Widerruf Benko

Strache droht mit Klage und stellt ein Ultimatum: Bis Freitag verlangt Strache seine Facebook-Seite zurück. Doch die FPÖ macht keine Anstalten nachzugeben. Sie wollte aus der Strache-Seite sogar eine FPÖ-Parteiseite machen. Das verweigerte aber Facebook. Strache hat dagegen noch sein Ass im Ärmel: Das Mandat von Ehrenamt-Philippa. Will Strache nun das Mandat seiner Ehefrau für seine Facebook-Seite eintauschen?

Wien, 17. Oktober 2019 / Strache will seine Facebook-Seite zurück. Logisch: Bei einer zukünftigen „Liste Strache“, die für die Wien-Wahl 2020 im Raum steht, braucht Strache den wichtigen Kommunikationskanal. Deshalb scheut er vor nichts zurück, er will seine ehemalige Partei nun sogar verklagen. Sollte die FPÖ Straches Seite nicht bis Freitag zurückgeben, dann wird geklagt, lässt der Ex-Parteichef über seinen Anwalt ausrichten.

Facebook vereitelt dreiste FPÖ-Aktion

Aber auch die FPÖ hat die Samthandschuhe schon lange abgelegt. So versuchten Kickl und Co. hinter dem Rücken von Strache einen besonderen „Coup“: Man beantragte bei Facebook, die Strache-Seite mit rund 800.000 „Likes“ in die FPÖ-Seite (130. 000 „Likes“) zu überführen. Auf einen Schlag hätte die Partei dann einen riesigen Kanal zur Verfügung, der von der Strache-Vergangenheit gereinigt wäre. Allein: Facebook verweigerte die brisante Idee. Das ist wohl berechtigt, hat doch Strache nichts (mehr) mit der FPÖ zu tun.

Tauziehen um Philippa?

Damit geht der Facebook-Fight der FPÖ weiter. Mittlerweile wurde zudem bekannt, dass auch die Seite von „Ehrenamt-Philippa“ eigentlich der FPÖ gehört. Seit 3. Oktober hat Philippa Strache, sonst auf den sozialen Medien äußerst aktiv, nichts mehr gepostet. Hat sich die Partei auch schon diese gekrallt?

Der Ausgang des Machtkampfes scheint völlig offen. Im Raum steht ein erpresserisch anmutendes Tauschgeschäft: Philippa Strache verzichtet auf ihr Nationalratsmandat, dafür kriegt Strache seine Seite zurück. Das würde erklären, warum von Philippa noch immer keine Entscheidung zum Mandat bekannt ist. Der letzte Joker der Familie Strache, mit der sie ihrer Ex-Partei das Leben schwer machen können, wird wohl so lange wie möglich in der Hinterhand behalten.

Es bleibt abzuwarten, wie die FPÖ mit dem Ultimatum umgeht und ob sie sich gegenüber ihrem Ex-Chef bald vor Gericht verantworten muss.

(wh)

Titelbild: APA/CommonWiki/Pixabay

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