Samstag, Februar 24, 2024

Umfrage: Bierpartei wäre im Parlament – Knapp hinter NEOS und Grünen

Knapp hinter NEOS und Grünen

Nach dem dritten Platz von Dominik Wlazny bei der Bundespräsidentenwahl schwebt die Bierpartei auf einer Erfolgswelle. Eine aktuelle Umfrage (rein online/1.000 Befragte) sieht sie deutlich im Parlament. Die Vier-Prozent-Hürde wäre keine Bier-Prozent-Hürde.

 

Wien, 14. Oktober 2022 | Eine neue Umfrage der Lazarsfeldgesellschaft zeigt äußerst überraschende Ergebnisse. Die Bierpartei von Dominik Wlazny alias Marco Pogo, wäre nach aktuellem Stand im Parlament. Mit sieben Prozent würde man die Vier-Prozent-Hürde derzeit deutlich überspringen. Bei der Hofburg-Wahl erreichte Wlazny 8,3 Prozent und erreichte den dritten Platz. In Wien erreichte er sogar den zweiten Platz vor FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz.

Bierpartei knapp hinter NEOS und Grünen

Mit sieben erreichten Prozenten wäre die Bierpartei nur einen Prozentpunkt hinter den etablierten Parteien NEOS und den Grünen, die beide auf acht Prozent kommen. An der Spitze liegt auch mit dem Faktor Bierpartei die SPÖ mit 27 Prozent, gefolgt von der FPÖ mit 23 Prozent. Die ÖVP rangiert auf Platz 3 mit 21 Prozent. Die MFG würde mit zwei Prozent den Einzug verpassen. Auch die anderen Kandidaten der Bundespräsidenten-Wahl wurden von Lazarsfeld im Auftrag von oe24 für ein mögliches Nationalratswahl-Antreten abgefragt, würden allerdings an der Vier-Prozent-Hürde deutlich scheitern. Tassilo Wallentin würde mit einer Partei auf zwei Prozent kommen. Gerald Grosz auf ein Prozent.

FPÖ-Höhenflug

Ohne die Hofburg-Kandidaten würde das Bild für eine Nationalratswahl anders aussehen. In einer zweiten Umfrage würde die SPÖ mit 28 Prozent weiterhin an der Spitze liegen, die FPÖ erlebt mit 25 Prozent allerdings einen Höhenflug und setzt sich bereits drei Prozentpunkte von der ÖVP ab. Die Grünen würden auf zehn Prozent kommen, ebenso wie die NEOS.

Für die Umfrage mit den Hofburg Kandidaten wurden 1.000 Personen online im Zeitraum 3. – 12.Oktober 2022 befragt. Für die Umfrage ohne Wlazny, Grosz und Wallentin wurden 2.000 Interviews geführt.

(bf)

Titelbild: ZackZack/Christopher Glanzl

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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39 Kommentare

  1. “Was uns die wohl skurrilste BP-Wahl aller Zeiten zeigt”?
    Das Skurrilste war wohl das Wahldesaster vor 6 Jahren mit Khol, Hundstorfer, Griss & VdB. Das Ergebnis daraus kein Wunder und ist nun prolongiert. Man feiert das getürkte Ergebnis, ohne sich zu schämen!

  2. Ist zwar nicht Thema, aber: Weiß jemand von euch, warum plötzlich bescheuerte Kurz-Artikel überall aufpoppen? Den will jemand den Bauernopfern wieder g´schmackig machen, soviel ist klar. Aber wer? Die ÖVP? Er selber? Andere?

      • Das gibt es nichts abzulenken. Selbst wenn, würde so ein seichter “flooded shit” nicht von so etwas ablenken, abgesehen davon, die Frage nicht beantworten.

        Ihre Antwort lenkt lediglich von der Frage ab, weder, warum Kurz, noch, wer dahinter steckt.

    • Haben die ÖVP, SPÖ, NEOS und die GRÜNEN ein Parteiprogramm für landesweite Themen: Ratlos?
      Die Kandidaten außer dem Gewählten wissen auch, was sie wollten. Selbst die Freiheitlichen sind im Plan.

    • Je älter wir werden, auf umso mehr jüngere Jahre können wir zurückblicken. Es wäre eine vortreffliche Wahl die Sie da träfen.

  3. Wie kann man annehmen, dass man von seiner Stammpartei zu Bier wechseln würde, wenn beide antreten. Der Erfolg von Wlazny ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass für Wähler, die VdB nicht mehr wollten sonst nur mehr Kandidaten aus dem rechten Lager zur Wahl standen. Für mich war das jedenfalls das Wahlmotiv.

  4. Fazit:

    Tritt die Bierpartei an und kommt ins Parlament, sichert sie damit wohl – leider – den Weiterverbleib der ÖVP in der Regierung.

    Ginge man davon aus, dass MFG, Grosz, Wallentin die 4% Hürde nicht schaffen, wären wohl nur zwei Regierungsmehrheiten möglich:

    A) SPÖ/GRÜNE/NEOS/BIER

    B) SPÖ/ÖVP

    Auf das Experiment einer 4er Koalition inklusive Parlamentsnewcomer BIER würde sich die SPÖ wohl nicht einlassen.

    Damit bleibt die ÖVP an den Schalthebeln der Macht. Und kann ihr korruptes “Familienimperium” weiterführen.

  5. Jetzt haben wir mal eine Persönlichkeitswahl hinter uns. Zu einer NRW brauchts aber mehr. Wenn die Bierpartei es schafft auch Themen anzubieten, mit denen man auch über 30 Jährige anspricht – also mehr als bisher – wirds eng für die Neos, aber auch für die Grünen, wenn viele – auch Jungwähler – in D.W.s Partei eine adäquate Alternative erkennen.

  6. Trostlos, seit Jahren das selbe Bild. Die Wähler wandern von der FPÖ zur ÖVP und dann wieder zurück. Bierpartei hin oder her.

  7. So bitter es ist aber es wäre an der Zeit, dass sich rot-blau über eine Zusammenarbeit unterhält, damit dieser schwarz-türkise Sumpf aufgearbeitet wird. Mit den zwei schwarzen Trabanten Grün Neos wird das leider nicht gehen.

    • Haben Sie den Eindruck, Blaue würden, etwa in OÖ oder in Vergangenheit einmal, derartige Ziele verfolgen oder sich eher dranhängen?

  8. naja – eine reine onlineumfrage halt.
    ein derartiges ergebnis hätt ich auch aus dem kaffeesud von heut früh zustande gebracht.

  9. im Osten nichts Neues…….Wählerwanderung von ÖVP zu FPÖ zurück , die SPÖ profitiert nicht davon……as usual…….

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