Sonntag, Mai 19, 2024

Revolution im Iran – 100 Tote, Internet abgedreht

100 Tote, Internet abgedreht

Im Iran tobt eine handfeste Revolution. Auf den Straßen spielen sich wilde Szenen ab, es gibt Medienberichten zufolge über 100 Tote. Das Internet ist komplett abgedreht.

Teheran, 20. November 2019 / In weit über 40 Städten – Aktivisten sprechen sogar von über 100 Städten – gibt es mittlerweile immer größer werdende Proteste gegen das Mullah-Regime. Auslöser war die Anhebung der Spritpreise, wie damals bei den Gelbwesten in Frankreich. Doch nun droht die Situation zu eskalieren.

„Wollen keine Islamische Republik“

In allen großen Städten sind die Leute auf der Straße, es kommt zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Aktivisten skandieren:

„Wir wollen keine Islamische Republik“

„Nieder mit Khamenei (Geistliches Oberhaupt des Iran, red.)

„Wir wollen Freiheit“!

Iran-Regime kappt Internet im ganzen Land

Es soll aktuelle schon weit über 100 Tote und über 1.000 Festgenommene geben. Die beispiellose Abschaltung des Internets zeigt, wieviel Angst das Mullah-Regime in Teheran mittlerweile hat. So können sich die Demonstranten nicht mehr digital koordinieren.

„Eine so umfassende Störung des Internets haben wir im Iran bisher noch nicht erlebt“,

sagte Christian Mihr, Chef der Pressefreiheitsorganisation Reporter ohne Grenzen, laut BILD-Zeitung. Derweil sieht das geistliche Oberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei, den „Feind zurückgedrängt“. Das ließ er über das Staatsfernsehen verlautbaren.

Ausländische Geheimdienste?

Irre: Hinter den Unruhen vermutet die iranische Führung ausländische Geheimdienste. Daher wollen auch die Armee und Revolutionsgarden im Notfall eingreifen.

“Das mag ja teilweise auch stimmen, aber alle Demonstranten als Söldner abzustempeln (…) – damit machen sich die Herrschaften es auch zu einfach”,

sagt ein Politologe in Teheran.

Die Proteste richteten zudem massive Sachschäden an. Rouhani müsse jetzt das Mehrfache von den Einnahmen, die er sich von seiner Benzin-Politik erhofft habe, für die Schäden der Unruhen bezahlen, sagt ein Wirtschaftsexperte. Von verschiedenen Seiten wird nun bereits Rouhanis Rücktritt gefordert. Die Hardliner im Parlament planten bereits eine Einbestellung des Präsidenten, um ein Misstrauensvotum gegen ihn einzuleiten.

Kundgebungen in Europa

In mehreren europäischen Städten sind Kundgebungen von Regimekritikern geplant, so auch in Wien. Laut Informationen der Redaktion soll es heute und morgen Proteste vor der iranischen Botschaft und dem US-Konsulat in Wien geben.

ZackZack.at bleibt dran.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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