Mittwoch, Juli 24, 2024

Ukrainischer Innenminister getötet

Besorgniserregende Meldung: Bei einem Hubschrauberabsturz wurde der ukrainische Innenminister getötet. Unter den Toten sind weitere ranghohe ukrainische Regierungsmitglieder. 

Kiew/Moskau, 18. Jänner 2023 | Beim Absturz eines Hubschraubers nahe Kiew sind der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj und 17 weitere Menschen ums Leben gekommen. Zu den Toten zählen auch weitere ranghohe Vertreter des Innenministeriums, teilte die Polizei mit. 22 Verletzte würden im Krankenhaus versorgt. Auch drei Kinder seien unter den Todesopfern. Der Helikopter war in der Früh in der Stadt Browary in der Nähe eines Kindergartens abgestürzt. Die Absturzursache ist unklar.

Grund unklar

Die Absturzursache ist noch unklar. Es gibt auch noch keine offizielle Stellungnahme der Ukraine hinsichtlich der Ursache. Auch aus Russland kam zunächst nichts.. Es kursieren Gerüchte im Netz, dass es sich auch um einen Pilotenfehler gehandelt haben könnte. Die Videos vom Absturz werden weltweit mit großer Sorge rund um eine weitere Eskalationsstufe im Krieg aufgenommen.

Die abgestürzte Maschine gehörte offenbar zum Notfalldienst der Regierung in Kiew und lag somit im Verantwortungsbereich des Innenministeriums. Auf Videos, die in den sozialen Medien verbreitet wurden, war ein brennendes Gebäude zu sehen, und man konnte Menschen schreien hören. Reuters konnte die Aufnahmen nicht sofort überprüfen.

Weitere Regierungsmitglieder unter den Opfern

Der 42-jährige Monastyrskyj war im Jahr 2021 zum Innenminister ernannt worden. Neben Monastyrskyj seien mehrere hochrangige Bedienstete des Innenministeriums gestorben, darunter sein erster Stellvertreter Jehwhenij Jenin. 22 Menschen, darunter zehn Kinder, wurden offiziellen Informationen zufolge in Krankenhäuser eingeliefert, Rettungskräfte und Polizisten seien am Ort des Geschehens im Einsatz.

Kam bei einem Helikopterabsturz ums Leben: Der ukrainische Innenminister Denys Monastyrsky. (C) GENYA SAVILOV / AFP / picturedesk.com

Browary liegt rund 20 Kilometer vom Stadtzentrum Kiews entfernt. In den ersten Tagen des am 24. Februar 2022 begonnenen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatte es in der Stadt heftige Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Kräften gegeben.

Der Kiewer Bürgermeister, Vitali Klitschko, links im Bild, neben seinem Bruder und Ex-Boxer Wladimir Klitschko, der gerade in Davos weilt. Ihn erreichte die schreckliche Nachricht via Handy. (C) FABRICE COFFRINI / AFP / picturedesk.com

Bürger sollen Hinweise einreichen

Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, bat »alle Bürger, die über die notwendigen Informationen verfügen«, die Strafverfolgungsbehörden zu kontaktieren. Jedes Detail sei wichtig, schrieb Geraschenko bei Telegram.

Der Gouverneur der Region Kiew, Olexij Kuleba, teilte über den Kurznachrichtendienst Telegram mit: “Zum Zeitpunkt dieser Tragödie befanden sich Kinder und … Personal in der Kindertagesstätte.” Mehrere verhüllte Leichen lagen in einem Hof in der Nähe des beschädigten Kindergartens. Trümmer lagen über einen Spielplatz verstreut. Rettungskräfte waren vor Ort.

Auf Videos in sozialen Medien war zuvor ein brennendes Gebäude zu sehen, und man konnte Menschen schreien hören. Von ukrainischer Seite gab es keine Angaben, ob es zu dem Zeitpunkt des Absturzes russische Angriffe in dem Gebiet gegeben habe. Russland äußerte sich zunächst nicht zu dem Absturz.

Schallenberg setzt Tweet ab

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) zeigte sich auf Twitter “tief betrübt über die Opfer des tragischen Hubschrauberabsturzes in der Nähe eines Kindergartens”. Sein Mitgefühl sei bei den Familien der Opfer und den Menschen in der Ukraine. “Ich wünsche den Verletzten eine vollständige und rasche Genesung.”

Wir werden laufend aktualisieren.

(red/apa)

Titelbild: SERGEI SUPINSKY / AFP / picturedesk.com

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