Mittwoch, April 24, 2024

Alles Antisemiten außer Bibi

Es ist keine gute Idee, die Empathie für palästinensische Opfer als „Judenhass“ zu verunglimpfen.

Welchen Grad an Verrücktheit gesellschaftliche Stimmungen und Dynamiken absurder Einseitigkeit erreichen können, zeigte sich unlängst bei der Berlinale, dem Filmfestival in der deutschen Hauptstadt. Da wurde etwa dem jüdischen israelischen Filmemacher Yuval Abraham einer der Hauptpreise verliehen. Ausgezeichnet wurde seine Dokumentation über die Lebensbedingungen der Palästinenser im Westjordanland. Er stand mit einem seiner arabischen Co-Regisseure auf der Bühne, hielt eine Rede, in der er sich für Frieden, einen Waffenstillstand, Versöhnung und Gleichberechtigung einsetzte, und bezeichnete die administrativen Benachteiligungen der Bewohner in der besetzten Westbank als „Apartheid“. Nun ist Israel innerhalb seiner Landesgrenzen sicherlich kein „Apartheid“-Staat, aber das Regiment in den besetzen Gebieten ist gekennzeichnet durch drei verschiedene Verwaltungsregionen, zerschnitten durch dutzende Korridore und Checkpoints, in denen jeweils unterschiedliche Normen bezüglich Bewegungsfreiheit usw. herrschen, was ja exakt die Definition von Apartheid ist. Das Absurde war aber: Es ging gleich ein Aufschrei durch die deutschen Lande, dass bei der Berlinale „Antisemitismus“ gepredigt werde.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein jüdischer Israeli plädiert für Frieden, Waffenstillstand, Gerechtigkeit und rechtliche Gleichstellung – dafür, wie er explizit sagte, dass seinem Co-Regisseur die gleichen Rechte zustehen sollten wie ihm selbst (!) – und wird dann mit dem „Antisemitismus“-Vorwurf niedergemacht.

Deutsche beschimpfen Juden als Antisemiten!

Dass dieser Vorwurf nicht zuletzt auch von Deutschen kam, von denen wohl nicht wenige Enkel und Urenkel von Nazi-Mitläufern oder -Verbrechern sind, gibt dem Ganzen noch eine zusätzliche schlecht riechende Note.

Die Deutschen beschimpfen also Juden als Antisemiten. Man kann sich kaum etwas Verrückteres ausdenken. Aber es ist fast schon alltäglich geworden.

Wie verantwortungslos mittlerweile mit der Antisemitismus-Vokabel herumgeworfen wird, ist skandalös und auch völlig kontraproduktiv. Wer Empathie für die vielen zigtausend zivilen Opfer im Gazastreifen nicht nur heimlich hegt, sondern auch offen ausspricht, muss schon damit rechnen, als „Antisemit“ gebrandmarkt zu werden.

Die Hamas hat am 7. Oktober nicht nur einen folgenschweren Terroranschlag verübt, sondern ein brutales Massaker, ein sadistisches Blutbad, das über tausend Todesopfer forderte, und sie hält immer noch dutzende Geiseln in ihrer Gewalt. Mit Recht wurde oft der Vorwurf erhoben, dass es vielen Palästina-Solidaritäts-Aktivisten an Empathie für diese Opfer fehlt, und sie nur die Opfer der israelischen Anti-Hamas- und Vergeltungs-Operationen beklagen, und dass diese Kaltherzigkeit im Extremfall auch Folge von blankem Antisemitismus ist. Juden in aller Welt sind echtem Antisemitismus ausgesetzt, haben nicht nur ein subjektives Bedrohungsgefühl, sondern sind in einer aufgeheizten Atmosphäre auch realen Bedrohungen ausgesetzt, wie zuletzt ein Messerangriff eines jungen tunesischstämmigen Schweizers auf einen orthodoxen Juden in der Schweiz zeigte.

Nach dem 7. Oktober sind aber auch über 30.000 Bewohner des Gazastreifens ums Leben gekommen, und man darf getrost davon ausgehen, dass wohl nicht einmal ein Drittel davon aktive Hamas-Kämpfer waren. Der Rest sind Zivilisten, die nach den Normen des Kriegsvölkerrechts geschützt werden müssen. Die mangelnde Empathie mit den jüdischen Opfern des 7. Oktober ist moralisch skandalös, aber genauso ist es die mangelnde Empathie mit den massenhaft getöteten Zivilisten im Gazastreifen. Wer aber diesen Aspekt des Massakers erschütternd findet, der wird gleich selbst moralisch niedergemacht und damit mit echten Antisemiten in einen Topf geworfen.

In Folge davon gibt es in Deutschland und Österreich mehr Empörung darüber, wenn jemand die Inkaufnahme von zehntausenden zivilen Opfern ein „Massaker“ nennt – als der Vorgang des Massakrierens selbst.

Es ist eigentlich unglaublich: Die Diskurse sind in Österreich und Deutschland völlig entgleist.

Nicht einmal in Israel selbst, wo die Traumatisierung durch das Hamas-Gemetzel so etwas wie „Einseitigkeit“ psychologisch erklären würde (sie wäre dort absolut verständlich), sind die Diskurse so grotesk einseitig wie hier. Und zwar bei weitem nicht. Was in Israel eine ganz alltägliche Kritik an der Regierung ist, die noch nicht einmal sonderlich für Aufmerksamkeit sorgen würde, wird hier als „Antisemitismus“ verunglimpft. „Es ist ja nur in Deutschland so, dass jeder, der Kritik übt, gecancelt oder beschimpft wird“, konstatiert die Wiener jüdische Filmemacherin Ruth Beckermann erschrocken. Das „Rede- und Denkverbot“ verhindere auch Gespräche, Streit, aber auch die Artikulation der Verwirrtheit und der verschiedensten Intuitionen, die viele Menschen haben. Hierzulande gibt es nicht einmal mehr eine akkurate Berichterstattung – weil die bloße Artikulation von Fakten, die den Propagandisten nicht passen, schon zu Shitstorms führen kann.

Ein nicht unwesentlicher Teil davon ist natürlich Propaganda. Propaganda ist, wie wir alle wissen, nichts anderes als eine zynisch kalkulierte, instrumentell motivierte Strategie zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Öffentliche Meinung beeinflusst man, indem man die eigenen Interessen als gerecht hinstellt, aber auch indem man andere Meinungen diskreditiert, und wenn möglich so weit, dass sich niemand mehr diese abweichenden Meinungen zu sagen traut. Das ist bekanntlich unschön, intellektuell abstoßend und ethisch verwerflich, aber so funktioniert Propaganda nun einmal. Die radikale israelische Rechte, vor allem Benjamin Netanjahu und seine heutigen faschistischen Bündnispartner, haben seit Jahren strategisch darauf hingearbeitet, jede Kritik an ihrer Politik als „antisemitisch“ zu verleumden. Propaganda, so kann man das auch definieren, lebt von Lügen, an die die Propagandisten in aller Regel selbst nicht glauben.

Propaganda als Gehirnwäsche

Das Fatale ist aber das Gift, das die Propaganda bewirkt. Es gibt mittlerweile viele Menschen mit ehrenwerten Motiven und noblen Überzeugungen, die tatsächlich diese Propaganda glauben. Die wirklich glauben, dass jede Kritik am israelischen Vorgehen, dass jede Erschütterung über das kriegerische Massaker und jedes Erschrecken über palästinensisches Leid Ausdruck von „Antisemitismus“ sei, deren Artikulation im öffentlichen Raum gänzlich unterdrückt gehört. Das sind die toxischen Symptome von Propaganda, und wir wissen aus vielen Ereignissen der Geschichte und Gegenwart, dass Propaganda wie eine Gehirnwäsche wirkt.

Es ist ja auch auf den verschiedensten Seiten so: viele Muslime – ob im Nahen Osten oder irgendwo anders auf der Welt – sind ebenso der Meinung, dass Muslime nichts als Opfer westlicher Gewaltherrschaft, imperialistischer Überfälle und antiislamischen und rassistischen Ressentiments sind. Auch diese Überzeugung ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, sondern operiert mit Tatsachensubstraten, die aber zu einem überzogenen Schwarz-Weiß-Bild verwandelt werden. Wenn ein solches dichotomisches Bild einmal etabliert ist, dann sind manche überzeugt, dass jede Form von Gegenwehr erlaubt oder zumindest rechtfertigbar ist. Auch westliche, nichtmuslimische Linke, Antiimperialisten oder Anhänger gewisser Spielarten postkolonialer „Theorie“ sind dafür mehr als empfänglich (die Gänsefüßchen sollen die Diskrepanz zwischen klugen Aspekten der Theorie und eher dümmlichen Schlagwort-Versimpelungen derselben illustrieren).

Das darf aber nicht übersehen lassen, dass sich auch die Gegenseite mehr und mehr in radikalisierte Einseitigkeiten hineinschraubt, was so weit geht, dass von einem in Deutschland veranstalteten internationalen Filmfestival gefordert wird, es möge abweichende Meinungen künftig nicht mehr zulassen.

Die Falle der Selbstgerechtigkeit

Die jeweiligen Meinungsgemeinschaften lassen sich auch die absurdesten Dinge einfallen, um die jeweils eigene Seite über alle Kritik erhaben darzustellen. So wie manche Pro-Palästina-Aktivisten wirklich meinen, dass die Geschichte von Leid und Unterdrückung alles rechtfertigt, so argumentieren heute nicht nur Netanjahu-Anhänger, dass es in Gaza gar keine „unschuldigen Opfer“ gäbe, da quasi jeder Zivilist mitschuldig sei, weil man die Hamas nicht gestürzt hat, oder schlimmer noch, weil viele Einwohner Gazas selbst einzelne oder sogar viele Elemente der radikal-islamischen Ideologie teilen. Das ist in etwa so absurd als würde jemand sagen, das Massakrieren israelischer tanzender Twentysomethings ließe sich legitimieren, weil ja schließlich die Rechts-Ultrarechts-Koalition bei Wahlen gewonnen hat.

Leute, so geht das nicht, denn sogar dann, wenn Menschen in den Sog verurteilungswürdiger Ansichten geraten, rechtfertigt das niemals moralisch ihre Tötung, ganz abgesehen davon, dass Völkerrecht und Kriegsrecht hier verdammt eindeutig sind. Nicht nur Zivilisten mit netten Ansichten sind durch das Völkerrecht geschützt, sondern auch Verhetzte, Dumme oder Konformisten, die nachplappern, was ihre Herrschenden sagen.

Alle Wahnsinnigkeiten und alle Einseitigkeit muss leidenschaftlich bekämpft werden, und wenn immer möglich müssen Doppelstandards vermieden werden. Wenn man der einen Seite etwas vorwirft, kann man es nicht bei der anderen Seite entschuldigen. Besonders lustig ist das etwa in Hinblick auf die Parole „Palestine will be free, from the river to the sea“. Nun hat die Hamas sicherlich eine andere Vorstellung von einem „Free Palestine“ als Humanisten, die von einem multiethnischen, demokratischen Zusammenleben von Juden und Arabern zwischen „river and sea“ träumen. Aber die Unterstellung, dass auch nur ein relevanter Teil jener, die diese Parole nachplappern Judenhasser seien, ist eben auch: Eine Unterstellung, die man zunächst einmal belegen sollte. Mein Verdacht: Es wird welche geben, für die das zutrifft. Es wird welche geben, für die das nicht zutrifft. Heute wird aber diese Phrase als Beleg für Antisemitismus oder sogar Schlimmeres (nämlich als Aufruf zum Judenmord) gesehen. Sie ist sogar strafbar. Was aber offenbar niemand weiß und auch von den Strafverfolgungsbehörden wohl eher nicht geahndet wird: auch die Likud-Partei Benjamin Netanjahus benützt diese Parole, nur umgedreht. In deren Gründungscharta heißt es nämlich: „Between the sea and the Jordan there will only be Israeli sovereignty.“ Forderungen, dass das Bekenntnis zur Likud-Partei und ihrer Charta strafbar werden soll, sind allerdings keine bekannt.

Groteske Doppelstandards

Persönlich können mir ja beide Versionen gestohlen bleiben, denn die palästinensische Variante würde im freundlichsten aller Fälle auf ein Ende von Israel als sicherer Heimstatt für Juden aus aller Welt hinauslaufen, die Likud-Version auf Siedler-Raub, gewaltsame Landnahme, Vertreibung der ansässigen Bevölkerung und ethnische Säuberung.  

Man kann jetzt natürlich der Meinung sein, dass man gerne beide Versionen verbieten solle. Aber man kann genauso gut der Meinung sein, dass eine liberale Demokratie auch dumme Ansichten aushalten muss. Ich neige stets zur möglichst liberalen Auffassung, da Verbote leicht eine schiefe Bahn etablieren, wenn man damit einmal anfängt. Was aber nicht möglich ist, das ist, der einen Seite jede Form von Artikulation durch moralische Verunglimpfung oder in dem Fall sogar durch das Strafrecht zu verunmöglichen und auf der anderen Seite grotesk gegensätzliche Maßstäbe anlegen.

Die strategische Operation, auch noch die leiseste Kritik am israelischen Vorgehen unter Antisemitismus-Verdacht zu stellen, ist aber auch noch aus anderen Gründen fatal: Es ist nie gut, Menschen die Möglichkeit zu nehmen, ihr Unbehagen zu artikulieren. Das treibt auch die Anständigen und Moderaten in die Hände der Radikalen, zerstört die intellektuelle Unterscheidungsfähigkeit und verunmöglicht Gespräche. Zugleich untergräbt es die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Selbstkorrektur. Nichts gefährdet die Sicherheit Israels so sehr wie seine radikale Regierung, die sich Kritik durch Verleumdung vom Hals schafft, und deren Mitläufer, die wie in einer Fankurve von den Rängen dieselbe auch noch anfeuern.

Diese Claqueure sind jene Art von Freunden, von denen der Volksmund üblicherweise sagt: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.

Titelbild: Miriam Moné

Robert Misik
Robert Misik
Robert Misik ist einer der schärfsten Beobachter einer Politik, die nach links schimpft und nach rechts abrutscht.
LESEN SIE AUCH

Liebe Forumsteilnehmer,

Bitte bleiben Sie anderen Teilnehmern gegenüber höflich und posten Sie nur Relevantes zum Thema.

Ihre Kommentare können sonst entfernt werden.

86 Kommentare

  1. Zivile Opfer in einem Krieg mit den ausschließlich zivilen Opfern eines beispiellosen Terrormassakers gleichzusetzen, ist wohl das mieseste was man sich vorstellen kann.
    Sie als Antisemit zu bezeichnen erachte ich als durchaus legitim

  2. Man kann die derzeitigen Kriege nicht ideologisch einordnen. Aber es wird versucht. Es ist eigentlich ziemlich enervierend diese vielen Versuche, auf welcher Seite auch immer, zu lesen und zu hören.

    Franco hat der Welt gezeigt, dass man Faschismus ganz ohne Ideologie entfalten kann. Ja, die Franco-Diktatur währte sogar länger als jede andere faschistische Diktatur. Der ideologiefreie Faschismus ist reine Machtausübung, reine Gewaltherrschaft, befreit von jedem Popanz. Das hat sich die Kreml-Mafia nach 2000 zu Herzen genommen. In der Ideologiefreiheit kann man die rechtsradikalen russischen Nazischergen in die Kader integrieren und alle, die einem entgegenstehen “Nazis” nennen. Mit dieser Ideologiefreiheit kann man einen “Heiligen Krieg” (Putin) ausrufen und den rus orthodoxen Glauben als heilig ansehen und den Muslim Assad dazu nicken lassen, der bestimmt mit DIESEM heiligen Krieg nichts zu tun hat. https://www.youtube.com/watch?v=apv2UmjD33s (3 min Interviewausschnitt: Solowjow – Assad). Im ideologiefreien Faschismus kann man die Unterdrückung und Knechtung der Menschen Freiheit nennen. Alles, egal was, wird durch den ideologiefreien Faschismus beliebig, man kann alles drehen, wie man es braucht.

    Das ist m.E. der Ausgangspunkt, an dem wir stehen. Faschismus ist aggressiv. Nach innen und auch nach außen, wo sich eine Möglichkeit bietet. Was unterscheidet die Hamas-Herrschaft von der Kreml-Herrschaft oder von der Erdogan-Herrschaft? Eigentlich nichts. Es werden nur jeweils andere Gründe für aggressives Vorgehen genannt. Und die Gründe ändern sich je nach Gesamtlage und werden ausgetauscht.

    Warum wir in Europa also versuchen uns mit einer Einordnung zu beschäftigen, ist mir unverständlich. Da sind Menschen, die wollen herrschen, nicht regieren sondern absolutistisch herrschen, niemandem Rechenschaft schuldig sein, alles machen können, wie es ihnen beliebt. Das einzuordnen bedarf keiner Ideologie (es ist nicht kapitalistisch und nicht kommunistisch). Es ist undemokratisch. Es ist manipulativ. Es geht um Vernichtung persönlicher Freiheiten.

  3. Ich bin davon überzeugt, dass die Hamas das Massaker vom 7.10. in vollem Bewusstsein der darauf folgenden Konsequenz gemacht hat – und deswegen auf diese grauenvolle Art begangen hat. Denn dadurch war die Antwort Israels klar.

    Sie opfern wissentlich ihr Volk, um die Welt gegen Israel aufzuhetzen, um mit dem Finger zeigen zu können, “seht her, die sind um nichts besser als wir, die gehören vernichtet”

    Aber ich bin ja nur eine alte Verschwörungstheoretikerin.

  4. Schon wieder mit zweierlei Maß gemessen, Herr Misik?

    Als 2021/2022 zehntausende Grünen-Wählerinnen und- Wähler von “ihrer” Partei, namentlich durch Herrn Vizekanzler Werner Kogler, als “Rechte”, “Nazi”, “Schwurbler”, “Leerdenker”, usw. beleidigt, beschimpft und diffamiert wurden – wo war da Ihr “Kommentar”, Ihre “Stellungnahme”, Ihre “Feststellung”, wie “absurd” das sei, dass ein Politiker seine eigenen Wählerinnen und Wähler derart ins rechte Eck stellt – völlig unreflektiert, völlig ahnungslos? (Es gipfelte darin, dass er damit sogar seine eigene Parteikollegin Madeleine Petrovic, der wohl niemand unterstellen wird, eine Rechte zu sein, beleidigt hat.)

    Menschen, die nichts anderes getan haben, als ihre Rechte wahrzunehmen und durch ihre Meinung und Haltung für diese einzustehen, auf friedliche, ruhige, konsequente, sachliche Weise. Herr Kogler war auf keiner einzigen Demonstration und hat mit niemandem dieser Leute gesprochen (im Gegensatz zu mir, z. B.).

    Aber da waren sie vermutlich “zu sehr beschäftigt” für einen Kommentar, Herr Misik, nicht wahr?

    • @ SPQR
      Daumen hoch!

      Und aus diesem Grund plädiere ich für eine Personenwahl, anstatt Parteienwahl.
      Dann könnte man die Politiker wählen, zb. von der SPÖ, oder den Neos, die diese Vorgehensweise verurteilt haben und gegen die Impfpflicht und die unsäglichen Maßnahmen (2G, Lockdown für ungeimpfte) gestimmt haben.

  5. @baer: Sie schreiben: “Es wäre schön, wenn sie uns stattdessen mitteilen würden, wer von offizieller Seite der Palästinenser jemals die Gräueltaten der Hamas verurteilt hat oder zumindest eine offizielle Verurteilung derselben einfordert? Mir ist nämlich ebenfalls keiner bekannt.”
    Es geht nicht darum, was Ihnen bekannt oder nicht bekannt ist. Hinter Ihrer Forderung nach “offizieller Verurteilung durch die Palästinenser” steht die stillschweigende Drohung, Palästinenser unter Generalverdacht zu stellen, wenn sie Forderungen wie der Ihren nicht von selber nachkommen. Mit Verlauf, aber das ist eine niederträchtige Forderung.
    Oder fordern Sie auch von der anderen Seite “offizielle Verurteilungen” ein, wenn israelische Besatzungssoldaten zuschauen (oder sogar nachhelfen), wie gewalttätige Siedler friedlichen Hirten ihre Schafherden stehlen, ihre Olivenhaine nachts abfackeln, ihre Häuser und Schulen anzünden und sie verprügeln (oder gleich erschießen), wenn sie protestieren, so wie das seit Jahren tagtäglich im C-Gebiet geschieht?
    Ich empfehle Ihnen, die Interviews mit Palästinensern unter dem Titel zu lesen: “‘Hamas Doesn’t Represent Me. Why Should I Have to Prove My Loyalty to You?'” Ob Sie dann anders über Ihre Argumentation denken werden? Daraus nur ein Zitat eines bekannten arabischen Restaurantbesitzers in En Rafa an der Straße nach Jerusalem (übersetzt):
    “Ich sagte mir: ‘Brauche ich wirklich jemanden, der mir sagt, ich soll [das Massaker] verurteilen? Schließlich verurteilt es jeder Mensch, der etwas auf dem Kasten hat, also warum werde ich das gefragt? Unsere Loyalität wird immer in Frage gestellt werden. Es macht mich jedes Mal wahnsinnig, wenn ich meine Loyalität gegenüber dem Land unter Beweis stellen muss, als wäre ich nicht Teil des Landes. Anstatt einen Facebook-Post zu schreiben, habe ich die Flamme gesenkt: Ich habe die Familien der Geiseln und die Evakuierten unterstützt und mich freiwillig in den Einsatzzentralen gemeldet, genau wie jeder Israeli. Und ich habe darum gebeten, dass dies nicht veröffentlicht wird, weil man dann sagen würde: ‘Seht mal, was für gute Araber.'”
    https://www.haaretz.com/middle-east-news/palestinians/2024-03-06/ty-article-magazine/.premium/five-top-palestinian-chefs-dare-to-open-up-about-their-new-realities-in-israel/0000018e-0eff-d547-a19e-8effe03c0000

    • Ja, es empört und muss umso mehr empören, wenn die eigenen Leute Gräueltaten begehen. Denn wer einem nahe ist, dem möchte man keine Vergewaltigung, keine Schändung und keinen Mord zuschreiben müssen.

      Ja, Palästinenser müssen ebenso das Massaker verurteilen wie Israelis schändliche Entgleisungen der israelischen Armee. Selbstverständlich tun sie das. Nicht alle. Aber es gibt auch die Demonstrationen dazu. Sicher, die Hamas hat eine Gewaltherrschaft errichtet, Demonstrationen gegen die Hamas werden mit dem sofortigen Tod bestraft. Und mit der Drohung die ganze Familie auszurotten. Und manchmal tun sie es auch. Darum kann es in Gaza keine Demonstrationen geben.

      Aber Palästinenser können schon jetzt darüber nachdenken, wie sie ihre zukünftige Regierung haben wollen. Sie werden wieder Gewaltherrscher wählen, wenn sie sich von der Hamas und ihren Gräueln nicht distanzieren. Das ist eine Frage der Psychohygiene. Es ist eine Sache einer Propaganda zu verfallen. Es ist eine andere Sache dieser Propaganda weiterhin anzuhängen, während schon alles in Schutt und Asche liegt. In Israel hat dieser Reflexionsprozess seit der Justizreformgeschichte begonnen. Die Justizreform, die Netanjahu in Israel mit seinen ultrarechten Pertnern anstrebt, würde Israel recht schnell zu einer Geealtherrschaft umgestalten können. Die Ultrarechten träumen von einem Gotteststaat Israel, so wie es der Iran ist. Damit wäre die Demokratie beendet.

      Es wird viel brauchen, um einen Frieden zu ermöglichen. Voraussetzung für Frieden sind Menschen, die Frieden wollen. Und man kann nicht einen Frieden wollen, solange man Gewaltherrschern nicht abschwört.

        • Dieser Kommentar der “Jüdischen Allgemeinen” vergleicht die Beschwernisse der südisraelischen Siedler (die immerhin Schutzräume, Alarmsignale und Iron Dom haben) als Folge der Hamas-Raketen mit den monatelangen täglichen Flächenzerstörungen des Gazastreifens durch israelische Artillerie und Bomber bei zehntausenden Toten, vor allem Frauen und Kindern – das ist ja die Höhe! Damit verstößt der Kommentator selber gegen die von ihm geforderte “Blindheits-Therapie”.
          Detail am Rande: Der araberfeindliche Judenstaat hat nur für jüdische Siedlungen diese Schutzeinrichtungen vorgesehen. Beduinenansiedlungen im Negev bleiben schutzlos und sind dementsprechend gefährdert. Das entspricht der jahrzehntelangen Politik der “Säuberung” von nichtjüdischen Negev-Bewohnern (über 1000 Abrisse pro Jahr). Deswegen weigert sich der Staat auch, diese nachweislich seit vielen Jahrhunderten wohnhaften Halbnomaden als indigenes Volk anzuerkennen entgegen dem Völkergewohnheitsrecht (UNDRIP; 2007), vgl. I. Abu-Saad, “The indigenous Palestinian Bedouin of the Naqab: Forced urbanization and denied Recognition” (https://tinyurl.com/ydb6sv6u).

          • Die Raketen nach Israel gab’s aber auch schon vor dem 7.Oktober, und vor der Reaktion Israels.
            Übrigends gibt es die Raketen gegen israelische Zivilisten aus dem Gaza Streifen immer noch, aus dem Libanon und aus Jemen mittlerweile auch.
            Und jetzt erzählen Sie mir bitte noch was über die armen Palästinenser.

          • Das wissma doch alles. Aber was Sie offenbar nicht wissen: Der Ideologie des politischen Zionismus (anfangs säkular und antijüdisch) entsprach von Anfang an die unverhohlene Absicht, die Kolonisierung des historischen Palästinas unter Verdrängung der indigenen Bevölkerung zu betreiben: Maximalismus des Flächenbesitzes bei Minimalismus der verbleibenden arabischen Bevölkerung. Lesen Sie bitte Ben-Gurions Kriegstagebuch!
            Es war also seit weit über 100 Jahren ein letztlich genozidales Konzept. Allfällige jüdische (!) Gegner bzw. Befürworter der Koexistenz wurden von den militanten Zionisten (Hagana, Irgun…) aus dem Weg geräumt (der erste spektakuläre Fall war der aus Holland stammende jüdische Rechtsanwalt, Jurist und Schriftsteller Jakob Israël de Haan 1924).
            Lesen Sie mal „Schikanieren, vertreiben, töten – 100 Jahre Genozid am palästinensischen Volk. Die wahre Geschichte des real existierenden Zionismus – der rote Faden von 1920 bis 2020“ https://bit.ly/3u380F8.

          • @benaia 15:45

            Ich glaube Sie steigern sich da ein bissi rein.
            Sie können mir ruhig glauben, ich kenne die jüdische Geschichte. Ich kenne auch die Palästinenser. Bis ans Meer………..

  6. Wien
    414 km², 4.778 Einwohner pro km²

    Gaza
    365 km², 5.500 Einohner pro km²

    Am 02.11. berichtete die in Genf ansässige Organisation “Euro-Med Human Rights Monitor”, auf Basis von Daten der »Israeli”Defense”Forces« (IDF), 25.000 Tonnen an Bomben/Raketen wären bereits auf den Gaza abgeworfen/abgefeuert.
    Mit anderen Worten: Auf ein Gebiet mit der 1,3fachen Bevölkerungsdichte von Wien, eine Bevölkerung von die Hälfte das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben wurden Stand Anfang November das Sprengstoff Äquivalent von 2 Atombomben abgeworfen.

    Am 03.12., einen Monat oder eintausendachthundertvierzig tote Kinder später, schrieb Robert Misik:
    “Von daher ist es natürlich verständlich, dass sich sehr viele Israelis, die große Mehrheit der Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt und viele Menschen, die intuitiv mit dem jüdischen Volk solidarisch sind, zunächst einmal über die 1200 durch das Hamas-Gemetzel Massakrierten empören und davon erschüttert sind, und die zivilen Opfer der Gegenwehr eher nur als Nummern einer Statistik wahrnehmen und in der Lage sind, dieses Leid vor sich zu rechtfertigen. Genauso verständlich ist aber leider, wenn viele Muslime jetzt primär das Sterben der Palästinenser sehen, das Leid durch palästinensischen Terror irgendwie runterrechnen und ausblenden, dass die Toten in Gaza Opfer einer erwartbaren Reaktion auf ein vorangegangenes Massaker sind.”

    Man beachte wie Robert Misik über hier über das Schicksal der Toten mit zweierlei Empathie berichtet:
    Die Opfer des Anschlags vom 07.Oktober wurden niedergemetzelt, sie wurden massakriert.
    Die Opfer des Vorgehens des IDF “sterben”. Upsi – einfach “verstorben” – passiv, nüchtern, ohne Täter, ohne Kausalität.

    Nun schreibt Rober Misik plötzlich: “Die mangelnde Empathie mit den jüdischen Opfern des 7. Oktober ist moralisch skandalös, aber genauso ist es die mangelnde Empathie mit den massenhaft getöteten Zivilisten im Gazastreifen.”

    Es stellt sich die Frage: “Hat Robert Misik doch ganz plötzlich Empathie entwickelt oder hat er sich einfach mit seiner “echten” Meinung zeit gelassen bis das gesellschaftspolitische Klima hinsichtlich seine Meinungsäußerung Karrieretechnisch wieder etwas entspannter ist?”

    Zitat vom 13.Oktober 2023 – der israelische Energie- & Infrastruktur Minister “Israel Katz”:
    “Die gesamte zivile Bevölkerung im Gaza ist aufgefordert diesen zu verlassen. Wir werden gewinnen! Sie werden weder einen Tropfen Wasser noch eine einzige Batterie erhalten bevor sie nicht diese Welt verlassen!”

    Die Anklageschrift von Süd-Afrika gegen Israel beeinhaltet 9 Seiten voll mit solchen Zitaten und steckt den Auftrag den das israelische Militär gerade im Gazastreifen ausführt, hinsichtlich der Intentionaliät ganz klar ab!
    Hat es daher wirklich die Leichen von 12.300 Kindern gebraucht um eine gesellschaftspolitisches Klima zu schaffen in dem Robert Misik das Gefühl hat eine Empathie-gerechte Sprache verwenden zu können um diese Realität zu beschreiben?

      • @Stand mit was auch immer….

        Sie können sofort in den Gaza Streifen reisen und gegen Israel kämpfen. Hier großartig die Feder schwingen ist eher erbärmlich.
        Es gefällt mir, dass Sie Südafrika erwähnen….eines der sichersten Länder der Welt.
        Auch der irre Zar steht hinter der Hamas, so wie Erdogan und Katar. Lauter lupenreine Demokraten.
        Bravo, Sie sind in guter Gesellschaft.

    • mal abgesehen von einigen Rechtschreibfehlern etc – das Zitat von “Israel Katz” vom 13. Oktober ’23 nocheinmal in Original:

      “Indeed, Madam Congresswoman.
      We have to draw a line.
      We will Not tolerate murdering children and burning families.
      The line has been crossed. We will fight the terrorist organization Hamas and destroy it. All the civilian population in gaza is ordered to leave immediately.
      We will win. They will not receive a drop of water or a single battery until they leave the world.”

      Solche Aussagen sind bei weitem keine Einzelfälle & ich hab nicht einmal das Expliziteste genommen – das Zitat spiegelt lediglich die Norm, den Konsens der Israelischen Regierung zur “Palästinenserfrage” wieder. Das Robert Misik in diesem Zusammenhang am 03.12. vom “Sterben der Palästinenser” schreibt ist absolt widerlich!

      Herr Misik, nachdem sie Letztens ja auch versucht haben logische Argumente gegen Rassistische Positionen vorzubringen und sie am 03.12. schrieben dass es LEIDER verständlich sei wenn Palästinenserinnen aufgrund des “Sterben der Palästinenser” ihren Palästinenser-Terror ausblenden frag ich sie jetzt einmal ganz direkt: “Sind sie ein Rassist?” und wenn nein: “Auch nicht unterbewusst?”

      • Propaganda……noch dazu bunt gemischt.
        Keine Links…nur Behauptungen.

        Solche Poster wie Sie, gab’s früher einige. Beleidigungen von ZZ Autoren….falsche Kommentare aus dem Zusammenhang gerissen.
        Kurz gesagt, widerliche Stimmungsmache.
        Bissi armselig…..wie früher

    • Noch eine Korrektur.

      Das Zitat von Herrn Misik war nicht vom 03.12. sondern vom 13.12. bzw. nachfolgend auch der Link damit klar ist dass hier nix aus dem Zusammenhang gerissen wurde: https://zackzack.at/2023/12/13/die-grosse-einseitigkeit!

      Ich kann eigentlich fast gar nicht genug auf den grotesken Doppelstandard hinweisen den Misik hier ansetzt.

      “Von daher ist es NATÜRLICH VERSTÄNDLICH, dass sich sehr viele Israelis, die große Mehrheit der Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt UND VIELE MENSCHEN, die intuitiv mit dem jüdischen Volk solidarisch sind, zunächst einmal über die 1200 durch das HAMAS-GEMETZEL MASSAKRIERTEN EMPÖREN UND davon ERSCHÜTTERT sind, und die ZIVILE OPFER DER GEGENWEHR eher nur als Nummern einer Statistik WAHRNEHMEN und IN DER LAGE SIND, dieses Leid vor sich zu RECHTFERTIGEN.”

      VERSUS

      “Genauso VERSTÄNDLICH ist aber LEIDER, wenn viele MUSLIME jetzt primär das STERBEN DER PALÄSTINENSER sehen, das LEID DURCH DEN PALÄSTINENSISCHEN TERROR irgendwie RUNTERRECHNEN und AUSBLENDEN, dass die TOTE IN GAZA OPFER einer ERWARTBARE REAKTION auf ein VORANGEGANGENES MASSAKER sind.”

      Misik schreibt zwar in seinem Kommentar vom 13.12. dass er “bis zu einem gewissen Grad” beide Seiten versteht aber nicht unbedingt gut heißt trotzdem offenbart die Art und Weise WIE er diese beiden Seiten beschreibt einen extrem fragwürdigen Doppelstandard.

      So ist es für Misik auf der israelischen Seite “natürlich verständlich”, dass Menschen, weltweit, empört und erschüttert über die massakrierten sind, während auf der palästinensischen Seite es “leider verständlich” ist, dass Muslime den palästinensischen Terror ausblenden bzw. runterrechnen weil sie primär das “palästinensische sterben” sehen. Die israelische Seite “nimmt wahr”, sie ist “in der Lage” etwas zu “rechtfertigen” während die Palästinenser nur “runterrechnen” und “ausblenden”.
      Wie ich bereits oben erwähnte sind auch die Toten ganz anders zu bewerten. Auf israelischer Seite wurden die Opfer “gemetzelt” bzw. nicht nur gemetzelt sondern durch ein “Gemetzel” massakriert. Auf der palästinensischen Seite “starben” die Opfer. Auch die Reaktionen der jeweiligen Seite auf die Opfer der anderen Seite sind ganz anders. Auf der israelischen Seite nimmt man die “zivilen Opfer der Gegenwehr” als Statistik wahr, während es für Misik (!) “leider verständlich” ist dass die Opfer in Gaza aufgrund einer “erwartbaren Reaktion” tot sind. Die israelische Seite nimmt zivile Opfer wahr, zwar als Statistik, aber die “Wahrnehmung” ist rhetorisch vorhanden, während es auf der palästinensischen Seite überhaupt mal das Wort “zivil” nicht gibt, also de-facto, und auch eine “Wahrnehmung” der anderen Seite nicht vorhanden ist, sondern ersetzt wurde durch ein “ausblenden”. Dem fügt Misik dann noch bei, dass die (zivilen!) Toten in Gaza, also nicht »die Getöteten« was einen Täter implizieren würde, erwartbar aufgrund des “palästinenser Terrors” seien. Misik setzt hier quasi rhetorisch einen Schnitt ab dem 07.Oktober und rechnet selber, indem er die zivilen Opfer im Gaza in den Kontext einer “erwartbaren Reaktion” setzt, auf. In einem anderen Kommentar schrieb Misik: “Wer hier aufzurechnen versucht hat schon verloren”.

      Schäm dich Robert!

  7. Wurden da Postings vom ” Kritiker” gelöscht?
    Wollte gerade was dazu schreiben.
    Wurscht…..schreib ich.halt beim nächsten Mal.

  8. Kann sich eigentlich noch wer an den User Hubsi erinnern? MFG und KPÖ Fan aus Tirol.
    Der Hubsi ist auch wieder hier im Forum.

  9. An plot_in: Ihr ganzer überlanger Beitrag enthält nicht nur orthographische Mängel, krasse Fehler und Behauptungen (der harmloseste ist wohl, dass sich Netanjahu “mit 80 (?!) wählen” habe lassen), sondern auch unnötige Wiederholungen, und vor allem ist er großteils thematisch nicht relevant.
    Die Behauptung, dass Palästinenser den terroristischen Überfall vom 7. Oktober nicht verurteilen würden, ist unerträglich – nur weil Sie keine kennen? – Im Übrigen scheinen Sie nicht zu wissen, dass es immer noch hunderttausende palästinensiche Christen gibt, die in Frieden mit den Juden leben wollen und immer schon Gewalt abgelehnt haben.
    Auf das eigentliche Anliegen (Israelischer “Antisemitismus”-Vorwurf gegen Juden!) gehen Sie gar nicht ein.
    Sie schreiben abschließend: “Gegen die Propaganda müssen wir sein, gemeinsam. Egal woher sie kommt. Das ist demokratisch.” Ja, eben! Ihr Beitrag ist aber selber subtile Propaganda – kein Wort über die real existierende Unterdrückung, um die es in dem gegenständlichen preisgekrönten Dokumentarfilm geht.

    • Ich denke, es ist schon länger unausgesprochener Konsens hier im Forum, dass wir uns zwar gelegentlich so manches um die Ohren hauen was nicht unbedingt als Argument daherkommt, “orthographische” Fehler sind davon allerdings ausgenommen. Geht es doch hier um einen Diskurs/Gedankenaustausch und nicht um einen Schulaufsatz. Danke. Es wäre schön, wenn sie uns stattdessen mitteilen würden, wer von offizieller Seite der Palästinenser jemals die Gräueltaten der Hamas verurteilt hat oder zumindest eine offizielle Verurteilung derselben einfordert? Mir ist nämlich ebenfalls keiner bekannt.

      • Ihr Freund Bastelfan dürfte darüber nicht informiert gewesen sein, dass im Forum Rechtschreibung ….
        Genau das hat er vor kurzem bei mir lächerlich zu machen versucht.
        Jetzt kommt sicher wieder ein ganz toller Sager von Ihnen.

        • Ich habe weiter unten etwas über “Sippenhaftung” geschrieben, bzw. dass es so etwas in unserem Kulturkreis nicht gäbe. Vielleicht sollten sie das lesen.

        • @Kritiker
          Baer und Bastelfan? Echt?
          Woher wollen Sie das wissen ?
          Ich wäre an Ihrer Stelle, etwas vorsichtig mit Behauptungen…..

    • @benaia

      Wir müssen da nicht einer Meinung sein, wir brauchen auch nicht dieselbe Position haben. In einer Demokratie ist die menschliche Grundausstattung den Dissens auszuhalten. Und deswegen können wir, wenn wir den Dissens aushalten, auch ohne persönliche Angriffe in einer Auseinandersetzung auskommen. Persönliche Angriffe führen nur in die Irre. Es geht darum auch nicht darum, von wem ich oder wer anderer etwas “persönlich” gehört habe. Das hat in der Auseinandersetzung keinen Wert. Jeder kann sagen, er habe dieses oder jenes von jemandem gehört.

      Es sind vor allem die Offiziellen, die schweigen. Um die geht es. Es geht auch um die, die zufällig interviewt werden. Also geht es um öffentlich dokumentierte Aussagen, auf die man sich beziehen kann. Die vielen Vereine, sie stehen in der Verantwortung. Selbstverständlich ist das grauslich für jede Einzelne, wenn sie zittern muss, dass Verwandte in Gaza oder Israel einem Bombardement ausgesetzt sind.

      Die politische Verantwortung für die Bombardierung Israels trägt die Hamas. Das ist unbestritten Fakt. Die Bombardements auf Israel gehen immer noch weiter. Das ist Fakt. Niemand wird doch angenommen haben, dass sich Israel einfach so vom Erdboden wegbomben lässt (wie es RU gerade in der UA probiert) und zuschauen wird. Bei all dem Leid, das vorher war und bei all der Feindschaft (die von Netanjahu 40 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen absichtlich geschürt wurde) konnte niemand in Gaza annehmen, dass eine solche grauenhafte Aktion unbeantwortet bleiben würde. Es war die logische Reaktion. Das ist die politische Ebene.
      Und wenn ich von einem Gewaltherrscher geblendet war, der mir vielleicht versprochen hatte, dass Israel dem Erdboden gleichgemacht würde, so wäre ich spätestens dann aufgewacht und würde abzuschwören beginnen. Denn der Gewaltherrscher hat das Versprechen nicht eingelöst. Nein, er hat es für uns alle nur schlimmer gemacht. Wenn alle ausgebombt sind, erlebt man die Niederlage. Das ist meine persönliche Ebene.

      • Sie kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Bomben und Raketen? Tja, da hört sich jede Argumentation auf. Die Hamas kann Israel gar nicht bombardieren.

        “Die politische Verantwortung für die Bombardierung Israels trägt die Hamas. “?? Das ist blanker Zynismus. Haben Sie nie gelesen, dass die rechtsextreme Regierung sofort nach einem Rachefeldzug und dem Einsatz der Hungerkriegswaffe und damit nach Kollektivbestrafung gerufen hat? Und sofort Weißen Phosphor in Gasa eingesetzt hat? Das alles hat mit gerechtfertigter Verteidigung nichts mehr zu tun.

        • @ benaia

          Sind Raketen harmloser als Bomben…oder welchen Schwachsinn wollen Sie hier noch schreiben?
          Ich bin ja wirklich geduldig, aber Ihre Propaganda gegen Israel ist erbärmlich.
          Es mag ja nett aussehen, sich ein Palästinenser Tuch überzustreifen….aber darunter sollte das Hirn noch arbeiten können. Bei Ihnen dürfte das Hirn seine Arbeit eingestellt haben.

        • @benaia

          Da Sie persönlich werden, in jeder Ihrer Aussagen, ist eine Diskussion nicht möglich. Und darum sind Ihre Aussagen für eine Demokratie abträglich, sie sind demokratisch wertlos.

          Wenn Sie das Ergebnis anderer Perspektiven nicht akzeptieren, sprechen Sie einer Diktatur zu. In Russland ist das Alltag.

          Hamas gehört eliminiert. Und wird eliminiert werden. Die Kreml-Mafia gehört eliminiert und wird eliminiert werden. Und wer auch immer einer Diktatur zuspricht (wie damals Nazideutschland auch viel Zuspruch erhielt), wird am Ende in zerbombten Gegegenden aufwachen. Es war nie anders. Es wird nie anders sein.

          Deswegen ist das alles die Liebesmüh nicht wert.

          Die rechtsextreme israelische Regierung hat gesagt = NICHT sie hat getan. In einer Diktatur wäre das genauso. Das stimmt. Aber Israel ist keine Diktatur (die Gefahr, dass sie es wird, ist groß). Die Hamas hat eine Diktatur errichtet. Und aus diktatorischer Perspektive gilt: gesagt = getan. Wie im Märchen.

  10. Netanjahu ist kein Demokrat. Er ist ein politischer Freund von Kurz. Man denke nur an den Flug von Kurz in einem Firtasch Jet, um mit Netanjahu ein Impfprogramm ins Leben zu rufen. Der österreichische Steuerzahler sollte dafür 300 Millionen € löhnen. Ob da jemals mehr rausgekommen ist, als wenn RU mit China so unterfertigt, weiß ich nicht. Ich hoffe jedenfalls, dass wir diese 300 Millionen € nicht bezahlt haben, es also reine Propaganda war. Netanjhahu ist kein Demokrat. Er ließ sich demokratisch wählen, mit 80 – andere genießen da ihren Lebensabend – um politisch gegen die Justiz vorzugehen, die ihn zu Lebzeiten noch verurteilen könnte wegen Korruption und Vaterlandsverrat.

    Netanjahu hat diverse Kontrakte mit Putin. Die Hamas-Führung war ein paar Tage vor dem schändlichen mörderischen Angriff in Moskau bei Putin. In der Türkei hat die Hamas Basilager zur terroristischen Ausbildung. Geld muss in Mengen geflossen sein. Und Netanjahu spielt sein doppeltes Spiel seit 40 Jahren.

    Die antisemitischen Vorfälle in Europa und in Nordamerika haben sich seit dem schändlichen mörderischen Angriff der Hamas verZEHNfacht.

    Persönliche Stellungnahme: Wenn die österreichische Regierung einen schändlichen mörderischen Angriff auf Deutschland starten würde, wäre ich empört, nicht erfreut. Ich würde gegen meine Regierung auf die Barrikaden gehen. Wenn österreichische Raketen Berlin erreichten und österreichische Militärs brandschatzend und vergewaltigend in Freiburg ihr Unwesen treiben würde, mir würd so grauen vor meinen Landsleuten, dass ich drei Tage kotzen müsste. Ich würde nie und nimmer diesen Angriff in irgendeiner Weise rechtfertigen. Wenn Deutschland dann zurückschlagen würde, würde ich leiden wie alle anderen. Ich wäre aber nicht auf Deutschland wütend, ich wäre auf meine Regierung wütend, die all das angezettelt hat. Auf meine verbrecherische, mörderische Regierung. Und dem würde ich wohl auch, wenn nichts mehr zum Kotzen da ist, Ausdruck verleihen. Ausgebombt. Die Schuld hätte meine Regierung.

    Solche palästinensischen Statements zur Hamas fehlen. Sie fehlen seit einem halben Jahr. Es gibt sie nicht von Exilierten, es gibt sie nicht in Gaza und es gibt sie nicht von irgenwelchen Offiziellen. Das Verurteilen des Auslösers, Hamas, wird ausgespart. Ein Tyrannenmord ist moralisch gerechtfertigt, wenn man Adorno folgt. Aber das Abschlachten und Vergewaltigen von Zivilisten und sich daran delektieren ist moralisch nicht zu rechtfertigen.

    Netanjahu betreibt Propaganda. Ja. Putin betreibt Propaganda. Ja. Hamas betreibt Propaganda. Ja. Kurz betreibt Propaganda. Ja.

    Es gibt in diesem Krieg, in den wir alle gezwungen wurden, eine ganz klare Richtschnur: Wer nur einen Ausschnitt erzählt und die eigenen Aggressionsakte ausspart, ist Täter. RU rechtfertigt seinen Vernichtungskrieg in der UA ja ebenso, indem es einfach ausspart, dass RU die UA überfiel. Das tut Netanjahu. Das tut Hamas. Das tun leider auch Palästinenser.

    Was diese Debatte in Berlin betrifft, so zeigt es doch, dass hier zwei Propagandaströmungen aufeinanderprallen. Und das ist, wer in Kusnt und Kultur unterwegs ist/war und an verschiedenen Diskussionen teilgenommen hat, schon klar, dass in diesem Bereich die Hamas-Propaganda die Oberhand hat/hatte. Es ist das eine wie das andere Propaganda. Und wenn die Rechten sich nun als pro semitisch gerieren, dann liegt das einfach nur daran, dass sie damit punkten können. Die wirklichen Antisemten in Europa und den USA sind die Rechten. Sie halten sich nur grad medial zurück. Die Friedhofsschändungen übernehmen deren Jugendgruppen weiterhin konsequent “als Mutprobe”.

    Gegen die Propaganda müssen wir sein, gemeinsam. Egal woher sie kommt. Das ist demokratisch.

  11. R. Misik hat es wirklich schon in der Einleitung auf den Punkt genau getroffen mit seinem Beispiel: Ein jüdischer Regisseur setzt sich für die Gleichberechtigung seines palästinensischen Co-Regisseurs ein und wird dafür von Deutschen (!) als Antisemit beschumpfen. Unglaublich.

  12. Herrn Misik ist ein schwerer Fehler unterlaufen, wenn er schreibt: “Nun ist Israel innerhalb seiner Landesgrenzen sicherlich kein ‘Apartheid“-Staat'”. Ach so? Woher er das wissen will? Nota bene, zum Beispiel: Seit 1948 ist der Negev ein Gebiet “innerhalb seiner (Israels) Landesgrenzen”. Dort wurden hunderttausende Negev-Beduinen gewaltsam aus ihren angestammten Gebieten als Halbnomaden vertrieben (z.T. auch in den Gaza-Streifen). Die wenigen, die übrig blieben, waren meist Binnenvertriebene, etwa in wenig fruchtbare Regionen im Osten, damit jüdischen Siedlern die besten Gebiete bleiben. Obwohl die Negev-Beduinen israelische Staatsbürger werden konnten, standen sie bis 1966 unter einer brutalen Militärherrschaft. Ist das keine Apartheid, Herr Misik? Und obwohl dieser Zustand für sie offiziell abgeschafft wurde, werden sie mittlerweile in sogenannte “Beduinenstädte” abgeschoben (Assoziation zu südafrikanischen Homelands?), die eine soziale Katastrophe sind und ihrer traditionellen Lebensweise widerspricht. Bitte studieren Sie die Antibeduinenpolitik des herrschenden Regimes (Stichwörter: Albeck-Kommission, Prawer-Plan etc.).
    Tipp: Zuerst sachgemäß studieren, statt voreilig Behauptungen aufzustellen!

    • Man darf also annehmen, dass Australien oder Nordamerika bei ihnen ebenfalls unter “Apartheid Staaten” fallen? Und dazu wohl noch etliche andere……

      • Das trifft auf jeden Fall zu. Extreme Diskriminierung und Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben bis zur faktischen Rassentrennung bei den Aborigines genauso wie den Natives in den Reservaten.
        Empfehlung: Reisen Sie mal in die Welt statt nur im Internet.

  13. Herr Misik, in unserem Kulturkreis gibt es so etwas wie Sippenhaftung nicht . Zitat: “Dass dieser Vorwurf nicht zuletzt von Deutschen kam, von denen nicht wenige Enkel und Urenkel von Nazimitläufern oder -Verbrechern sind…..” sorry, das ist völlig daneben, den Rest des heutigen Kommentars habe ich mir daraufhin erspart.

  14. Danke Hr. Misik! Endlich einer der es wagt im deutschsprachigen Raum die Relationen etwas zurechtzurücken. Das Narrativ bestimmt ja auf unerträgliche Art und Weise die Ignoranz gegenüber Völkermord angefacht von Netanjahu und Selbststjustiz der Siedler in Gaza. Völlig absurd auch die Auffälligkeit dass zwar über massig Demonstrationen von israelischen Landsleuten für Waffenstillstand berichtet wird, ja sogar über einen Soldaten in israelischer Uniform der sich in den USA aus Protest gegen den Völkermord selbst dem Flammentod aussetzte, doch war bisher von den Regierungen in Österreich und Deutschland kein einziges Wort der Kritik gegen Bibi zu vernehmen. Auch in den sozialen Medien hat man hierzulande einen ganz schweren Stand wenn man Israel beanstandet und die Worte Faschismus und arg überzogenen Rachefeldzug wie unverhältnismäßige “Selbstverteidigung” gebraucht. Bin da auch schon des öfteren wüst kritisiert bzw. gleich zensiert worden. Umso mehr empfinde ich Erleichterung über ihren Kommentar. Werde mich nun noch weniger als potentialen Antisemiten bezeichnen lassen.

    • @lehmann
      Bei Netanjahu bin ich voll bei Dir…..der muss weg.
      Doch Israel muss sich wehren. Zu viele Gegner rund um Israel warten nur auf das geringste Zeichen von Schwäche.

    • @lehmann

      Derzeit gibt es keine jüdischen Siedler in Gaza. Dies nur zur Info. Du meinst sicher die aggressiven Israelis im Westjordanland die von Netanjahu leider stark unterstützt werden.

      • Samui 15.17 – Ja danke, da hab ich zu wenig aufgepasst beim Schreiben 🤦‍♂️. Weiß eh dass du naturgemäß in dieser Thematik befangen sein musst. Weiß es umso mehr zu schätzen dass du mir so gemäßigt antwortest. Und ja, mir gehts hauptsächlich um Netanjahu und israelische Apartheitspolitiker die besonders bei den neuen Rechten und so Ar…löcher wie Kurz und Sobotka großen Anklang finden. Netanjahu hält die Mehrheit der israelischen Landsleute immer mehr in seiner Umklammerung und gibt ihnen wiederholt zu verstehen dass sie ihn nur dann loswerden können wenn er selber abtritt, egal was er bereits am Kerbholz hat. Erinnert stark an Putin in Bezug auf das russische Volk dem sicher die kleinste Schuld an dem aktuellen Kriegstreiben trifft und selber großes Leid zu erdulden haben. Also ich hoffe dass du verstehst dass ich nicht einmal im Geringsten Vorbehalte gegenüber jüdisch stämmige Mitmenschen hege. Würde ja damit alles über Bord werfen was mir meine Eltern diesbezüglich mitgegeben haben, die selber sehr emotional an der Verfolgung jüdischer Mitmenschen im dritten Reich und an dem daraus resultierenden Holocaust mitgelitten haben. Lg.

        • @lehmann
          Ey alter Freund, alles gut. Wir haben, Gottseidank, Meinungsfreiheit. Ich weiß genau was Du meinst. Auch mir tun die Menschen ( Zivilisten ) in Gaza leid. Leider stehen sie weiterhin hinter der Hamas.

          Israel will die Geiseln zurück.
          Hoffentlich leben die noch….sonst eskaliert das noch mehr.

          • Samui 19.12 – Ich glaube dass die meisten hinter keinem mehr stehen. Vielen von ihnen ist auch schmerzhaft bewusst dass sie von der Hamas in Geiselhaft gehalten und als lebende Schutzschilder missbraucht werden. Nicht vor langer Zeit galten diese aber natürlich als Hoffnungsträger die ihnen verlorengegangene Autonomie und ein besseres Dasein verschaffen könnten. Ist ja nur allzu menschlich wie ich finde. Objektiv gesehen haben aber sehr offensichtlich Schlächter das Zepter in der Hamas an sich gerissen. Dies alles ist aber natürlich nur mein persönlicher Einblick in dieser Thematik in der du sicherlich mehr Hintergrundwissen mitbringst. Zwei persönliche Frage hätt ich aber. Würdest du dich an einer der vielen Demonstrationen in Israel für friedlichere Interventionen und Verhandlungen in der Geiselfrage bzw. auch gänzlichen oder vorübergehenden Waffenstillstand beteiligen? Und überkommt dich nicht auch manchmal das Gefühl dass diese aktuelle Situation als Vorwand benützt wird um endgültig die Geschichte für immer zu erledigen? Hab ja den Verdacht dass Bibi, dem der Überfall der Hamas aus mehreren Gründen sehr gelegen kam, da als Held in die Geschichte eingehen möchte. Als jener der endlich Nägel mit Köpfe machte.

          • @lehmann 20:07

            Ich würde jederzeit gegen Netanjahu demonstrieren. Und natürlich wäre ich für einen Waffenstillstand nach Übergabe der Geisel an Israel.
            Eine Frage an Dich? Glaubst Du das der Iran, die Hisbollah, die Huthis im Jemen auch aufhören würden Raketen auf Zivilisten in Israel zu schießen?
            Netanjahu ist in meinen Augen ein Verbrecher und gehört vor Gericht. Aber der Hamas gehört das Handwerk gelegt…..auf Dauer wird wohl Israel nie in Frieden leben dürfen.
            Da kann man demonstrieren solange man will. Israels ” Nachbarn ” werden immer weiter versuchen Israel zu vernichten.

          • @lehmann, Netanjahu hat mehrmals öffentlich gesagt, dass er die Hamas vernichten will, also Nägel mit Köpfen machen, wie du es nennst. Dafür opfert er ja nicht nur die Zivilbevölkerung in Gaza sondern auch die seit Monaten dort befindlichen Geiseln. Er vergleicht das mit Nazideutschland, dass ebenfalls unter Inkaufnahme vieler ziviler Opfer, wir sprechen hier von geschätzten 600.000, befreit wurde. Mag man darüber denken was man will.

    • @Bitch

      Stimmt leider . Wobei Israel jetzt einfach reagieren musste. Der Iran hetzt und liefert Waffen nicht nur an die Hisbollah, die Huthis haben ein Habdelsschiff versenkt und greifen mit Raketen Israel an. Selbst aus Gaza werden immer noch Raketen abgefeuert.
      Die Hamas kümmert sich weniger um die Zivilisten in Gaza als Israel.

  15. Ich stehe ihnen sonst vermutlich eher kritisch gegenüber.
    Aber hier haben sie etwas festgehalten, welches es verdienen würde in die Geschichtsbücher einmal eingehen zu können, bin zumindest ich der Meinung.

    Auch haben sie ganz klar Stellung bezogen, dass eine Todesstrafe und schon gar gegen politisch anders denkenden niemals angemessen sein kann. Eine Äusserung, welche uns anscheinend schon länger abhanden gekommmen ist…

  16. Ich hätte es mir lange nicht vorstellen können, dem Robert Misik nach seinen verheerenden Entgleisungen in der Corona-Frage wieder einmal Anerkennung zu zollen. Aber hier muss man es tun. Es ist ein wirklich guter Artikel mit wichtigen und richtigen Aussagen. Darum, bravo Robert Misik und weiter so.

    • No, mehr (berechtigte) Kritik aus Europa an Isreals’ verstörend brachial exekutierten Kriegsgelüsten (bis hin zur ausgesprochenen physischen Vernichtung) spielt auch nicht zuletzt russischen (Putins’) geostrategisch / -politischen Ambitionen in die Hände:
      # Putin koaliert mit dem iranischen Gottesstaat (rüstet immerhin 1.000e Shahed-Drohnen aus für seinen eigenen Krieg)
      # der wiederum die Hamas und die Hisbollah im lokalen Krieg nach Kräften unterstützt
      # Putin hat damit auch ein Argument mit seinen Truppen noch ein wenig in Syrien zu verweilen
      # Baschar Hafiz al-Assad wird nix dagegen haben …
      # Putin spannt die anti-israelischen Verurteilungen zu den Kriegshandlungen der BRICS Staaten und Teile Afrikas vor seinen Karren
      # Israel pro-westlich aufgesetzt wird auch am internat. Bankett somit opponiert
      # die Welt “verträgt” 2 massive Kriegsschauplätze parteilich stellungsbezogen weniger gut, als nur einen (seinen in der Ukraine zB)
      # Putin kann die traditionell WKII geschuldete europäische, politisch pro-israelische Haltung damit auch konterkarieren und
      # weil halt auch bis Ende 2023 ~1,5Mio hauptsächlich syrische, afghanische, afrikanisch Stämmige Asylanten unseren Kontinent fluteten (pol. korrekt migrierten)
      # damit auch zusätzlich destabilisierend irrationales Spaltungspotential für seinen “Krieg in neuer Weltordnung” generieren
      # die werden nämlich (zurecht) auch eine Meinung zum Konflikt haben, der sich unserer Kulturerfahrung aber größtenteils entzieht

  17. Diese Israel-Schutzgemeinschaft funktioniert auch in Österreich gut.

    Ein wirklich guter Freund hat mir glaubhaft versichert, dass er wegen einer harten Israelkritik bezüglich der Gaza Vernichtung von Leben und Wohnraum im angeblich liberalen Standard dauerhaft aus dem Forum ausgeschlossen wurde. Begründung : Antisemitismus.

    • @123

      Ich schreibe auch im Standard. Ein paar mal schon sehr kritisch über Netanjahu……ohne Löschung.
      Allerdings stehe ich hinter Israel, dass sich einfach wehren muss.
      Netanjahu ist wahrscheinlich nicht ganz unschuldig an dem , was am 7.Oktober passiert ist. Zu zerstritten und nicht wachsam war Israel zu dieser Zeit. Alles konzentrierte sich auf Bibis unselige rechte Regierung.
      Das hat die Hamas genützt.

      • Dass von Israel nach dem grausamen Hamas Massaker eine Reaktion kommen musste, ist unbestritten.

        Was aber im Gazastreifen von den Israelis angerichtet wird, hat mit angemessener Vergeltung nichts mehr zu tun.

        Netanjahu und seine extrem rechten Bündnispartner sollten sich bewußt sein, dass sie durch diese Massentötungen von palästinensischen Zivilisten neue Generationen für die Hamas geradezu anwerben.

        Israel wird auch im 21. Jahrhundert weiter mit tiefgreifenden Feindschaften und jederzeit mit Attentaten rechnen müssen. Was nützt es ihnen dann, dass sie militärisch haushoch überlegen sind.

    • Ich vertrat im Standardforum die Meinung, das Kritik an der Israelpolitik nicht gleich Antisemitismus wäre.
      Resultat: Ausschluss.
      Na gut, dann ned.

      • @bastel
        Wundert mich, ich hab ähnliches geschrieben….
        Es wird manchmal gelöscht……aber sonst keinerlei Probleme. Und wie Sie wissen, bin ich nicht immer gerade ein Feiner.😉

        • Mein Post war vor etlichen Jahren. Habe bemerkt, dass sie mittlerweile einiges durchgehen lassen, auch Beschimpfungen ( möglichst gegen die Ffen).

  18. Richtig.
    Genausowenig wie “hearst Blada!” alle Fülligen verachtet oder “Oarschwoarma Irgendwos…!” homophob ist.

Kommentarfunktion ist geschlossen.

Jetzt: Benkos Luxusvilla in Italien

Denn: ZackZack bist auch DU!