februar 26, 2024

Wien Energie und EVN erhöhen Strom- und Gas-Preise mit September

Wien Energie und EVN ziehen die jährliche Preis-Anpassung für Strom und Gas aufgrund der Marktsituation vor. Statt mit Jänner 2023, steigen die Preise schon mit kommendem September.

Wien, 03. August 2022 | Die Energieallianz Austria (EAA) erhöht per 1. September die Preise für Strom und Gas in Wien und Niederösterreich. Aufgrund der „dramatischen Preisanstiege“ wird Index-Anpassung in den Standard-Tarifen der Wien Energie und der EVN als Teil der EAA vorgezogen. Das gab die EAA am Mittwoch bekannt. Wien Energie und EVN wollen die Steigerungen mit Aktionen abfedern, etwa mit Bindungs- und Treue-Aktionen.

Burgenland vorerst nicht betroffen

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) sei binnen eines Jahres um 247 Prozent gestiegen und der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) um 323 Prozent, argumentiert die EAA. Basis der Preis-Anpassungen seien Lieferbedingungen, die dem steigenden Verlauf dieser Indizes folgen. Die vorgezogene indexgebundene Preisanpassung gilt für Produkte der regionalen Energievertriebsgesellschaften der EAA in Wien und Niederösterreich, die im Preisblatt keine detaillierten Preis-Anpassungs-Klauseln haben: EVN Energievertrieb GmbH & Co KG und Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG.

Im Burgenland wird die indexgebundene Preisanpassung im Bereich Strom und Gas nicht vorgezogen. Neben Wien Energie und EVN ist auch die Burgenland Energie (BE) Teil der gemeinsamen Vertriebsschiene EAA. Für Kunden der BE Vertrieb GmbH & Co KG bleibt die bisherige Systematik der bestehenden Lieferbedingungen bestehen.

Künftig zwei Mal jährlich Anpassung

Die Preise werden künftig zweimal pro Jahr zum 1. April und zum 1. Oktober angepasst, so die EVN. Selbiges gilt auch für die Wien Energie. Die Burgenland Energie wird dabei noch folgen, sagten Kenner der APA. “Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass ein Jahr ein sehr langer Zeitraum sein kann. Durch eine zweite Anpassung im Jahr können wir rascher reagieren und auch allfällige Senkungen schneller an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben”, so Zach.

Kunden-Information für August angekündigt

Alle betroffenen Wien-Energie-Kunden werden noch im August per Schreiben über ihr persönliches Angebot informiert. Nicht betroffen sind Kunden, die einen Tarif mit Preisgarantie oder einen Float-Tarif haben. Ebenfalls angepasst werden die Tarife für Elektromobilität. Hier erhöhen sich die sogenannten Tanke-Tarife im Schnitt um 55 Prozent.

Bei der EVN betrifft die Preisanpassung per 1. September 2022 rund 50 Prozent der Haushaltskunden: “Rund die Hälfte unserer Kundinnen und Kunden haben einen klassischen Tarif. Alle anderen haben einen Floating-Tarif, der monatlich an die Energiepreisentwicklung angepasst wird oder haben einen Tarif mit Preisgarantie gewählt”, erläuterte EVN-Sprecher Stefan Zach in einer Aussendung.

Günstigere Energie durch günstiges Verhalten

Kunden soll es aber möglich gemacht werden, Kosten zu reduzieren. Entscheidet sich der Kunde etwa aktiv für eine Registrierung im Kundenportal, für eine E-Mail-Rechnung oder für einen Bankeinzug, helfe er der EVN die operativen Kosten zu reduzieren. “Diese Ersparnis geben wir unseren Kundinnen und Kunden in den betroffenen klassischen Tarifen gerne direkt weiter”, so Zach. Was genau zu tun ist, erfahren betroffene Kunden mittels eines persönlichen Info-Schreibens im August.

(apa/red)

Titelbild: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Redaktion
Redaktion
Die ZackZack Redaktion
LESEN SIE AUCH

Liebe Forumsteilnehmer,

Bitte bleiben Sie anderen Teilnehmern gegenüber höflich und posten Sie nur Relevantes zum Thema.

Ihre Kommentare können sonst entfernt werden.

18 Kommentare

  1. Hat sich von den infantilen schon jemand gefragt warum Russland überhaupt Gas liefern soll. Den Fleischer oder Gemüsemarkt oder Burger oder Veganer Shop kann ich auch nicht zwingen mir etwas zu verkaufen!

    • Zuerst, wen bezeichnen Sie als Infantile?
      2. Es gibt Verträge und Abkommen.
      3. Russland braucht die Einnahmen.
      Denken Sie nach bevor Sie den Gemüsemarkt mit Gas-Lieferverträgen vergleichen.
      Ihre Argumentation ist kindisch.

  2. Rettet die Gewinne Konzerne …
    … beutet dafür die breite Masse aus.

    Die Preise ziehen in allen Belangen an, da wird der Steirer der die Bank überfallen hat nur den Anfang darstellen – die Leit müssn von was Leben und wenns ned anders geht muss sie der Knast verpflegen.

      • Du musst halt noch dazulernen. Frag mal bei Armin Wolf nach, den verehrst du doch so. Der hat doch die Pamela dazu interviewt. Oder ist der Armin jetzt auch zu den Querdenkern gegangen?

  3. Der Ludwig und der Hacker werden den Wienern schon helfen. Die Gasrechnung wird sauteuer, dafür werden dann alle gratis gegurgelt und gestochen.

      • Feyerabend hetzt….ohne Sinn. Er brabbelt einfach nach was die Blaubraunen vorgeben. Man sollte ihn nicht beachten.

          • Gott sei Dank. Bin aber auch in meinem europäischen Domizil nicht betroffen, da ich schon vor vielen Jahren eine Wärmepumpe eingebaut habe und dazu noch ein offenes Kamin mit Holz aus dem eigenen Wald befeuere. Ab Anfang September wieder. Ich bin auch nicht betroffen, weil ich rechtzeitig vor über zfwei Jahren in Öl- und Gasaktien investiert habe und die laufen schneller als die Feuerwehr. Wenn du deine hohe Gasrechnung abstotterst oder beim Tanken fluchst, verdiene ich gleichzeitig daran. Lustig, nicht ?

          • Wen wollen sie damit beeindrucken? In ihrem “europäischen Domizil…” 😂😂😂

Kommentarfunktion ist geschlossen.

ZackZack gibt es weiter gratis. Weil alle, die sich Paywalls nicht leisten können, trotzdem Zugang zu unabhängigem Journalismus haben sollen. Damit wir das ohne Regierungsinserat schaffen, starten wir die „Aktion 3.000“. Wir brauchen 3.000 Club-Mitglieder wie DICH.