Dienstag, Februar 27, 2024

ZackZack am Freitagmorgen – 30. September 2022

30. September 2022

Am Freitag wichtig: EU-Staaten beschließen Maßnahmen gegen hohe Strompreise, Putin annektiert Cherson und Saporischschja, Untersuchungen zu Wiener Missbrauchsfall ausgeweitet, deutsche Wirtschaft beklagt zu geringe Aufmerksamkeit in Österreich.

Wien, 30. September 2022 | Am Freitag kommt es in Brüssel zu einem bedeutenden Treffen der Energieminister. Dabei steht auch Österreich im Fokus. Derweil unternimmt Kreml-Tyrann Putin den nächsten völkerrechtswidrigen Schritt. Die Kurz-Nachrichten am Freitag:

Putin annektiert Cherson und Saporischschja

Moskau/Kiew | Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem weiteren völkerrechtswidrigen Akt die besetzten ukrainischen Gebiete Cherson und Saporischschja als „unabhängige Staaten“ anerkannt. Die entsprechenden Dekrete des Kreml-Tyrannen wurden in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) in Moskau veröffentlicht. Sie gelten als Voraussetzung dafür, dass die Regionen ihre Aufnahme in die Russische Föderation „beantragen“ können.

Untersuchungen zu Wiener Missbrauchsfall ausgeweitet

Wien | Die Wiener Bildungsdirektion hat auf jüngste Medienberichte mit immer mehr Details zu den Missbrauchsvorwürfen rund um einen Sportlehrer an einer Wiener Mittelschule reagiert. Der Lehrer soll mehr als zwei Dutzend Buben im Alter von neun bis 14 Jahren missbraucht haben und hatte womöglich zwei Mittäter. Die Erhebungen einer eigens eingesetzten Untersuchungskommission werden ausgeweitet, wie am Donnerstagabend mitgeteilt wurde.

Deutsche Wirtschaft beklagt zu geringe Aufmerksamkeit in Österreich

Wien/Berlin | Die deutsche Wirtschaft fühlt sich in Österreich nicht ausreichend wahrgenommen. „Wir würden uns manchmal mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen wünschen“, so Thomas Gindele, Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer in Österreich, in einem Gespräch mit der APA. Immerhin hingen 30 Prozent der österreichischen Wertschöpfung an deutschen Investoren und der wirtschaftlichen Verflechtung mit Deutschland.

EU-Staaten beschließen Maßnahmen gegen hohe Strompreise

Brüssel | Die Energieminister der EU-Staaten wollen am Freitag bei einem Sondertreffen in Brüssel Maßnahmen gegen die hohen Strompreise beschließen. Der Entwurf der EU-Kommission umfasst verbindliche Maßnahmen zum Senken des Stromverbrauchs in Spitzenzeiten, das Abschöpfen von sogenannten Zufallsgewinnen sowie eine Solidaritätsabgabe von Energieunternehmen. Von 15 EU-Staaten gefordert wird auch ein Gaspreisdeckel, Österreich fürchtet um seine Versorgungssicherheit – und bremst bislang.

(red/apa)

Titelbild: KENZO TRIBOUILLARD / AFP / picturedesk.com

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33 Kommentare

  1. Schleierhaft! Sabotage Nordstream Thema ist aus den Medien verschwunden. Kann es sein das die USA und die Ukraine dahintersteckt und die Mainstream Weltmedien manipuliert um die Pipeline Sprengung zu vertuschen.

  2. Heute ist der 4. Prozeßtag im Falle der getöteten 13-jährigen Leonie, an der sich in Wien drei Männer sexuell bedienten und die sie nach einer Überdosis Drogen tot am Straßenrand ablegten.

    • Ja und ich hoffe inständig, die Männer werden bald verurteilt und von mir aus lebenslang eingesperrt, damit Leute wie sie, werte Frau Gerda ein totes Mädchen nicht mehr weiter missbrauchen können, in dem Fall für billige Propaganda.

    • Dieser Fall liegt bereits in den Händen der Justiz. Also brauchens diesbezüglich nicht mehr schaumschlagen. Aber ich weiß schon, ihnen geht’s jetzt darum Ängste zu aktivieren und Hass zu schüren gegen in Österreich verweilende männliche Asylwerber und bei uns lebende männliche Migranten. Ich kann sie aber beruhigen. Diesen Job erledigen, auf höherer Bühne als zackzack, bereits geübtere Damen als sie. Also verlassen sie sich ruhig auf Rosa Ecker in OÖ oder auf Bundesebene Edtstadler, Haas, Fürst und Belakowitsch. Von Sachslehner brauchen wir ja nun nicht mehr zu sprechen, aber ihr Job würde ja eh adäquat nachbesetzt. Also unterlassen sie ihre hier ungefragte Polemik und widmen sie sich lieber den vorgegebenen Themen.

  3. Zwischen den russischen Regimechanges und den US-Regimechanges sehe ich keinen allzu grossen Unterschied. Beiden Seiten gemeinsam sind die grossen Kollateralschäden, die in erster Linie die Bevölkerung tragen muss. Der grosse Unterschied ist aber die öffentliche Wahrnehmung und Verurteilung.
    Der Schachzug der Anerkennung und der wohl folglichen Annexion zu Verteidigungszwecken bringt Russland in einen strategischen Vorteil. Jetzt wird es interessant wie die EU/Nato damit umgeht und welches Risiko sie bereit ist einzugehen, um die Gebiete zurückzuerobern. Verantwortungsvolle Politiker müssen den möglichen Kollateralschaden für die lokale Bevölkerung als auch für ganz Europa im Auge behalten. Da wäre es dann gut, wenn diese Entscheidungen nicht Leute treffen würden, die nicht in Europa zuhause sind.

    • Ja wenn man beide Augen verschließt mag es vielleicht so aussehen.
      Tatsächlich aber gibt es Signifikante Unterschiede:
      1. USA ist per Vertrag dazu verpflichtet (Budapester Memorandum) die Integrität der Ukraine zu wahren. Also zuschauen und nix tun geht nicht.
      2. Keiner der “Regime Changes” der USA hat je gedroht zu einem Weltkrieg zu eskalieren.

      Putin wurde 1000x gewarnt, die Ukraine nicht anzugreifen, weil das zu einer Eskalation führen könnte welche ihres gleichen sucht. Er hats dennoch getan, also hören sie hier auf zu relativieren.

  4. Ja, ja der Wiener Missbrauchsfall…
    Behördenversagen wohin man nur schaut.
    Genau so wie beim Massnahmenvollzug, oder den Pflegeheimen, beim CB Skandal usw. usf. – man könnte da noch sehr lange fortsetzen….
    Behördenversagen wohin man schaut – nur ist es offensichtlich noch immer Niemanden so richtig aufgefallen? (Die Volksanwaltschafen sind hier anscheinend hauptverantwortlich. Aber so lange sie mit extra selektierten Fällen und mit Hilfe des Herrn Resetarits weiter ihre PR Sendungen kriegen – die dort gezeigten Fälle können dafür natürlich nichts – und dass wenn es Missstände in diesem Lande geben würde, diese ganz sicher aufgeklärte werden würden, wird die Öffentlichkeit auch weiterhin bestens und mit Steuergeld subvensioniert weiter getäuscht…

  5. “Deutschland, Deutschland über alles”, ich fürchte, das war das Ende der deutschen Philosophie…

    Friedrich Nietzsche

    • “Der Deutsche ist großer Dinge fähig, es ist aber unwahrscheinlich, daß er sie macht.”
      Ebenfalls von Nietzsche

    • Es gibt viele solcher Enden. Setzen Sie statt Deutschland Ukraine ein, oder EU, oder USA, oder Russland, wenn Sie wollen. Staaten, Staatenbünde, sie alle feiern sich. Die Weltgemeinschaft ist eine Utopie. Und sie bleibt eine Utopie.

  6. Die Österreichische Wirtschaft hat sich sehr um die Beziehungen zu Osteuropa und Russland bemüht, das Motto war wohl “besser die Taube auf dem Dach als den Spatz in der Hand”. Da künftig längere Transportwege sowie die Berechenbarkeit des Wirtschaftspartners eine größere Rolle spielen werden, hat man hier wohl einiges aufzuholen was Deutschland betrifft…aber in Österreich scheint ja insgeheim die Meinung vorzuherrschen, wenn erst die Sanktionen weg sind, wird alles wie früher….Deutschland scheint da wesentlich schlauer zu sein, genauso wie Putin der auch anderweitig versucht Anschluss zu finden….aber das kleine “neutrale” Österreich glaubt ja noch immer es würde von allen gehätschelt inkl. Putin…….weil es ja das arme Opfer all dieser Geschehnisse ist, genauso wie in der Vergangenheit…..

    • Es wird wohl eine chiffriert unmißverständlich offizielle Diplomaten-Ansage sein, um aussen- UND wirtschaftspolitisch österreichische Befindlichkeiten den neuen politischen Gegebenheiten / Realitäten gemäß adäquat (endlich?) zu adaptieren. Eng verflochtene wirtschaftliche Beziehungen auch auf politisch diplomatischer Ebene endlich wieder professionell in westlich liberaler Wertegemeinschaft zu flankieren. Den selbstgewählten Weg “nach Russland” unter Kurz’er Ägide (im faschistischen Background-Setting a la MiLe, Sobotka, Pratter, IV, WKO & Co.) nun wieder in neue EU-politisch loyale Bahnen zu lenken … Der konservativ faschistisch tendierte Mafia-Clan sollte nämlich nicht vergessen, dass speziell der bilaterale Aussenhandel mit dem “großen Bruder D” stets DIE verlässliche Lokomotive in der “präferiert neutralen” Wirtschaftsentwicklung, Währungspolitik, Diplomatie etc. war. Lange schon, bevor wir in die EU lavierten…

      • Deutschland wird leider eine Last werden. Dort schwindet die Industrie ins Exil. Ob wir sie dort auch beliefern dürfen? Ich galub da geht was verloren. Ö muss sich außerhalb der “demokratischen Wetegemeinschaft” Partner suchen. Die Zentralbank von Australien ist bankrott. Das Pfund verschwindet als vom Finanzmarkt, England wird zu einem 3.Welt Land. Was bleibt noch übrig? Die USA, das Land der Obdachlosen (homeless people) sagt, “wir zuerst.”

        • Der Yen fällt ins bodenlose, die Schulden zusammen mit der unsolidarischen Zins- etc-Politik der USA erdrücken.
          Übrigens Polen habe ich nicht gemein, die dortige Regierung hat Angst von der Macht verdrängt zu werden, und gefährdet die gesamte EU in höchstem Maße.

  7. Was will uns die deutsche Wirtschaft mit ihrem Gejammere eigentlich mitteilen? Daß sie ein Problem damit haben, daß wir seit 1945 selber entscheiden dürfen, was wir tun?

    • Ein verlässlicherer Partner wie die ganzen ehemaligen Ostblock Staaten sind sie sicher.
      Übrigens 1938 haben wir selbst entschieden das wir unserem Landsmann folgen wollen, Opfer waren wir keine.

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