Montag, Juli 15, 2024

So heißt das erste Tapir-Baby im Zoo Schmiding

Oberösterreich:

Im Zoo Schmiding tapst seit vergangener Woche ein Flachlandtapir-Junges um seine Mutter herum. ZackZack hat die Fotos und den Namen. 

Krenglbach bei Wels, 07. November 2022 | Im oberösterreichischen Zoo Schmiding freut man sich über den ersten Tapir-Nachwuchs. Nach über 13 Monaten Tragezeit hat das Flachland-Tapir-Weibchen Donna Lucia vergangene Woche ein männliches Junges zur Welt gebracht. Die Tierpfleger haben es am Montag “Lupo” getauft, angelehnt an die Namen der Eltern: Donna Lucia und Poroto. Derzeit hält sich das Kleine noch im beheizten Innenbereich im Tapir-Haus auf. Dort können Besucher es durch eine große Einblick-Scheibe beobachten.

Erfolgreiche Paar-Vermittlung

Das Weibchen Donna Lucia war im März 2021 aus dem Odense Zoo in Dänemark nach Schmiding gezogen, wo sie im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms dem Tapir-Männchen Poroto aus dem Nürnberger Zoo zusammengeführt wurde. „Sofort war klar, dass sich die beiden gut verstehen“, wird Tierpflegerin Sonja Kornter in einer Presseaussendung von Montag zitiert. Schon im ersten halben Jahr nach dem Kennenlernen der Tapire sei es zur Paarung gekommen.

14 Millionen Jahre alt

Tapire zählen zu den Säugetieren und sind bis ins Mittlere Miozän, also bis vor 14 Millionen Jahren, nachgewiesen. Durch fossile Funde weiß man, dass sie sich in dieser Zeit körperlich kaum verändert haben. Tapire leben in freier Wildbahn tropischen Regen- und Bergnebelwäldern – auf bis zu 4.500 Höhenmetern. Heute sind vier Arten in Mittel- und Südamerika heimisch, eine Art ist in Südostasien verbreitet. Flachlandtapire sind der größte Vertreter der drei südamerikanischen Arten.

Tapire ernähren sich von weicher Pflanzenkost. Im Zoo Schmiding stehen vorwiegend Blätter, Äste, Rinde, Heu und Gemüse nach Saison auf dem Speiseplan, von Gurken über Karotten über verschiedene Salate bis hin zu Tomaten und Roten Rüben. Auch das Tapir-Baby probiert bereits etwas Gemüse, ernährt sich aber vorerst hauptsächlich von Muttermilch.

Verwandt mit Pferden und Nashörnern

Tapire erinnern von ihrer Statur her an Schweine und das Tapir-Junge mit seinem braunen Fell mit weißen Streifen und Punkten weckt Erinnerungen an Frischlinge. Die nächsten Verwandten von Tapiren sind allerdings Pferde und Nashörner. Die Fellzeichnung beginnt übrigens schon nach einigen Wochen zu verschwinden. Ab etwa einem halben Jahr ist sie ganz verschwunden.

Ausgewachsene Flachland-Tapire erreichen eine Länge von 205 – die Männchen – bis 220 Zentimetern – die Weibchen –, eine maximale Schulterhöhe von 77 respektive 108 Zentimetern und werden zwischen 150 und 250 Kilogramm schwer, wobei Weibchen 25 bis 100 Kilogramm schwerer werden als Männchen. Bis dahin braucht das Junge noch etwas. Derzeit kommt er auf geschätzte 45 Zentimeter Länge und 30 Zentimeter Höhe und wiegt etwa sechs Kilogramm. „Schließlich wird es erwachsen ein Gewicht von circa 200 Kilogramm erreichen. Da muss noch ordentlich Muttermilch geschlürft werden“, heißt es aus dem Zoo Schmiding gegenüber ZackZack.

Mensch größter Feind

Natürliche Feinde des Tapirs sind Großkatzen, wie Puma, Jaguar und Tiger, aber auch Bären und Krokodile. Mit ihren großen Eckzähnen können sich Tapire gut verteidigen, wenn sie nicht flüchten konnten. Wie bei so vielen Arten ist allerdings der Mensch die größte Bedrohung für Tapire. Flachlandtapir-Bestände gelten durch Bejagung und Landschaftszerstörung als gefährdet.

(pma)

Titelbild: Peter Sterns

Autor

  • Pia Miller-Aichholz

    Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich

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