Mittwoch, Mai 29, 2024

NEOS-Politiker sorgt mit KI-Rede für Lacher

Der steirische NEOS-Klubobmann Niko Swatek hielt im Landtag eine Rede. Erst danach verriet er: es waren nicht seine Worte, sondern die des Text-Roboters “ChatGPT”.

Graz | Seit November gibt es mit “ChatGPT” eine Gratis-Software, die auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) Aufsätze und Referate schreiben, Mathematik-Aufgaben lösen und Gedichte verfassen kann. Der Text-Roboter ist aber offensichtlich auch ein guter Reden-Schreiber.

NEOS-Klubobmann las künstlich erstellte Rede vor

Das demonstrierte der steirische NEOS-Klubobmann Niko Swatek am Dienstag bei einer Sitzung des Steiermärkischen Landtags. Als es zum Tagesordnungspunkt Schulstraßen kam, schritt Swatek zum Podium und hielt sein Plädoyer. Dass die Rede nicht er, sondern die Software geschrieben hatte, verriet er den restlichen Abgeordneten vorerst nicht. Diese hegten auch keinen Verdacht. Abgeordnete wie Armin Forstner (ÖVP) und Helga Ahrer (SPÖ) stimmten den vermeintlich eigenen Gedanken Swateks zu dem Thema sogar zu.

Nach zwei weiteren Rednern lüftete der NEOS-Politiker dann sein Geheimnis. Er trat erneut ans Pult und klärte auf: “Die Rede, die ich gehalten habe, wurde nicht von mir geschrieben, sondern von einer künstlichen Intelligenz verfasst.” Lacher, aber auch Kopfschütteln im Saal waren die Folge.

“Sind nicht vorbereitet”

Swatek wolle mit der Aktion “wachrütteln”, weil es bislang keine Gesetze für diese neue Form von KI gebe. “Unser Schulsystem arbeitet mit Methoden aus dem letzten Jahrhundert”, so Swatek. Künstliche Intelligenz werde unsere Lebenswelt verändern. “Doch wir sind weder als Politik noch als Gesellschaft darauf vorbereitet. Die technologische Revolution ist längst da, jeder kann künstliche Intelligenz zu Hause nutzen. Doch nach wie vor fehlt es an klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen für künstliche Intelligenz”, ergänzte der NEOS-Klubobmann in einer Stellungnahme.

Titelbild: ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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2 Kommentare

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Error 404
15.2.2023 20:11

Was verschwiegen wird, ist, dass der Text immer dem Narrativ folgt.

Ichdenkedas
15.2.2023 12:40

Bist ein Dummerl!

Jetzt: Spionage in der "Russencity"

Denn: ZackZack bist auch DU!