Samstag, Februar 24, 2024

Fundamentalistin im Weißen Haus – Pseudo-Prophetin soll für Trump radikale Gläubiger mobilisieren

Paula White wurde berühmt als Fernsehpredigerin. Sie sieht sich von Gott berufen. Sie glaubt, sie sei heilig und Gott würde durch sie sprechen. Doch sogar unter fundamentalistischen Evangelikalen ist White umstritten, denn ihre Reden sind extrem. Zudem liebt sie den Luxus und das Geld. Und sie ist von einem völlig überzeugt: White spreche die “ganze Wahrheit”! Klingt nicht unähnlich zu Donald Trump, sie ist seine „spirituelle Beraterin.“

Wien, 08. November 2019 / Es gibt noch andere Parallelen zwischen den beiden als “die ganze Wahrheit”: Beide haben mehrere Scheidungen hinter sich, beide sind steinreich. White ist Millionären, Trump soll Milliardär sein. Und: Beide hatten schon Probleme mit der US-Finanzbehörde. Trump verweigert die Herausgabe seiner Steuererklärung bis heute. Gegen White wurde wegen intransparenten Geschäften ermittelt. Und beide wurden durch das Fernsehen berühmt. Sie verstehen sich.

Paula White ist überzeugt: „Wenn ich auf dem Boden des Weißen Hauses gehe, geht Gott auf dem Boden des Weißen Hauses.“ Denn wo sie stand, ist es heilig – schreit sie ihren Zuhörern zu. Und eines stellt sie klipp und klar fest: „Ein Nein zu Trump, ist ein Nein zu Gott!“ Jeder der gegen Trump sei, ist damit ein Teufel. Willkommen im dunklen Mittelalter.

Weltsicht aus dem Mittelalter mitten im Weißen Haus

Beängstigend, die Beraterin von Trump. Sie „betete“ schon bei Trumps Amtseinführung. Mittlerweile ist sie im Weißen Haus auf Tuchfühlung mit dem Präsidenten. Zweck: Wahlkampf. Sie soll die 50-70 Millionen evangelikalen US-Amerikaner für die Wahl 2020 mobilisieren. Bei dieser teils stark fundamentalistischen Kirche in der USA kommt eine Wahn-Predigerin wie White gut an.

Diese christlich-extremen Strömungen verstören: Keuschheitsgürtel für die Töchter, oder „Vater-Tochter-Reinheitsehen“ (engl. “Purity Ball”, red.) sind Alltag. Bei einer Reinheitsehe verspricht die Tochter dem Vater ihre Jungfräulichkeit bis zur Ehe. Solche Gläubige sehen Trump als von Gott und Jesus entsandt. Seine “göttliche Beraterin” ist dabei der direkte Kontakt zur Gemeinde. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile dubiose Allianzen zwischen Volksvertretern und religiösen Eiferern. Jüngstes Beispiel in Österreich: “Prediger” Ben Fitzgerald bei einer wirren Messe mit Sebastian Kurz.

Ein Einblick in die irre Welt der Paula White:

Titelbild: APA Picturedesk

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3 Kommentare

  1. […] traditionelle „nationale Gebetsfrühstück“. Dort wird auch Donald Trump teilnehmen. – möglicherweise auch seine extremistisch-fundamentalistische, spirituelle Beraterin Paula White. Auch Juan Guaidó wird von evangelikalen Kirchen bei der Machtübernahme unterstützt. Es ist zu […]

  2. […] Nicht mehr nur der Amazonas brennt, Südamerika brennt. Die evangelikalen Kirchen werden immer stärker. Mit Wohlwollen der USA. Ist ein Land „erobert“, zählt vor allem eines: Ausbeutung von Menschen und Natur, Profit für die wirtschaftlichen (meist weißen) Eliten des Landes und der USA. Das sieht man am besten bei Bolsonaro, aktuell auch in Bolivien. Und dann sendet Donald Trump seine Glückwünsche. Im Weißen Haus steht im eine fundamentalistische Evangelikale als seine persönliche „spiritu… […]

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